Archiv der Kategorie 'Neonazis und extreme Rechte'

10 years later… 28.03.2015

antifa-demo-dortmund Nächstes Jahr am Samstag, dem 28.03.2015, ist der 10. Todestag von von Thomas „Schmuddel“ Schulz. 2005 wurde der Punk in der Dortmunder Innenstadt von dem Neonazi Sven Kahlin ermordet. Sven Kahlin erstach Thomas Schulz, nachdem dieser rechte Parolen nicht unkommentiert ließ. Seitdem finden jährlich durch AntifaschistInnen organisierte Gedenkdemonstrationen gegen rechte Gewalt statt. Dieses Jahr zogen in diesem Rahmen über 500 Menschen nach Dorstfeld, dem Stadtteil, den die Nazis seit Jahren für sich beanspruchen wollen.

Sichtlich überfordert mit der Situation, versuchten die Nazis die DemoteilnehmerInnen durch Fotografieren zu provozieren, was aber nichts daran änderte, dass die Demonstration ungehindert durch Dorstfeld laufen konnte, um auf die dortigen rechten Strukturen hinzuweisen und an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern.

Da getroffene Hunde bekanntlich bellen, haben Nazis der Partei „Die Rechte“ Dortmund nun eine Demonstration von ihrer aktuell nicht nutzbaren Parteizentrale in Huckarde nach Dorstfeld angemeldet. Dort soll zusätzlich ein RechtsRock-Konzert stattfinden, für welches der Hamburger Parteigründer von „Die Rechte“, Christian Worch, verantwortlich zeigt. Ob es den Nazis damit gelingen wird zu verhindern, dass wieder mehrere Hundert bis 1000 AntifaschistInnen in Dorstfeld demonstrieren, ist jedoch fraglich. Vielmehr scheint dies ein Versuch zu sein, der eigenen Szene wieder mal etwas zu „bieten“ und gleichzeitig die Opfer rechter Gewalt zu verhöhnen.

Vonseiten Dortmunder AntifaschistInnen ist bereits seit längerem klar, dass der Tag eine große Rolle spielen wird. Die Vorbereitungen für ein würdiges Erinnern, auch mit der Möglichkeit, effektiv gegen die Dortmunder Nazistrukturen vorzugehen, laufen bereits. Die offizielle Mobilisierung wird Anfang Januar starten.

10 years later… Kein Vergeben – Kein Vergessen. Rechte Strukturen zerschlagen!

28.03.2015 | Dortmund | Antifa-Action | #nonazsido

Anti-israelische Demonstration in Dortmund

Für eine größere Ansicht der Bilder: Rechtsklick und „Grafik anzeigen“

Palästina_Demo_1Es ist mal wieder so weit: Seit Israels militärischem Gegenschlag als Antwort auf die Ermordung dreier israelischer Jugendlicher und hunderten Raketenabschüssen auf die israelische Zivilbevölkerung durch die Hamas häufen sich auch im Ruhrgebiet die Anmeldungen Anti-israelischer Demonstrationen. In Dortmund zogen am Samstagnachmittag ca. 1500 Menschen, darunter Aktivisten aus der Friedensbewegung, durch die Innenstadt und demonstrierten gegen Israel. Dass es dabei nicht um den Wunsch nach Frieden im Nahen Osten ging, sondern einzig und allein darum, den israelischen Staat zu denunzieren, zeigten Plakate mit Aufschriften wie „Stop Juden“, „Stoppt den Holocaust in Israel“ oder durchgestrichenen Davidsternen, welche die DemonstrantInnen bei sich trugen.

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Vortrag am 24.06. : Zwei Jahre NSU

In Kooperation mit der Grünen Jugend Dortmund, der Mobilen Beratung Arnsberg, dem “Nordpol” sowie dem EU-Projekt “Jugend in Aktion” organisieren wir am 24. Juni 2014 eine Vortragsveranstaltung mit der unabhängigen Beobachtungsstelle “NSU Watch”:

NSU-Flyer-2014
Flyer

Zwei Jahre NSU

Seit gut einem Jahr läuft vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer aus der Neonazi-Szene, denen die Beteiligung an den Mordtaten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) vorgeworfen wird. Der NSU hat die größte rechtsterroristische Mordserie in der Geschichte der Bundesrepublik begangen. (mehr…)

Neonazi Timo E. verurteilt

Am 18. Dezember wurde der Dortmunder Neonazi Timo E. vor dem Amtsgericht Dortmund wegen Beleidigung für schuldig gesprochen. Er soll einen dreiseitigen Aufsatz über die antisemitische Hetzschrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“ schreiben und diesem den Richter erläutern.

Das Gericht sah es am vergangenen Mittwoch als erwiesen an, dass er im November 2011 in Bochum-Langendreer eine Frau aus der linken Szene als „Antifa- und Judenschlampe“ titulierte. Zudem soll er das Haus der Aktivistin anschließend mit Eiern beworfen haben. Der zu schreibende Aufsatz soll binnen eines Monats dem Richter vorliegen und von E. zufriedenstellend erläutert werden. Andernfalls droht ihm ein Monat Jugendarrest. Zuletzt war er nach dem Rufen von Nazi-Parolen im Jahr 2011 zu einem sozialen Trainingskurs verurteilt worden. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft soll zudem schon die nächste Anklage gegen den Jung-Nazi vorbereitet haben.

Antifa-Café am 23.12.

Das Dortmunder Antifa-Café findet am kommenden Montag, dem 23.12., zum zweiten Mal statt. Im Anschluss an die Proteste gegen die Nazi-Kundgebung erwarten euch in den warmen Räumlichkeiten des Nordpol Glühwein, Punsch und ein Überraschungsfilm.

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Gemeint sind wir alle! Gegen die Nazikundgebungen am 23.12.

Am 23.12. wollen sich die Dortmunder Neonazis der Partei »Die Rechte« erneut als Wanderzirkus versuchen und dabei die Aktionsformen des verbotenen “NWDO” wieder aufgreifen: Einen Tag vor Heiligabend soll es “direkt vor die Haustür” gehen, um engagierte Politiker_innen in ihrem Wohnumfeld einzuschüchtern. Die Dortmunder Neonazi-Szene zeichnete sich schon immer durch ein aggressives Vorgehen gegen “politische” Gegner aus, was unter anderem zum Verbot des “NWDO” führte. Die Liste ist lang: Auf Häuserwände gesprühte Mordaufrufe, Angriffe auf Parteibüros und Vereinshäuser, Beschädigungen von Autos, verbale sowie körperliche Angriffe auf Antifaschist_innen aller Couleur, was unter anderem zur Vertreibung einer Familie aus Dortsfeld führte.

Antifaschistische Kundgebung um 15 Uhr an der Tewaagstraße Ecke Karl-Liebknecht-Straße

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Antifa-Spaziergang in Lütgendortmund

Am gestrigen Sonntag, dem 8. Dezemver, versammelten sich mehrere AntifaschistInnen aus Dortmund, um gemeinsam im Stadtteil Lütgendortmund einen Antifa-Spaziergang zu machen.

Das im Westen gelegene Lütgendortmund – an der Grenze zu Bochum – wird immer mal wieder Ziel neonazistischer Propaganda-Aktionen. In letzter Zeit kam es dort auch zu Pöbeleien und Übergriffen auf Jugendliche durch Neonazis. Letztere rekrutieren sich in Lütgendortmund größtenteils aus „aktionsorientierten“ Fußballfans des BVB. Auch der führende Kopf der Dortmunder Neonazis-Szene, Dennis Giemsch, wohnte 2012 noch mit Frau und Kind in diesem Stadtteil, bis er mit einem antifaschistischen Hausbesuch geoutet wurde, woraufhin seine Familie wenig später die Umzugskartons packen musste.

Bereits vergangenes Jahr fand in Lütgendortmund eine Antifa-Demo gegen Rassismus und ein geplantes Neonazi-Konzert statt. Damals zogen ca. 300 AnitfaschistInnen von Bochum-Langendreer nach Lütgendortmund. An diesen Erfolg wollten wir anknüpfen. Während des Spaziergangs konnten zahlreiche Neonazi-Aufkleber entfernt und durch antifaschistische Sticker ersetzt werden. Neonazis oder rechte Fußballfans wurden während der Aktion nicht gesichtet bzw. haben sich nicht blicken lassen.

Nach dem Verbot des “NWDO” und der Neugründung der Partei “Die Rechte” scheint die Neonaziszene in Dortmund momentan etwas geschwächt. Mobilisiert werden kann lediglich “nur noch” der harte militante Kern. Dies sollte für uns Grund genug sein, den Dortmunder Neonazis nun auch in den weiter draußen gelegenen Stadtteilen wenigstens temporär ihre Gebietsansprüche streitig zu machen.

Nazi-Kundgebung in der Dortmunder Nordstadt

Am heutigen Donnerstagabend wollen die Nazis der Partei „Die Rechte“ aka „NWDO“ in der Nordstadt auflaufen, um gegen einen Sexualstraftäter zu hetzen. Die GenossInnen der „Autonomen Antifa 170″ haben dazu einen Kurzaufruf verfasst, der die Strategie und Ideologie der Nazis in diesem Zusammenhang analysiert. Darüber hinaus ruft das Bündnis „Dortmund Nazifrei“ zu aktivem Protest an der Nazi-Kundgebung auf. Dem schließen wir uns gerne an! Bringt „Krachmacher“-Utensilien! Die Nazis werden aller Wahrscheinlichkeit nach über den Dortmunder Hauptbahnhof oder die U-Bahn-Station Leopoldstraße anreisen.

5. Dezember | 19 Uhr | Michaelisplatz/Westerbleichstraße

Michael Brück an der Ruhr-Uni geoutet

Seit dem aktuellen Wintersemester studiert der Dortmunder Neonazi Michael Brück Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Anfang der Woche wurden zunächst Flyer auf dem Uni-Gelände verteilt und Plakate mit seinem Konterfeit angebracht. Zusätzlich wurde der 23-Jährige während einer Vorlesung von etwa 20 verkleideten AktivistInnen geoutet, die auch einen Redebeitrag halten wollten. Dieser konnte allerdings nicht bis zum Ende vorgelesen werden, da der Dozent – wie das Video eines Zeugen zeigt – handgreiflich gegen einen Aktivisten wurde, woraufhin sich ein Tumult entwickelte, in dessen Verlauf fünf Personen leichte Verletzungen davontrugen. Die AktivistInnen verließen daraufhin den Hörsaal. Laut Polizeipresse konnten im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen vier Tatverdächtige im Bereich des Hauptbahnhofs angetroffen werden. Ermittelt werde jetzt wegen Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Nötigung.

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Anklage gegen Dennis Giemsch

Der WDR berichtet:

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Dortmunder Rechtsextremisten Dennis Giemsch erhoben. Er ist Landesvorsitzender der Neonazi-Partei ‚Die Rechte‘ in Nordrhein-Westfalen. Giemsch wird unter anderem Volksverhetzung, öffentliches Auffordern zu Straftaten und Beleidigung vorgeworfen. Giemsch hatte laut Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft jahrelang die Internetseite der rechtsextremen Gruppierung Nationaler Widerstand Berlin betrieben. Unter anderem gab es dort auch eine ‚Feindesliste‘, auf der mehr als 100 Politiker, Antifaschisten und Journalisten aufgelistet wurden. Die Fahnder wurden von US-Behörden unterstützt. Dort stand der Server der Internetseite, die mittlerweile abgeschaltet wurde.“