Archiv der Kategorie 'Aktionen und Berichte'

Antifa-Spaziergang in Lütgendortmund

Am gestrigen Sonntag, dem 8. Dezemver, versammelten sich mehrere AntifaschistInnen aus Dortmund, um gemeinsam im Stadtteil Lütgendortmund einen Antifa-Spaziergang zu machen.

Das im Westen gelegene Lütgendortmund – an der Grenze zu Bochum – wird immer mal wieder Ziel neonazistischer Propaganda-Aktionen. In letzter Zeit kam es dort auch zu Pöbeleien und Übergriffen auf Jugendliche durch Neonazis. Letztere rekrutieren sich in Lütgendortmund größtenteils aus „aktionsorientierten“ Fußballfans des BVB. Auch der führende Kopf der Dortmunder Neonazis-Szene, Dennis Giemsch, wohnte 2012 noch mit Frau und Kind in diesem Stadtteil, bis er mit einem antifaschistischen Hausbesuch geoutet wurde, woraufhin seine Familie wenig später die Umzugskartons packen musste.

Bereits vergangenes Jahr fand in Lütgendortmund eine Antifa-Demo gegen Rassismus und ein geplantes Neonazi-Konzert statt. Damals zogen ca. 300 AnitfaschistInnen von Bochum-Langendreer nach Lütgendortmund. An diesen Erfolg wollten wir anknüpfen. Während des Spaziergangs konnten zahlreiche Neonazi-Aufkleber entfernt und durch antifaschistische Sticker ersetzt werden. Neonazis oder rechte Fußballfans wurden während der Aktion nicht gesichtet bzw. haben sich nicht blicken lassen.

Nach dem Verbot des “NWDO” und der Neugründung der Partei “Die Rechte” scheint die Neonaziszene in Dortmund momentan etwas geschwächt. Mobilisiert werden kann lediglich “nur noch” der harte militante Kern. Dies sollte für uns Grund genug sein, den Dortmunder Neonazis nun auch in den weiter draußen gelegenen Stadtteilen wenigstens temporär ihre Gebietsansprüche streitig zu machen.

Michael Brück an der Ruhr-Uni geoutet

Seit dem aktuellen Wintersemester studiert der Dortmunder Neonazi Michael Brück Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Anfang der Woche wurden zunächst Flyer auf dem Uni-Gelände verteilt und Plakate mit seinem Konterfeit angebracht. Zusätzlich wurde der 23-Jährige während einer Vorlesung von etwa 20 verkleideten AktivistInnen geoutet, die auch einen Redebeitrag halten wollten. Dieser konnte allerdings nicht bis zum Ende vorgelesen werden, da der Dozent – wie das Video eines Zeugen zeigt – handgreiflich gegen einen Aktivisten wurde, woraufhin sich ein Tumult entwickelte, in dessen Verlauf fünf Personen leichte Verletzungen davontrugen. Die AktivistInnen verließen daraufhin den Hörsaal. Laut Polizeipresse konnten im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen vier Tatverdächtige im Bereich des Hauptbahnhofs angetroffen werden. Ermittelt werde jetzt wegen Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Nötigung.

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Neues Antifa-Café in Dortmund

Ab Ende November wird endlich wieder ein monatliches Antifa-Café in Dortmund stattfinden. Dort werden regelmäßig Vorträge zu linken Themen gehalten und ihr habt die Möglichkeit, mit Dortmunder Antifas in Kontakt ins Gespräch zu kommen. Als Veranstaltungsort wurde der schicke neue Nordpol auserkoren. Das erste Café wird am 25. November ab 18:30 Uhr beginnen. Wir freuen uns euch dort zu sehen!

Es folgt der Ankündigungstext der Organisatoren:

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„Wahlkampfauftakt“ mit Abstrichen – Rechtsrock-Konzert mit 150 Besuchern fand weit außerhalb Dortmunds statt

Es sollte der “eindrucksvolle Auftakt des Dortmunder Kommunalwahlkampfes” werden. Der Dortmunder Kreisverband der Neonazipartei „Die Rechte“ lud am 16. November zu einem Rechtsrock-Konzert mit vier bekannten Bands der Neonaziszene. Zugleich sollte der 60. Geburtstag des Neonazi-Hooligans Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt gefeiert werden. Am Vorabend untersagte die Stadt Dortmund jedoch die Nutzung der von den Neonazis angemieteten Halle aus baurechtlichen Gründen. Die Veranstaltung musste in das „Gasthaus zum Rössle“ im baden-württembergischen Söllingen verlegt werden.

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Refugees Welcome! Erfolgreiche Kundgebung in Hacheney

Etwa 40 Menschen kamen heute zur Kundgebung vor der Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Dortmund-Hacheney. Unter dem Motto „Refugees Welcome“ wurde Kuchen und Waffeln an die Flüchtlinge und Anwohner_innen verteilt. Während sich an vielen Orten die rassistische Hetze gegen Flüchtlinge zuspitzt, ging es darum, ein Zeichen der Solidarität zu setzen und mit den Flüchtlingen, aber auch den Anwohner_innen ins Gespräch zu kommen.

Die Flüchtlinge waren vor allem über die klare Wilkommensbotschaft sowie die Waffeln und den Kuchen erfreut. Nahezu alle der in Hacheney ankommenden werden innerhalb von Tagen, teilweise noch am selben Tag, auf Unterkünfte in ganz Deutschland verteilt.
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Antifas outen Nazi in der Nordstadt

Laut einem indymedia-Bericht wurde vor wenigen Tagen der Neonazi David J. in der Dortmunder Nordstadt in seiner Nachbarschaft rund um den Nordmarkt geoutet.

Die Gruppe Antifa Gençlik Nordstadt, die für die Aktion verantwortlich zeichnet, erklärt dazu: „Diese Aktion war längst fällig, da David in letzter Zeit zusammen mit seinen Freunden wiederholt negativ aufgefallen war. Durch diverse rassistische und nationalistische Propaganda-Aktionen schrie er förmlich nach Aufmerksamkeit. Diese wird dem jungen Neonazi aus der Dortmunder Nordstadt, der bisher nicht fest in Kameradschaftsstrukturen organisiert ist, nun zu Teil.

Antifa veröffentlicht Outing-Broschüre

Die Gruppe Antifa-Recherche Dortmund veröffentlichte heute auf indymedia eine mit „Know Your Enemy“ betitelte Outing-Broschüre, in der mehr als 40 Dortmunder Neonazis mit Porträt-Fotos dargestellt werden. Bei der Auswahl hat die Gruppe einen Streifzug durch das gesamte Spektrum der extrem rechten Gruppierungen gemacht: Nationaler Widerstand Dortmund aka Die Rechte Dortmund, Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld und NPD Dortmund.

Die Gruppe begründet die Veröffentlichung mit der Notwendigkeit eines antifaschistischen Selbstschutzes: „Unser Anliegen ist es, die Gesichter der aktiven Dortmunder Neonazis, welche immer wieder durch Gewalttaten, Teilnahme an Aufmärschen und Kundgebungen oder beim Fußball auffallen, bekannter zu machen. Dies soll Antifaschist_innen unter anderem bei rechten Übergriffen helfen, insbesondere bei der namentlichen Identifizierung der Täter_innen im Zuge der justiziellen Aufarbeitung. Außerdem verdeutlicht die Veröffentlichung der Broschüre den Neonazis, dass mehr von ihnen im Visier antifaschistischer Arbeit sind, als bisher geoutet wurden.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden.

Know Your Enemy – Rechte Strukturen offenlegen und zerschlagen!

Nazi-Aktivistin Anna-Luise W. mit gefälschtem städtischen Brief geoutet

Laut einem Artikel auf linksunten.indymedia.org haben Unbekannte in den vergangenen Tagen eine 79-jährige Nazi-Aktivistin in ihrer Nachbarschaft geoutet. Brisant an der Aktion ist, dass die AktivistInnen zu diesem Zweck offenbar ein amtliches Schreiben der Stadt Dortmund in Form und Sprachduktus nachahmten. Die Stadt hat laut einer Meldung vom 23. April Anzeige gegen Unbekannt wegen Amtsanmaßung gestellt.

In dem verteilten Brief heißt es über die 79-Jährige : „Frau [W.] ist trotz ihres hohen Alters eine aktive Rechtsextremistin. Sie pflegt intensive Kontakte zu den gewaltbereiten Neonazis der im August 2012 vom Innenministerium verbotenen Kameradschaft “Nationaler Widerstand Dortmund”. Sie nimmt in regelmäßigen Abständen an deren Treffen und Veranstaltungen teil und besuchte wiederholt Demonstrationen der rechtsextremen Szene. Zuletzt nahm sie am 30.03.2013 unter anderem mit Dennis Giemsch und Siegfried Borchardt, zwei führenden Rechtsextremisten, an mehreren Kundgebungen der neofaschistischen Partei “Die Rechte” teil.

W. war besonders in den letzten Monaten des Öfteren auf Neonaziaufmärschen gesichtet worden, meistens inmitten der Dortmunder „Autonomen Nationalisten“. Die rechte Szene untermauert das enge Verhältnis durch Betroffenheitsartikel und Sympathie-Bekundungen. So kommentiert der NPD-Kreisverband Unna/Hamm: „Wir sind stolz darauf diese tapfere, engagierte Frau in unseren Reihen zu haben. Während die meisten Deutschen nur jammernd kriechen, kuschen und lamentieren, setzt sie sich ein. Diese mutige Frau ist uns Jüngeren ein Vorbild.

Essener Unternehmen „Frank Killat Bau u. Fliesen GmbH“ und die Verflechtungen mit der militanten Neonaziszene

Nachfolgend dokumentieren wir einen auf indymedia gefundenen Artikel: Die „Frank Killat Bau u. Fliesen GmbH“ ist ein Sanitärunternehmen aus Essen-Altenessen, dessen Einsatzgebiet sich nach Eigenangaben auf 50km rund um Essen erstreckt. Das familiengeführte Unternehmen ist recht erfolgreich, was nicht zuletzt an den gehobenen Mittelklassewagen der Inhaberfamilie (Mercedes und BMW) deutlich wird und auch an dem großen Fuhrpark mehrerer Transporter und Anhänger ersichtlich ist, die regelmäßig unbewacht in der Hövelstraße und seit einiger Zeit auch in Dortmund-Dorstfeld parken.

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Pressemitteilung der Antifa Essen Z:
Essener Familienunternehmen unterstützt Neonazis

Demo 30.03.: Redebeiträge als Reader

Die Demonstration gegen rechte Gewalt liegt nun einige Tage zurück. In diesem Jahr haben wir viele Nachfragen wegen der auf der Demo gehaltenen Redebeiträge bekommen. An dieser Stelle freuen wir uns, euch einen kleinen Reader mit den Redebeiträgen präsentieren zu können.

Den Reader könnt ihr als .pdf hier herunterladen.

In den einzelnen Reden geht es um:

  • Die Rolle der Stadt Dortmund und ihre spezielle Form der Extremismustheorie.
  • Der zweite Beitrag thematisiert die “Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld”.
  • Drei Redebeiträge setzen sich mit Straßennamen und ihren historischen Erinnerungsinhalten auseinander.
  • Die beiden letzten Reden setzen sich mit dem “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) auseinander. Ein Beitrag thematisiert dem NSU-Mord in Dortmund, der andere übt eine (Selbst-)Kritik an der linken Szene im Zusammenhang mit dem NSU.

Wir freuen uns über konstruktive Kritik und eine kritische Auseindersetzung mit den Redebeiträgen. Viel Spaß beim Lesen!