22.12.06 – Auf das Wohnhaus einer Anitfaschistin und eines Antifaschisten aus Dortmund wird in der Nacht ein Farbanschlag verübt und die Fassade beschmiert. Die „Anti-Antifa“ wünscht ein „Frohes Fest“. Wieder zeigt diese Tat die Unverschämtheit der Dortmunder Naziszene, die auf diese Weise versucht Andersdenkende einzuschüchtern.

07.12.06 – Im Prozess gegen die Mitglieder der Rechtsrockband „Weiße Wölfe“ in dem es um den Straftatbestand der Volksverhetzung ging, musste die Staatsanwaltschaft eine Niederlage hinnehmen, da es V-Männern des Staatsschutzes untersagt worden war in dem Prozess auszusagen. Sänger der Band „Weiße Wölfe“ ist Marco Gottschalk – er ist ebenso Frontmann der Rechtsrockband „Oidoxie“ aus Dortmund-Brechten.

19.11.06 – Am sog. „Heldengedenktag“ trafen sich nach eigenen Angaben ungefähr 35 Nationalsozialisten an einem bekannten Dortmunder Soldatendenkmal. Mit Fackeln, schwarz-weiss-roten Fahnen, Reden sowie nationalistisch-faschistischem Liedgut wurde toter Soldaten gedacht.

01.11.06 – 2.Tag der Verhandlung zur Räumung des Donnerschlags. Selbstbewusst behauptet der Mieter des Ladens: „Es gibt keine Räumung – der Laden besteht weiter.“ Motiviert wird er durch den Standpunkt des Richters: „…die Zivilkammer kann sich nicht an der Gesinnung eines Mieters orientieren…“ Es ist eine Frage der Zeit, wann die Betreiber erneut gegen geltendes Recht verstoßen und ihnen der Vermieter fristlos kündigen kann.

31.10.06 – Räumungsklage gegen den Donnerschlag. Am Dortmunder Landgericht wird die Räumungsklage gegen den mutmaßlichen Neonazitreff „Donnerschlag“ in der Dortmunder Innenstadt verhandelt. Der Besitzer hat den Mietern des Ladenlokals gekündigt, weil es seiner Meinung nach ein Treffpunkt von Rechtsradikalen ist. Einer Verantwortlichen in dem Szenetreff soll Mitglied der als rechtsextrem geltenden „Kameradschaft Dortmund/Witten“ gewesen sein.

22.10.06 – 8 Neonazis versuchen sich unter die DGB- Demo zu mischen und linke Demonstrationsteilnehmer (u.a. Mitglieder der SDAJ) abzulichten. Nach dem beherzten Eingreifen der linken Demoteilnehmer wurden die Nazis von der Polizei in Gewahrsam genommen.

21.10.06 – In der Brückstraße wird ein Antifaschist von einem Neonazi mit einer abgeschlagenen Bierflasche bedroht.

03.09.06 – Offenbar dieselben Täter wie am 1.9. schlugen in der Nacht erneut in Dorstfeld zu und raubten einem 18-Jährigem das Handy. Die Polizei betont, dass sie Delikt derzeit als „Allgemeine- Kriminalität“ einstuft, nicht als „politische Straftat“.

02.09.06 – Nazi-Aufmarsch unter dem Motto „Gegen imperialistische Kriegs-treiberei und Aggressionskriege. Für freie Völker in einer freien Welt.“ Ca. 250 Teilenehmer, Anmelder Dennis Giemsch, Christian Worch hatte eine 2. Aufmarsch angemeldet, der aber nicht stattfand.

01.09.06 – Eine Horde glatzköpfiger Täter, mit Springerstiefeln, hat am späten Freitagabend zwei 16-Jährige in Dorstfeld überfallen. Die Täter prügelten mit Baseballschlägern auf ihre Opfer ein. Diese wurden leicht verletzt.

14.06.06 – Hooligans liefern sich Straßenschlacht zum WM-Spiel Deutschland –Polen. Ca. 50 Neonazis (darunter auch regional bekannte Köpfe) trafen sich im Venker-Keller, um Unruhe zu stiften.

20.05.06 – Nazikundgebung unter dem Titel „ Schöner Leben mit Naziläden“, Anmelder Dennis Giemsch, ca. 80 Teilnehmer Reaktion auf die Demo vom Bündnis Dortmund gegen Rechts „Schöner Leben ohne Naziläden“

28.04.06 – Nazi-Angriff auf die alternative Kneipe Hirsch Q. Ca. 20 bis 30 vermummte und teilweise bewaffnete Neonazis griffen die Konzertbesucher an. Sie stürmten auf die Kneipe zu, warfen mit Pflastersteinen Scheiben ein, sprühten Tränengas in das Innere des Lokals, prügelten mit Schlagstöcken und traten mit Springerstiefeln auf Gäste ein. Mehrere Besucher der Kneipe wurden leicht verletzt, einer schwer. In der Nähe des Tatorts nahm die Polizei 18 Verdächtige fest und stellte Sturmhauben und einen Schlagstock sicher.

Wegen Landfriedensbruch, Nötigung und Sachbeschädigung verurteilt das Dortmunder Jugendschöffengericht Dietrich Surmann (22) und Dennis Giemsch (20). Surmann muss eine Geldstrafe von 2700 € bezahlen, Giemsch einen dreiwöchigen Dauer-Arrest absitzen. Beide hatten nach Ansicht des Gerichts im April 2005 gemeinsam mit „Kameraden“ mehrere Jugendliche angegriffen.

Der gegenüber dem Donnerschlag gelegene Tattoo- und Piercingladen wurde von Anke Salterberg, bei der Bundestagswahl 2005 Kandidatin der NPD in Gelsenkirchen, betrieben. Der Laden ist mittlerweile geschlossen-

Der Versuch von Björn Benjamin Thom, bei der Landtagswahl 2005 Kandidat der NPD in Gelsenkirchen, die Gasstätte Zum Treppchen neben dem Tattoo-Geschäft anzumieten scheiterte durch die Intervention der Bezirksvertretung Innenstadt- West.

04.02.06 – ca. 100 Nazis marschieren von Dortmund – Nordstadt bis zur Möllerbrücke unter dem Motto „ Nationale Souveränität erhalten -Deutschland raus aus der EU“.

03.02.06 – Naziaufmarsch unter dem Motto “Kapitalismus bekämpfen – Für einen sozialistischen Nationalismus“ in Dortmund – Aplerbeck, ca. 70 Teilnehmer

28.01.06 – Trotz zahlreicher Bemühungen wird der Nazi-Aufmarsch in Dortmund und in anderen deutschen Städten erlaubt durch das Bundes-verfassungsgericht. Einen Tag nach dem Holocaust-Gedenktag versammeln sich ca. 280 Nazis am Südbad unter dem Motto: „Gegen staatliche Repressionen – Weg mit dem §130 StGB“. Abseits der Veranstaltung greift ein organisierter Greiftrupp der Nazis mehrere Personen an, die sie für Antifaschisten halten, diese werden teilweise erheblich verletzt. Da die Naziroute blockiert wird, löst der Veranstalter den Marsch auf, daraufhin randalieren ca. 60 Neonazis auf der Rheinischen Straße.

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