Archiv der Kategorie 'Aktionen und Berichte'

Audio-Mitschnitt „Kein 10. Opfer!“?

Am 17. Januar 2012 veranstaltete das Dortmunder Antifa-Bündnis zusammen mit dem Forum gegen Rassismus einen Vortrag zum Thema Nationalsozialistischer Untergrund, Rechtsterrorismus und zur Rolle des Staates. Dazu referierten AktivistInnen des apabiz vor rund 70 Interessierten aus Dortmund und Umgebung im Dietrich Keuning-Haus.

Wer es nicht geschafft hat zum Vortrag zu kommen, hat nun dank des Antifa Medienzentrum Dortmund die Möglichkeit, sich den Vortrag via Freie-Radios im Netz anzuhören bzw. zu downloaden. Den Podcast findet ihr hier.

Campusradio eldoradio* zur Naziszene

In den vergangenen Tagen sendete das Dortmunder Campusradio eldoradio* mehrere Beiträge zum Thema extreme Rechte in Dortmund. Auch lokale AntifaschistInnen wurden in diesem Zusammenhang interviewt. Nachfolgend findet ihr hier die einzelnen Podcasts, jeweils mit der offiziellen Beschreibung.

Berichterstattung über Rechtsextremismus (26.01.2012)
[] (3.3 MB / 2:24 min)

Seit Wochen schon wird über die Zwickauer Terrorzelle berichtet, die für eine Mordeserie in Deutschland verantwortlich sein soll. Wie aber ist die Berichterstattung zum Thema Rechtsextremismus zu bewerten? Ein Kommentar.

Neonazis unter BVB-Fans? (25.1.2012)
[] (4.2 MB / 3:6 min)

Dortmund gilt als Zentrum der westdeutschen Neonazi-Szene. Für eldoradio* ist das ein Grund, die Dortmunder Zustände in verschiedenen Beiträgen mal genauer zu durchleuchten. Wie sieht es beispielsweise aus im Umfeld des BVB? Stehen die Nazis auch auf der Südtribüne?

Die Rechte Szene in Dortmund (24.1.2012)
[] (5.5 MB / 4:0 min)

Springerstiefel, Glatze, Bomberjacke – ganz klar: ein Neonazi. Er ist aggressiv, gewaltbereit und dumm, so das Klischee. Doch das stimmt längst nicht mehr: Die modernen Neonazis lassen sich nicht mehr leicht erkennen, ihre Anführer sind gut ausgebildet. Sie sitzen in der U-Bahn, stehen an der Supermarkt-Kasse vor uns und schlendern über den Campus. Dortmund ist die westliche Hochburg für Neonazis. Im zweiten Teil unserer Rechtsextremismus-Serie erfahrt ihr, wie viele Neonazis in Dortmund leben und was die rechte Szene hier ausmacht.

Opfer rechter Gewalt (23.1.2012)
[] (4.4 MB / 3:13 min)

Spätestens seit der Zwickauer Terrorzelle wird der Rechtsextremismus fast jeden Tag in den Nachrichten thematisiert. Aber oft gibt es auch Angriffe von rechtsextremistischen Gruppen, die es nicht in die Schlagzeilen schaffen und unbemerkt bleiben. Eine Ausstellung in der Petri-Kirche in Dortmund macht jetzt genau auf die

Offener Brief des Dortmunder Antifa-Bündnisses anlässlich des staatsfinanzierten Projektes „Dortmund den Dortmundern“

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser offene Brief richtet sich an die Verantwortlichen und Kooperationspartner_innen des Projektes „Dortmund den Dortmundern“.

Wie auch der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu entnehmen ist, soll in Dortmund ein mit Bundesmitteln gefördertes Projekt stattfinden, das sich den gleichberechtigten Dialog mit Protagonist_innen der Dortmunder Neonaziszene zum Ziel gesetzt hat.

Kreativworkshop mit Neonazi-Schlägern
Zu diesem Zweck möchte die multilateral academy ggmbh aus Dortmund, die als Trägerin für dieses Projekts verantwortlich zeichnet, 30 Neonazis – Kader wie Mitläufer – gegen 30 „demokratisch orientierte Jugendliche“ antreten lassen, um offen und fair über die Frage zu diskutieren, wem die Stadt Dortmund gehört und wie sich die Zukunftswünsche der Beteiligten für eben diese darstellen. Im Verlauf des Projekts sollen beide Gruppen ihre Sichtweise in künstlerischen Workshops verarbeiten. Ziel ist eine Gegenüberstellung der politischen Konzepte, so dass die nicht-rechten Jugendlichen in der konfrontativen Auseinandersetzung mit den Neonazis in ihrem demokratischen Weltbild gestärkt werden.

(mehr…)

Anschlag auf Ordnungsamt-Nord

Wie einem Bericht auf linksunten.indymedia.org zu entnehmen ist, wurde in der Silvesternacht das Büro des Ordnungsamts in der nördlichen Innenstadt attackiert. Die Nordstadtkids, die für die Aktion verantwortlich zeichnen, begründen ihre Aktion wie folgt: „Das Ordnungsamt als Teil der Taskforce Nordstadt hat neben der Polizei eine zentrale Position in der Umsetzung der repressiven Politik gegen die sozial benachteiligten Bewohner unseres Viertels. Die Hetze, die Ullrich Sierau (der Mann mit dem Eisernen Besen), Marita Hetmeier (rechtspopulistisches Aushängeschilder der Nordstadt-SPD) und Thomas Bahr (fürchtet sich vor einem ‚Sammelbecken und Auffangstation für kriminelle Elemente und menschenverachtende Lebensformen von Randexistenzen aus ganz Europa‘) in ihren Reden, Interviews und Pressemitteilungen verbreiten, haben die Befehlsempfänger aus dem Ordnungsamt brav umgesetzt.

Presse:
02.01.12 – Ordnungsamt mit Pflastersteinen u. Farbbeuteln beworfen (WAZ)

Antifaschistischer Jahresrückblick

Das Jahr 2011 nähert sich dem Ende. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über linke und antifaschistische Aktionen und Ereignisse der vergangenen zwölf Monate in Dortmund. Die folgende Aufzählung listet nur die öffentlich gemachten bzw. gewordenen Aktionen auf und erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

13 Demonstrationen
9 Überregionale Mobilisierungen
17 Veranstaltungen
12 Militante Aktionen

5 Publikationen (ohne Pressemitteilungen)
4 Outing-Aktionen

In diesem Sinne:
2012 antifaschistisch gestalten!

(mehr…)

Sat1-NRW-Bericht: Opfer von Neonazi-Gewalt

Das Nachrichtenmagazin 17.30 bei Sat1-NRW strahlte heute einen Beitrag über eins der Opfer des neuerlichen Angriffs der Skinhead-Front Dortmund-Dostfeld aus. Das Video könnt ihr euch hier ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=ZmaN9o9xVbE

Update am 01.12.: „Das Amtsgericht teilte am Mittwoch mit, dass K. die zur Bewährung ausgesetzte Reststrafe von zwei Jahren und die drei Monate nun in einer Haftanstalt absitzen muss. Dazu kommt die Strafe wegen des Delikts am Samstag.“ (Quelle: RuhrNachrichten)

Update am 03.12.: Die Polizei hat zwei weitere mutmaßlichen Täter festgenommen. Die beiden 19 und 25 Jahre alten Männer werden ebenfalls der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld zugerechnet. „Da gegen den 19-jährigen Tatverdächtigen bereits zwei Anklagen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs zur Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht anstehen, erging noch am Freitagabend gegen ihn Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr.“ (Quelle: DerWesten)

WDR: Dortmunder Neonazi schlug wieder zu

Die WDR-Lokalzeit Dortmund strahlte gestern einen Beitrag über den kürzlichen Überfall von Mitgliedern der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld auf zwei Jugendliche aus. In dem Bericht geht es vor allem um die mutmaßliche Tatbeteiligung von Sven Kahlin. Besonders brisant ist die Info, dass Kahlin erst Anfang dieses Monats wegen einer „Kneipenschlägerei“ vorm Amtsgericht Dortmund zu drei Monaten Haft verurteilt wurde – ausgesetzt zu Bewährung und das obwohl er nach der vorzeitigen Haftentlassung im September 2010 wegen dem Mord an Thomas Schulz noch eine zwei-jährige Bewährungsstrafe offen hatte. Die zuständige Richterin glaubte offenbar Kahlins Bekundungen, er wolle sich aus der Dortmunder Neonaziszene zurückziehen.

Die Kurz-Doku könnt ihr euch hier ansehen. Mehr davon gibt es in unserem Medien-Archiv.

http://www.youtube.com/watch?v=Bx1Q7p5-iSk

Hatten Dortmunder Neonazis Kontakt zur rechten Terror-Gruppe „NSU“?

Am 13. Juni 2009 fand im mittelthüringischen Arnstadt der so genannte Tag der nationalen Jugend statt. Rund 300 Neonazi waren damals zusammengekommen, um das breite Angebot von neonazistischer Live-Musik, extrem rechten Rednern, „Spiel und Spaß“ für Kinder und Verkaufsständen mit Devotionalien zu konsumieren. Hier sollen sich laut Informationen der RuhrNachrichten erste Kontakte zwischen Dennis Giemsch, dem Kopf der Dortmunder Neonaziszene und Ralf Wohlleben, einem Mitglied der extrem rechten Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund, ergeben haben.

Werbestand Dortmunder Neonazis
für den „Nationalen Antikriegstag“

Der Platz wurde mit Ständen und Transparenten, sowie Getränke- und Bratwurststand ausgestattet, für den ‚nationalen Nachwuchs‘ gab es eine Hüpfburg und Büchsenwerfen. Neben dem üblichen Merchandise von T-Shirts über CDs bis zu Postern waren auch eine Reihe ‚Stände‘ vertreten. So beispielsweise einer zum sogenannten ‚Antikriegstag‘, welcher jährlich in Dortmund stattfindet oder ein Infostand des „Braunen Hauses“, einem Wohn- und Schulungsprojekt aus Jena“, berichtete das Medienkollektiv Recherche Ost damals über die Neonazi-Kundgebung in Thüringen.

Dennis Giemsch beim Thüringentag
der nationalen Jugend 2009

Giemsch trat damals bei der Veranstaltung als Redner ans Mikrophon und warb nicht nur für den Großaufmarsch Anfang September in Dortmund, sondern forderte das Publikum auch dazu auf, den „ideologischen Fortbestand von Volk und Rasse“ zu sichern. Beides werde „uns nicht geschenkt, wir müssen sie erkämpfen“, so Giemsch weiter. Der NPD-Funktionär Wohlleben gilt als einer der Organisatoren des Festivals und hatte die Dortmunder Neonazis dazu eingeladen. Wohlleben, der am Dienstag festgenommen wurde, soll den Neonazi-Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ die Tatwaffe und die Munition für mindestens sechs Morde beschafft haben.

Dass Giemsch zusammen mit weiteren Neonazis aus dem Ruhrgebiet am so genannten Thüringentag teilgenommen, dort eine Rede gehalten und Kontakte zu dem festgenommenen Ralf Wohlleben hatte, stellt ihn allerdings nicht automatisch unter Terrorverdacht, wie die RuhrNachrichten betonen. Jedoch ist dies ein weitere Hinweis darauf, dass die „Autonomen Nationalisten“ aus Dortmund bundesweit sehr gut vernetzt sind.

Rechter Mörder Sven Kahlin wieder in Haft

Wie bereits vermutet, handelt es sich bei dem 24-jährigen Dortmunder Neonazi, der bei dem Übergriff auf zwei Jugendliche am Samstagabend noch am Tatort festgenommen werden konnte, um den rechten Mörder Sven Kahlin von der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld. Wegen Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen befindet sich Kahlin seit gestern wieder in Haft.

Sven Kahlin hält seine Rede beim Naziaufmarsch am 23.10.2010 in Hamm
Sven Kahlin hält seine Rede beim Naziaufmarsch am 23.10.2010 in Hamm

Am Ostermontag 2005 hatte Kahlin den Punker Thomas Schulz erstochen und wurde daraufhin wegen Totschlags zu sieben Jahren Jugendstrafe verurteilt. Ein Gutachter hatte festgestellt, dass von dem Neonazi nach der Entlassung aus der JVA Werl keine weiteren Straftaten zu erwarten seien. Nur wenige Wochen nach seiner vorzeitigen Haftentlassung Ende September 2010 war Sven Kahlin allerdings wieder an rechten Gewalttaten aktiv beteiligt und trat als Redner bei Neonaziaufmärschen auf. Kahlin war beispielsweise an dem brutalen Überfall auf die Hirsch Q am 12. Dezember 2010 beteiligt, auch wenn die Staatsanwaltschaft ihn auf dem Überwachungsvideo bisher nicht eindeutig identifizieren konnte.

Mehr:
Rechter Mörder weiterhin aktiv in Naziszene
Demo: Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!
Das Urteil gegen Thomas‘ Mörder

MoMa-Reportage: Neonazis in Dortmund

Das ARD-Morgenmagazin (MoMa) strahlte heute Morgen einen Beitrag über die Dortmunder Neonaziszene aus. Den Beitrag könnt ihr euch hier nochmal ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=BiiCQcZG7zM

Offizielle Beschreibung: „Politisch motivierte Gewalttaten von Rechtsextremisten sind in vielen deutschen Städten an der Tagesordnung. Dortmund gilt als eine der Hochburgen für Neonazis. MoMa-Reporterin Mareike Wilms ging auf Spurensuche in Dortmund und traf Bürger, die mit Rechtsextremen in ihrer Nachbarschaft leben müssen. Wie bedrohlich ist die Situation wirklich? Unsere Dreharbeiten bleiben nicht unbemerkt: Reporterin erfuhr die Präsenz der Neonazis am eigenen Leib.