31.12.10 – Obwohl der heutige Aufmarsch an Sylvester wochenlang beworben wurde, versammelten sich schließlich nur rund 90 Neonazis zur „Sylvesterdemonstration“, die bereits am 04. Dezember angemeldet wurde, und vom S-Bahnhof Dortmund-Dorstfeld in die Innenstadt führte. Vor etwas mehr als einer Woche tönte Dennis Giemsch noch auf dem Blog seines Versandhandels „Kommt zum Silvesterkonzert nach Dortmund“, denn eigentlich war auf der Abschlusskundgebung der Auftritt zweier RechtsRock-Bands geplant. Doch diese sagten aus persönlichen Gründen ab und auch ein „Balladenspieler“, den mal als Ersatz suchte, ließ sich so kurzfristig offensichtlich nicht mehr auftreiben. Auch das angekündigte Höhenfeuerwerk fiel ins Wasser. Stattdessen gab es dann insgesamt sechs Reden, bis sich die Versammlung, die bis 18 Uhr angemeldet war, um kurz nach 15 Uhr auflöste.

24.12.10 – Bei Temperaturen um -3°C versammelten sich ab 11 Uhr heute Morgen gerade einmal zwölf Neonazis oberhalb der Katharinentreppen gegenüber des Hauptbahnhofs. Nachdem über eine Dauer von zwei Stunden vier Reden verlesen wurden (u. a. von Hamburger Neonazi Christian Worch), wurde die Kundgebung gegen 13 Uhr sang- und klanglos beendet.

18.12.10 – Neonazis veranstalten im „Nationalen Zentrum“ eine Buchvorstellung. In dem Buch geht es um den verstorbenen Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger.

16.12.10 – Neonazis verteilen in der Innenstadt Flugblätter.

10.12.10 – Laut Neonazi-Berichten findet eine so genannte Jahresabschlussfeier mit 100 TeilnehmerInnen aus Dortmund und Umgebung statt.

07.12.10 – Neonazis versammeln sich zu einem „Heldengedenken“, um einem erschossenen SA-Mann zu verherrlichen.

04.12.10 – Am Samstagnachmittag zogen rund 130 Neonazis aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland drei Stunden lang durch den Süden der Dortmunder Innenstadt bis vor das Polizeipräsidium. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, die angemeldete Route über die Saarlandstraße und Hohe Straße durchzusetzen, da sich mehr als 200 Gegendemonstranten in diesem Bereich aufhielten, und musste die Demonstration der Neonazis schließlich über die Ruhrallee und zuletzt über Nebenstraßen zu ihrer Kundgebung am Polizeipräsidium leiten. Schon während der Versammlung kündigten die Nazis daraufhin an, am 24. und 31. Dezember 2010 sowie am 1. Januar 2011 Versammlungen durchzuführen, um die Polizei unter Druck zu setzen.

03.12.10 – Nach einer erfolgreichen Störaktion gegen einen pro NRW-Stand in der Innenstadt im Mai 2010, machten sich rund 100 AntifaschistInnen auf den Weg nach Dorstfeld. Dort angekommen stürmte der Neonazi Dietrich Surmann auf die DemonstrantInnen zu und warf eine halbvolle Flasche in deren Richtung. Getroffen wurde allerdings niemand, die Flasche zersplitterte auf der Straße. Der 27-Jährige versuchte daraufhin zu fliehen, konnte aber kurz darauf von der Polizei gestellt werden und musste sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Dortmund verantworten. Nachdem sich der Neonazi allerdings bereit erklärt hatte, 1500 Euro an die Landeskasse zu zahlen, verzichtete der Richter auf eine förmliche Verurteilung.

24.11.10 – Die mehrstündigen Hausdurchsuchungen am Mittwochabend in Wohn- und Geschäftrsäumen in Dorstfeld und Lütgendortmund richteten sich offenbar gezielt gegen den extrem rechten Internetversandhandel „resistore“ und den Betreiber, dem Dortmunder Führungskader, Dennis Giemsch. Grund für die Razzien soll eine indizierte CD mit volksverhetzenden und rassistischen Inhalten sein, die laut Aussage der Staatsanwaltschaft über den Neonazi-Versand vertrieben wurde. Das Ermittlungsverfahren sei auf einen Hinweisgeber aus Berlin zurückzuführen, der den Beamten den entscheidenden Tipp gegeben haben soll. Die Beamten haben zahlreiche Beweismittel – Rechner und Datenträger – sichergestellt, allein an der Rheinischen Straße sollen es fünf Computer gewesen sein. Einer der Rechner, die ansonsten verschlüsselt sein sollen, konnte wohl nicht mehr ausgestellt werden, sodass die Polizei nun Zugriff auf die Daten haben könnte, befürchten die Neonazis. Auch eine spätere Meldung von Giemsch konnte die Zweifel nicht aus dem wegräumen, sondern bestärkte noch die Befürchtungen der Szene.

21.11.10 – Die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck referiert im „Nationalen Zentrum“ über die „Zerstörung unserer Sprache und Kultur“.

17.11.10 – Im „Nationalen Zentrum“ findet eine Mobilisierungsveranstaltung für den „Trauermarsch“ in Remagen statt.

14.11.10 – Rund 40 Neonazis gedenken am so genannten Volkstrauertag den „gefallenen Helden“ der deutschen Wehrmacht beim Kriegerdenkmal am Hauptfriedhof.

09.11.10 – Das Gedenken an die Reichspogromnacht der jüdischen Gemeinde Dortmund wird in Dorstfeld von Neonazis durch zuvor platzierte klingelnde Wecker und Zwischenrufe gestört. Bereits im letzten Jahr kam es zu ähnlichen Aktionen seitens der Neonazis.

13.10.10 – Neonazis aus Hamm und Ahlen mobilisieren auf einer Veranstaltung zu rechten Versammlungen in ihren Heimatstädten. Die Vorträge fanden im „Nationalen Zentrum“ statt.

11.10.10 – Wolfram Nahrath, Rechtsanwalt und ehemaliger Bundesführer der verbotenen Wikingjugend, referiert im „Nationalen Zentrum“ über „die Lage der Nation“.

06.10.10 – Der Dortmunder Neonazi Markus Nikolaus wurde zu einer sechsmonatigen Haftstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt. Nikolaus hatte zusammen mit einem weiteren Neonazi am Rande einer antifaschistischen Demo im September letzten Jahres in Witten Opfer des Nationalsozialismus verunglimpft. Damals hatten die Zwei lautstark gelacht und sich lustig gemacht, als die VeranstalterInnen der Demo Namen von ZwangsarbeiterInnen vorlasen. Zum Verhängnis wurden dem 27-Jährigen seine auffälligen Tätowierungen, an denen ihn eine Zeugin wiedererkannte.

02.10.10 – Rund 30 Neonazis versammeln sich unter lautstarkem Protest zu einer Kundgebung am Dortmunder Nordmarkt. Das Motto der Veranstaltung lautet: „Todesstrafe für Kinderschänder“.

01.10.10 – Im „Nationalen Zentrum“ findet eine Mobilisierungsveranstaltung für den „Recht auf Zukunft“-Aufmarsch in Leipzig statt.

29.09.10 – Anlässlich der Haftentlassung des Mörders von Thomas Schulz, fand eine Demonstration zum „Nationalen Zentrum“ statt. Neonazis postierten sich im ersten Stock, schwenkten Reichsflaggen und filmten die TeilnehmerInnen der Antifa-Demo.

21.09.10 – Mehrere Neonazis halten vor dem Haus eines Sexualstraftäters in der Dortmunder Nordstadt eine Kundgebung ab und führen danach einen kleineren Aufzug durch die nördliche Innenstadt durch.

04.09.10 – Kurz vor dem Aufmarsch verbot die Polizei den Aufmarsch. Hintergrund war der Sprengstofffund bei einem Mitglied der rechten Szene aus Aachen, der auch Verbindungen nach Dortmund hatte. Die Neonazis klagten erfolgreich gegen den Verbotsbescheid. Doch wegen der kurzfristigen Entscheidung der Richter aus Karlsruhe ließ die Polizei anstelle einer Demonstration nur eine Kundgebung in der Nähe des Hafens zu. Insgesamt kamen etwas weniger als 1.000 Neonazis nach Dortmund zum „nationalen Antikriegstag“. Aber nicht alle schafften es zum zentralen Veranstaltungsort. Rund 450 Neonazis versammelten sich wie im letzten Jahr auch, auf einem Parkplatz in der Dortmunder Nordstadt. Zuvor versammelten sich rund 80-100 von ihnen und zogen von Dorstfeld zum Hafen. Weitere 500 Neonazis waren bei dem Versuch, unangemeldet durch den Osten der Stadt zu ziehen, von der Polizei gestoppt worden und erhielten einen Platzverweis für Dortmund. Die mit reichlich Verspätung begonnene Kundgebung schrumpfte im Verlauf beträchtlich. Während der langen Redebeiträge, die von den Darbietungen eines Nazi-Liedermachers unterbrochen wurden, verließen viele Rechte die Veranstaltung – am Ende waren nur noch 20-30 Nazis übrig. Diese wollten wohl um die Polizei zu ärgern, die angemeldete Dauer der Veranstaltung bis zu letzten Minute auskosten und verließen auch erst gegen 21 Uhr den Platz.

03.09.10 – Als musikalischer Auftakt zum „nationalen Antikriegstag“ fand ein RechtsRock-Konzert in bester Citylage gegenüber des Hauptbahnhofs statt. Es spielten die NSHC-Band „Libertin“ und der Liedermacher Jan-Peter Kersting. Zudem ist ein einem späteren Bericht von einer Band namens „Die bombastischen Drei“ die Rede. Insgesamt kamen rund 260 Neonazis zum Konzert. Die Polizei hatte das Gelände weiträumig abgesperrt. Trotzdem gab es zahlreichen Protest. Mehrere Sirenen, die am Kundgebungsort versteckt wurden, heulten über eien Stunde lang laut auf.

23.08. – 02.09.10 – Im Vorfeld des Aufmarsches zum „Nationalen Antikriegstages“ fanden wieder die von örtlichen Neonazis ausgerufenen „Aktionswochen statt“, in denen vermehrt Kundgebungen, Flugblattaktionen und kleinere Aufmärsche der Rechten in Dortmund stattfanden. Davon betroffene Stadtteile waren neben Dorstfeld und der Innenstadt u. a. Huckarde, Aplerbeck, Lütgendortmund und das Kreuzviertel.

09.08.10 – „Taxi Tom“, Initiator einer Aktion im Westpark, die sich gegen den geplanten Aufmarsch am 4. September richtet, wurde nachts mit einem Messer am Hals überfallen, ausgeraubt und mit äußerst eindeutigen Worten eingeschüchtert: „Wenn Du diese Aktion nicht beendest, machen wir Dich kalt!“. An dem Überfall waren zwei Neonazis beteiligt. Der Vorfall ereignete sich in Hörde.

31.07.10 – Laut eigenen Angaben veranstalteten Neonazis ein Seminar im „Nationalen Zentrum“ zum Thema „Computer- und Internetsicherheit“, an dem 26 Neonazis teilnahmen.

29.07.10 – Im Seminarraum des AStA der TU Dortmund fand ein Vortrag zur Dortmunder Neonaziszene und zum „Natioanlen Antikriegstag“ statt. Eine kleine Gruppe von bekannten Personen aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“ wollte den Ablauf der Veranstaltung stören. Sie versuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Vortrags durch Abfilmen und Drohgebärden einzuschüchtern. Diese Versuche wurden jedoch zügig durch die hinzu gerufene Polizei unterbunden. In letzter Zeit sind wiederholt Plakate und Aufkleber der Dortmunder Nazis am Campus aufgetaucht. Außerdem wurden in der Nacht vom 27. auf den 28.7.2010 Scheiben des AStA-Seminarraums, in dem die Veranstaltung des Forums stattfand, mit Steinen eingeworfen.

24.07.10 – Einige wenige Neonazis veranstalteten „in Gedenken“ an den 2008 verstorbenen FAP-Aktivisten Friedhelm Busse einen so genannten Gedenkmarsch. Einen Tag zuvor gab es eine Vortragsveranstaltung zu Busses neonazistischer Karriere.

08.07.10 – Unter dem Motto „Gegen Steuergeldverschwendung, Parteienfilz und Vetternwirtschaft“ versammelten sich circa 60 AnhängerInnen der so genannten „Autonomen NationalistInnen“ aus Dortmund und Umgebung. Die Stadt Dortmund hatte einige Tage zuvor bekannt gegeben, dass sie ein Haus an der Rheinischen Straße gekauft hat, dessen Gewerbefläche im Erdgeschoss die Dortmunder Neonazis seit ca. einem Jahr als ein „Nationales Zentrum“ nutzen.

23.06.10 – Eine kleine Gruppe Neonazis glorifizierte bei einer „Trauerveranstaltung“ einen erschossenen SA-Mann in Dorstfeld.

14.06.10 – Nazis nehmen Bildungsstätten ins Visier. Vor die Mensa werden Schnipsel, die zum Naziaufmarsch Anfang September aufrufen, geworfen und Aufkleber verklebt. An der Uni fand vom 11. – 14. Juni das „festival contre le racisme“ statt.

09.06.10 – Ein 23-jähriger Neonazi wird vor dem Dortmunder Amtsgericht wegen versuchter Körperverletzung und Nötigung angeklagt, weil er einen Kameramann des WDR in Dorstfeld attackiert hat. Es geschah, so lautet die Anklage, bei einer Solidaritätskundgebung für eine Dorstfelder Familie. Nahe der S-Bahnstation Dortmund-Dorstfeld hatten sich einige Nazis zu einer Gegendemo formiert. Sekunden später eskaliert die Situation: Der aus Brandenburg stammende junge Angeklagte soll dem Kameramann mehrmals mit Wucht gegen die Linse geschlagen haben.

21.05.10 – In Zusammenarbeit mit dem NPD Kreisverband Unna/Hamm veranstalten Dortmunder Neonazis einen „Liederabend“ mit dem rechten Balladen-Sänger Frank Rennicke.

14.05.10 – Heute kam es zu einem Naziangriff am Dortmunder Stadtgarten. Gegen 17.45h formierte sich dann ein herausfordernder Mob von rund 15-20 Nazis, der losstürmte, um eine Gruppe alternativer Jugendlicher anzugreifen, die sich zuvor in der Nähe der Nazis aufhielt. Dabei griffen die Nazis die Jugendlichen mit Flaschen an und traten auf am Boden liegende Personen ein. Anschließend wurden einige Personen von den rechten Schlägern noch durch die Innenstadt gejagt. Die Polizei konnte später einige der Angreifer stellen, welche sich in der Innenstadt verstreut hatten. Gegen 20 Uhr kam es zu einem weiteren Überfall, als zwei Neonazis ein junges Mädchen angriffen.

08.05.10 – Mehrere Rechte haben am Sonntag kurzfristig im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld WählerInnen behindert, ihr Wahllokal zu betreten. Nach Angaben der verantwortlichen Wahlleiter sollen sie dies in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. gegen 17.45 Uhr getan haben. Die Gruppe positionierte sich zwischen zwei aufgestellten Blumenkübeln, so dass für die WählerInnen lediglich ein schmaler Durchgang zum Wahllokal verblieb. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um acht junge Männer und eine Frau, die später von der Polizei in einem nahe gelegenen Restaurant angetroffen wurden. Entsprechende Strafanzeigen wegen des Verdachts der Wählernötigung wurden gefertigt. Zudem besteht der Verdacht, dass das Verhalten vor dem Wahllokal die Durchführung einer unangemeldeten Versammlung darstellt. Davor fand noch eine Veranstaltung mit einem Altnazi in dem Zentrum der Rechten statt.

30.04.10 – Neonazis marschierten heute nach einer kurzen Auftaktkundgebung vom Hauptbahnhof Richtung Dortsfeld. Der erst am Dienstag angemeldete Aufmarsch fand unter dem Motto „Arbeitsplätze und gerechte Löhne für alle Deutschen“ statt. Kurz nachdem die Anmeldung öffentlich wurde, mobilisierten die Neonazis verstärkt für ihren Aufmarsch, zu dem sich letztlich aber nur 80 von ihnen unterhalb der Freitreppen vor dem Dortmunder Hauptbahnhof versammelten. Klaus Schäfer (54), ein hoher städtischer Beamter, nahm an diesem Naziaufmarsch in Dortmund teil. Dabei begrüßte er einige Neonazis mit Handschlag und applaudierte bei den Redebeiträgen der Rechten. Das Motto der Neonazis hätte ihm zugesagt und er wolle „sich mal die Argumente anhören“, so Schäfer in einem Interview. Der Skandal weitete sich in der Folge aus und es wurden noch weitere Verflechtungen zwischen ihm und der lokalen Neonaziszene bekannt.

25.04.10 – Es findet eine weitere Saalveranstaltung statt. Referent ist der Altnazi Reinhold Leidenfrost.

24.04.10 – In Zusammenarbeit mit dem NPD Kreisverband Unna/Hamm veranstalten Dortmunder Nazis einen Vortrag mit dem rechten Publizisten und Verleger Pierre Krebs, welcher als einer der Theoretiker der Neuen Rechten gilt.

17.04.10 – Im Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße findet eine Mobilisierungsveranstaltung für die Neonaziaufmärsche am 1. Mai statt.

14.04.10 – Bei der Veranstaltung zur Gründung des „Forums gegen Rechtsextremismus“ tauchte anfänglich eine kleinere Gruppe Neonazis auf und versuchte den Verlauf der Veranstaltung zu stören.

05.04.10 – Als der Ostermarsch durch Dorstfeld führte, waren abermals Neonazis vor Ort und provozierten die DemonstrationsteilnehmerInnen.

01.04.10 – In der Nacht vom 31. März auf den 1. April wurden ca. 10 – 15 Nazis in der Nordstadt beobachtet, wie sie linke Aufkleber und Plakate entfernen und diese durch rechte Propaganda ersetzen.

31.03.10 – Neonazis benennen vereinzelt im Dortmunder Stadtgebiet mehrere Straßen und Bushaltestellen nach dem neonazistischen Mörder Sven Kahiln um. Dieser hatte am Ostermontag 2005, nach einem Wortgefecht, den Punker Thomas Schulz mit einem Messer niedergestochen.

19.03.10 – Während etwa 150 Menschen beim „Antifaschistischen Frühjahrsputz“ in Dorstfeld rechte Propaganda entfernten und diverse neonazistische Aufkleber überklebten, zeigten Neonazis an der Route immer wieder Präsenz und filmten die anwesenden AntifaschistInnen ab.

13.03.10 – Eine Gruppe von rund 30 Neonazis aus Dortmund und den umliegenden Städten verteilte anlässlich der Bombardierung Dortmunds im 2. Weltkrieg ab 18.50 Uhr Flugblätter an der Reinoldikirche. Die Polizei schritt ein und erstattete gegen die Verantwortlichen der Flugblattaktion Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsrecht. Nach etwa eine Stunde beendeten die Neonazis ihre Aktion und hielten laut eigenen Angaben im „Nationalen Zentrum“ noch eine Veranstaltung ab.

04.03.10 – Neonazis bespritzen die Beifahrertür einer antifaschistisch engagierten Familie aus Hacheney mit Buttersäure. Als eine Frau gegen 3 Uhr morgens den beißenden Gestank in ihrer Wohnung bemerkt, alarmiert sie noch in der Nacht die Polizei. Die Dortmunderin, die über Übelkeit klagt, wird mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

13.02.10 – Nach der Rückkehr von Europas größtem Naziaufmarsch in Dresden veranstaltete eine kleine Gruppe Neonazis ein „Heldengedenken“ in Dorstfeld und glorifizierte dabei einen SA-Mann.

05.02.10 – Neonazis führten im ehemaligen Naziladen an der Rheinischen Straße eine Rechtsschulung sowie eine Informationsveranstaltung über den Naziaufmarsch in Dresden durch.

04.02.10 – Rund 35 Neonazis aus Dortmund und umliegenden Städten störten den Verlauf eines Bürgerforums im Rathaus, bei dem Prof. Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld seine von der Stadt in Auftrag gegebene Studie über Rechtsextremismus in Dortmund vorstellte.

28.01.10 – Das Parteibüro der Linken in der Dortmunder Nordstadt wird mit Buttersäure bespritzt. Dies ist bereits der fünfte Anschlag auf das Wahlkreisbüro der Dortmunder Linke-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke.

26.01.10 – Erneut ist ein Neonazi wegen der gewalttätigen Ausschreitungen in Dortmund am 1. Mai 2009 verurteilt worden. Ein 22-Jähriger hatte auf dem Ostenhellweg/Ecke Stefanstraße einen Pflasterstein in eine Gruppe von Polizisten geworfen. Er hatte sich damals übrigens selbst die Hand gebrochen – ein Pflasterstein eines anderen Rechten hatte ihn getroffen. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu sechs Monaten auf Bewährung. Ein Video hatte ihn überführt.

22.01.10 – Der Holocaust-Leugner Dirk Zimmermann referierte im „Nationalen Zentrum“. Der Anhänger des Hitler-Fanatikers Horst Mahler hatte sich am 15. November 2007 selbst bei Gericht wegen Verbreitung Holocaust leugnenden Schriftguts von Germar Rudolf an Dritte angezeigt.

16.01.10 – Rund 40 Neonazis greifen am Hauptbahnhof Polizeibeamte mit Schlägen und Tritten an. Zuvor hatten diese auf der Heimreise von einem Aufmarsch in Magdeburg einen 17-Jährigen im Zug belästigt, beschimpft und bespuckt. Im Dortmunder Bahnhof bewarfen sie ihn mit einer Dose und verletzten ihn am Kopf. Als die Bundespolizei den 23-jährigen Dosenwerfer auf dem Bahnsteig festnahm, schlugen die anderen Neonazis zu. Die Polizei nahm drei Tatverdächtige fest. Den Schlägern drohen Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, Widerstand, versuchter Gefangenenbefreiung und gefährlicher Körperverletzung.

13.01.10 – Neonazis veranstalten im „Nationalen Zentrum“ an der Rheinischen Straße eine Mobilisierungsveranstaltung zum Naziaufmarsch in Magdeburg.

09.01.10 – Vier Neonazibands haben am Samstag auf einer RechtsRock-Feier in der Kleingartenanlage „Im Wiesengrund” unter der Schnettkerbrücke gespielt. Rund 150 Neonazis feierten hier ungestört von der Polizei, die das Treiben aus der Ferne beobachtete. Im Nachgang zum Konzert hat es in der Nacht zu Sonntag nahe des S-Bahnhofs Dorstfeld noch drei Festnahmen gegeben.

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