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Seit 2005 findet jährlich der von der Dortmunder Neonaziszene organisierte Aufmarsch „gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“ zum Antikriegstag Anfang September statt. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem Großaufmarsch entwickelt, an dem Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet vor allem aus dem Spektrum der so genannten „Autonomen Nationalisten“ teilnehmen. Jedes Jahr gibt es gegen dieses Nazi-Event antifaschistische Proteste. Auch in diesem Jahr werden wir nicht nur gegen den Naziaufmarsch aktiv, sondern nehmen darüber hinaus die gesamtgesellschaftlichen Scheußlichkeiten ins Visier.
Alerta!-Bündnis gegründet:
Das Alerta!-Bündnis ist ein Zusammenschluss des Dortmunder Antifa-Bündnisses mit weiteren antifaschistischen Gruppen und Personen aus NRW, um den “Nationalen Antikriegstag” in Dortmund zu sabotieren, zu blockieren und zu verhindern!
http://alerta.noblogs.org/
Auf zu neuen Taten!
Zum siebten Mal in Folge mobilisieren Dortmunder Neonazis in diesem Jahr für Anfang September zum „Nationalen Antikriegstag“. Der Aufmarsch hat sich zu einem der zentralen Events der deutschen Neonaziszene entwickelt, wenngleich er von der Polizeiführung in den letzten beiden Jahren kurzfristig verboten und zu einer stationären Kundgebung umgewandelt wurde. Mit dieser Strategie machte die Dortmunder Polizei nicht nur den Neonazis, sondern auch den tausenden linken Gegendemonstrant_innen einen Strich durch die Rechnung. Ihr Protest verpuffte weitgehend wirkungslos fernab der Öffentlichkeit.
Da eine Wiederholung dieser Ereignisse jedoch weder zu erwarten noch in unserem Sinne ist, ruft das Dortmunder Antifa-Bündnis in diesem Jahr erneut zu Aktionen auf. Unser Ziel ist es, den Naziaufmarsch effektiv zu verhindern und der Polizei nicht die Regie zu überlassen, sondern die radikale Linke auch am Tag des Aufmarschs wieder zu einem wahrnehmbaren, eigenständigen Akteur zu machen. Daher werden wir am 3. September wie schon in den vergangenen Jahren (im S5- bzw. S4-Bündnis) wieder eine Infostruktur, diverse Anlaufpunkte, ein Convergence-Center und natürlich einen Ermittlungsausschuss bereitstellen.
Die Ereignisse der letzten Jahre haben jedoch deutlich gemacht, dass das allein nicht ausreicht, um gegenüber einer geradezu absurden Übermacht von schwerbewaffneten Polizeihundertschaften, die in der Lage sind, ganze Stadtteile hermetisch abzuriegeln, handlungsfähig zu bleiben. Benötigt werden alternative Konzepte, die es auch ortsfremden und nicht-organisierten Personen ermöglichen, sich effektiv einzubringen. Über diese Konzepte wird zurzeit noch sowohl innerhalb des Dortmunder Antifa-Bündnisses als auch mit Antifa-Gruppen aus anderen Städten diskutiert. Wir werden bei unserer Debatte natürlich auch die Überlegungen anderer lokaler Akteur_innen berücksichtigen und soweit es politisch für uns vertretbar ist, diese mit einbeziehen.
Um in diesem Jahr auch wieder verstärkt eigene Akzente zu setzen, haben wir für den 2. September eine linksradikale Vorabenddemo angemeldet, die Raum für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Neonazis und der sie hervorbringenden Gesellschaft bieten soll. Im Anschluss an die Demo ist ein Konzert geplant. Außerdem werden wir auch den „Aktionswochen“ der hiesigen Neonazis im Vorfeld des Antikriegstags nicht nur mehr Beachtung schenken, sondern bereits auch hier mit eigenen Inhalten an die Öffentlichkeit treten.
Wir rufen deshalb dazu auf, sich an den Aktionen des Dortmunder Antifa-Bündnisses rund um den Antikriegstag zu beteiligen. Informiert euch unter http://dab.nadir.org/ über den aktuellen Stand …und bringt die Crew mit!
Rückblick 2010
Rückblick 2009
Rückblick 2008









