Archiv der Kategorie 'Pressemitteilungen'

Pressemitteilung zu den Nazikundgebungen am 3. Oktober

Zur Dokumentation veröffentlichen wir an dieser Stelle eine Pressemitteilung, die von uns am Abend des 3. Oktober verschickt wurden ist. Eine weitere Pressemitteilung hat die Autonome Antifa 170 am 4. Oktober veröffentlicht, die hier zu lesen ist.

Pressemitteilung der Antifaschistischen Union Dortmund

Nach den noenazistischen Demonstrationen am 21. September in Dortmund, die ein bundesweites Medienecho auslösten, stellten Dortmunder Neonazis heute am 3. Oktober nun erneut ihre Gefährlichkeit und Gewaltaffinität unter Beweis.

Zwei Kundgebungen von Neonazis fanden am 3. Oktober in Dortmund statt. Die erste in der migrantisch geprägten Dortmunder Nordstadt, die zweite im Kreuzviertel. Bereits auf der ersten Kundgebung auf dem Nordmarkt provozierten Neonazis verbal anwesende Gegendemonstranten. Aufgrund von Verzögerungen, die dort durch den großen Gegenprotest entstanden, gelangten die Neonazis erst viel später als angekündigt zum Sonnenplatz, dem Ort der zweiten Kundgebung. Die vor den restlichen Versammlungsteilnehmern ankommenden Neonazis im Lautsprecherwagen, stiegen dort bereits bewaffnet mit einem Feuerlöscher und Glasflaschen, die schlagbereit gehalten wurden, aus dem Fahrzeug und bedrohten erneut anwesende Gegendemonstranten.[1]

Unter diesen Neonazis war auch Robin Schmiemann, der als Brieffreund der NSU-Terroristin Beate Zschäpe bekannt wurde. Schmiemann trug bei beiden Kundgebungen ein T-Shirt mit der Aufschrift ‚Combat 18‘.[2] Dies ist der Name eines weltweit agierenden rechtsterroristischen Netzwerkes, in dem auch Dortmunder Neonazis eine Rolle spielen. Combat 18 gilt als Teil des in Deutschland verbotenen militanten ‚Blood & Honour‘-Netzwerks. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich Combat 18 in einer Phase der Reorganisation befinden soll.

Nach dem Ende der Kundgebung am Sonnenplatz fuhr der Lautsprecherwagen mit voller Besatzung, darunter die stadtbekannten und vorbestraften Neonazis Siegfried ‚SS-Siggi‘ Borchardt, Matthias Drewer und Michael Brück (Ratsmitglied der Partei ‚Die Rechte‘), aus der Kundgebung heraus in Richtung der Gegendemonstranten – ohne Polizeibegleitung. Als sich das Fahrzeug den Gegendemonstranten näherte und aufgrund von einer Blockade nicht weiterfahren konnte, rissen die Neonazis die Türen auf und sprühten mit dem bereits zuvor gezeigten Feuerlöscher auf die umstehenden Personen und versuchten diese zusätzlich körperlich zu attackieren.[3] Alle Neonazis aus dem Fahrzeug – bis auf die bereits ältere Luise Wegstroth – wurden daraufhin vorrübergehend in Gewahrsam genommen.

Michael Laskowiak, Pressesprecher der Antifaschistischen Union Dortmund, erklärt dazu: „Nachdem Neonazis mit antisemitischen Parolen im September durch Dortmund gezogen sind, greifen Sie nun auch Personen direkt an.“ Es stellt sich allerdings die Frage, ob dieser Angriff nicht hätte verhindert werden konnte: „Es ist skandalös, dass Neonazis zu Beginn der Kundgebung unter den Augen von Polizeibeamtem mit Glasflaschen und Feuerlöscher Gegendemonstranten bedrohen können und später mit demselben Feuerlöscher zum Angriff übergehen können. Die Polizei hätte bereits aus der vorausgegangenen Drohung Konsequenzen ziehen müssen, dann wäre es eventuell nicht zu der späteren Tat gekommen“, kritisiert Laskowiak.

Die Antifaschistische Union erwartet daher einen selbstkritischen Umgang der Dortmunder Polizei mit dem Vorfall. „Die Polizei sollte für einen konsequenten und präventiven Umgang mit rechtsextremen Gewalttätern sorgen, erst recht nach den Ereignissen vom 21. September.“ Insgesamt hat der 3. Oktober offenbart, dass sich Dortmunder Neonazis offen zu ihren Verbindungen zum militanten Neonazi-Netzwerk ‚Combat 18′ bekennen und bei Bedarf auch selbst gewalttätig werden.

[1] https://twitter.com/rctoso/status/1047517189555802115
[2] https://twitter.com/Marcus__Arndt/status/1047492217416425473
[3] https://twitter.com/RN_Bandermann/status/1047540620431167488

Vorläufiges über den 1.Mai in Dortmund

Im Folgenden wollen wir euch eine mediale Zusammenfassung des 1.Mai in Dortmund bieten. Sicher wird es in den nächsten Tagen und Wochen zu detaillierteren Auswertungen kommen, welche wir dann gerne auch weiterverbreiten.

Twitter Zusammenfassung #blockado
WAZ: Blockierer verzögern Nazidemo durch Dortmund
Neonazidemo in Dortmund SPD will wegen Polizeiverhalten Petitionsausschluss einschalten
„Blockado – Gemeinsam gegen Nazis“ Pressemitteilungen
WAZ: Dortmunder Polizei ermittelt nach Demo gegen Neonazis (mit Video der Nazidemonstration)
Ruhrbarone: Kommentar zum 1.Mai
Liveticker Ruhrbarone
Liveticker Akduell
Video „Dortmund Finger“

PE: Rechtsrockkonzert in Rastatt (Baden-Württemberg)

Das für heute angekündigte Rechtsrockkonzert wurde nach Rastatt in Baden-Württemberg verlegt. Vermutlicher Veranstaltungsort ist das „Gasthaus Rössle“, das regelmäßig von Neonazis genutzt wird. Die Stadt Dortmund hatte gestern untersagt, das Konzert in einer Halle in Dortmund durchzuführen. Ein Widerspruch vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ist heute abgelehnt worden.

Kerstin Wiedemann, Sprecherin der „Antifaschistischen Union Dortmund“ dazu: „Die Dortmunder Nazis haben versagt. Der Auftakt ihres Kommunalwahlkampfes muss 400 Kilometer von Dortmund entfernt stattfinden. Das ist ein herber Rückschlag. Vermutlich werden viele Besucher den langen Weg nicht auf sich nehmen wollen.“

PE: Rechtrockkonzert zum Auftakt des Kommunalwahlkampfes muss in Hessen stattfinden

Der Dortmunder Kreisverband der Neonazipartei „Die Rechte“ ist mit dem Versuch, ein großes Rechtsrockkonzert zum Wahlkampfauftakt in Dortmund zu veranstalten, gescheitert. Die Partei schickt die potenziellen Besucher des Konzertes nun nach Hessen.

Nachdem die Stadt Dortmund gestern die Veranstaltung in einer Halle am Dortmunder Hafen aus baulichen Gründen untersagt hat, reichten die Neonazis beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Widerspruch ein. Damit sind sie gescheitert.

Kerstin Wiedemann, Pressesprecherin der Antifaschistischen Union Dortmund, erklärt dazu: „Nachdem zuletzt in Herne durch antifaschistische Recherche ein Rechtsrockkonzert der Partei ‚Die Rechte‘ verhindert wurde, muss diese nun ihren groß angekündigten Wahlkampfauftakt nach Hessen verschieben.“

Ein geeigneter Ausweichort konnte anscheindend nicht rechtzeitig aufgetrieben werden. Stattdessen müssen die Konzertbesucher jetzt eine mehrstündige Anfahrt in Kauf nehmen.

PM: Neonazis planen Rechtsrockkonzert

Neonazis planen Rechtsrockkonzert

Der Dortmunder Kreisverband der neonazistischen Partei „Die Rechte“ plant für den 16. November 2013 ein Rechtsrock-Konzert im Raum Dortmund und bewirbt dieses seit einiger Zeit in sozialen Netzwerken.

Das Konzert wird dabei als „Wahlkampfauftakt“ für die kommenden Kommunal- und Europawahlen deklariert. Zudem soll mit der Veranstaltung der 60. Geburtstag des stadtbekannten Neonazis und Hooligans Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt gefeiert werden. Borchardt fungiert als Vorsitzender des Dortmunder Kreisverbandes.

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Partei Die Rechte plant Nachfolgeveranstaltung zum sogenannten „nationalen Antikriegstag“ am morgigen Samstag

Pressemitteilung der Antifaschistischen Union Dortmund
vom 05. September 2013

Eine Woche nach der Demonstration gegen das Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ plant dessen inoffizielle Nachfolgeorganisation „Die Rechte“ eine Demonstration unter dem Motto: „1. Rechter Antikriegstag“. Anmelder der Demonstration ist Christian Worch, Vorsitzender der 2012 gegründeten Partei. Die Dortmunder Nazis und ihr Führer Christian Worch setzen also weiterhin auf Provokationen. Bei der Demonstration am vergangenen Samstag nahmen sie in Reden und durch ihr „25 Punkte“-Transparent unverhohlen Bezug auf die NSDAP. Nun folgt die nächste Provokation! Nachdem der sogenannte „Nationale Antikriegstag“ im letzten Jahr als maßgebliche Veranstaltung des „Nationalen Widerstands“ gerichtlich verboten wurde, versuchen es die Nazis jetzt im Mantel einer legalen Partei und mit nur minimal verändertem Veranstaltungstitel.

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PM: Naziaufmarsch am 31.08. in Dortmund

Naziaufmarsch am 31.08 in Dortmund

Die Neonazi-Partei “Die Rechte” will am 31.08. in Dortmund gegen das Verbot der Kameradschaft “Nationaler Widerstand Dortmund” (NWDO) demonstrieren. Antifaschistische Gruppen kündigen an, dem Naziaufmarsch entgegenzutreten.

Nach dem Verbot des NWDO im letzten August haben sich dessen ehemalige Mitglieder und Anhänger*innen in der Partei “Die Rechte” wieder zusammengefunden und versuchen, geschützt durch das Parteienprivileg, ihre menschenverachtende Hetze zu verbreiten. Anne Kling vom Presseteam der Autonomen Antifa 170 erklärt: „Mit ihrem Aufmarsch am 31.08. versuchen die Neonazis, an ihren traditionellen Aufmarsch Anfang September anzuschließen, dem sogenannten „Nationalen Antikriegstag“, der im vergangenen Jahr zusammen mit dem NWDO verboten wurde. Ende August soll der alljährliche Nazi-Aufmarsch mit unwesentlicher Veränderung des Datums unter neuem Motto fortgesetzt werden.“
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Worch-Partei als neues Sammelbecken für Neonazis in Dortmund?

Pressemitteilung des Dortmunder Antifa-Bündnisses
vom 14.09.2012

Wenige Wochen nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ durch den nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger taucht im Internet nun die Präsenz eines angeblichen Dortmunder Ablegers der Partei „Die Rechte“ auf.

Die Partei wurde im Mai dieses Jahres unter Federführung des bekannten Neonazis Christian Worch in Hamburg gegründet. Worch ist nicht nur eine seit den 1970er-Jahren aktive Führungsfigur der deutschen Neonaziszene, sondern auch für seine guten Kontakte nach Dortmund bekannt. Als rechtlicher Beistand führte er die Klage der Dortmunder Neonazis gegen das Verbot der „Antikriegstags“-Demonstration am 1. September. Auch zuvor trat Worch regelmäßig als Redner bei Demonstrationen und Kundgebungen in Dortmund auf.

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Rechte „Borussenfront“ feiert Jubiläum in Innenstadt-Diskothek

Pressemitteilung des Dortmunder Antifa-Bündnisses
vom 14.05.2012

Wie aus Neonazi-Szenekreisen bekannt wurde will die rechte Dortmunder Hooligangruppierung „Borussenfront“ am 16. Mai 2012 ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Brisanterweise soll dies nicht an irgendeinem abgelegenen Ort, sondern in einer Diskothek mitten in der Dortmunder Innenstadt stattfinden.

Die „Borussenfront“ war in den 1980er Jahren eine der bekanntesten Hooligangruppierungen. Ihre Mitglieder prügelten sich nicht nur an Spieltagen mit gegnerischen Fans, sondern gingen auch außerhalb des Stadions auf MigrantInnen los. Auch optisch bezog man deutlich Stellung: die Dortmunder Hooligans benutzten dabei auch immer wieder NS-Symbole wie Runenschrift oder den SS-Totenkopf, etwa auf ihren Zaunfahnen oder T-Shirts. Dass dabei nicht nur ein Wille zur Provokation, sondern auch eine durchaus ernstgemeinte politische Einstellung zum Ausdruck kam, lässt sich am besten an der Person Siegfried Roland Borchardt zeigen: „SS-Siggi“ war Mitbegründer der neonazistischen „Kameradschaft Dortmund“ und fungierte früher in der Dortmunder Neonaziszene als Anmelder von zahlreichen Aufmärschen. Er war lange Zeit einer der führenden Köpfe der „Borussenfront“, die ihrerseits wiederum bis in die 90er Jahre hinein das Sagen auf der Dortmunder Südtribüne hatte. Doch spätestens seit ihrer großen “Jubiläumsfeier” zum 20-jährigen Bestehen war es merklich still um die Truppe geworden. Nachdem Ostern 2002 die Feier in Dortmund untersagt wurde, verlegte man die Veranstaltung auf einen Acker bei Kirtorf (Hessen) und reiste spontan mit den 150 Gästen zu dem Konzert der extrem rechten Bremer Band “Kategorie C”. Dort feierte man sich dann schließlich mit bis zu 600 Personen unter der Parole “SS, SA, Borussia” selbst.

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Naziübergriff auf „Hirsch-Q“ nach BVB-Spiel

Pressemitteilung des Dortmunder Antifa-Bündnisses
vom 23.04.2012

BildIn der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es vor der Kneipe „Hirsch-Q“ in der Dortmunder Innenstadt zu einem Übergriff mehrerer Neonazis und rechter Fußballfans auf Kneipengäste.

Bereits um ca. 23 Uhr baute sich vor der Kneipe in der Brückstraße eine etwa zehnköpfige Personengruppe auf, die auf Höhe der Straße Helle befindliche Kneipengäste anpöbelte und mit rufen wie „SS, SA, Borussia“ und „Scheiß Antifa“ ihre rechte Gesinnung zeigten. Einige der beteiligten Personen fielen auch durch das Tragen von Kleidung der von Neonazis vertriebenen Kleidungsmarke „Thor Steinar“, sowie Fanbekleidung der rechten Hooligan-Band „Kategorie C“ auf. Die Personengruppe legte sich an einer in der Helle befindlichen Baustelle Flaschen und Baustellenutensilien als Wurfgeschosse bereit, verschwand jedoch nach dem Eintreffen der verständigten Polizei.

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