Partei Die Rechte plant Nachfolgeveranstaltung zum sogenannten „nationalen Antikriegstag“ am morgigen Samstag

Pressemitteilung der Antifaschistischen Union Dortmund
vom 05. September 2013

Eine Woche nach der Demonstration gegen das Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ plant dessen inoffizielle Nachfolgeorganisation „Die Rechte“ eine Demonstration unter dem Motto: „1. Rechter Antikriegstag“. Anmelder der Demonstration ist Christian Worch, Vorsitzender der 2012 gegründeten Partei. Die Dortmunder Nazis und ihr Führer Christian Worch setzen also weiterhin auf Provokationen. Bei der Demonstration am vergangenen Samstag nahmen sie in Reden und durch ihr „25 Punkte“-Transparent unverhohlen Bezug auf die NSDAP. Nun folgt die nächste Provokation! Nachdem der sogenannte „Nationale Antikriegstag“ im letzten Jahr als maßgebliche Veranstaltung des „Nationalen Widerstands“ gerichtlich verboten wurde, versuchen es die Nazis jetzt im Mantel einer legalen Partei und mit nur minimal verändertem Veranstaltungstitel.

Die Verbote von NRW-Innenminister Ralf Jäger erweisen sich so als Bumerang: Konnte man einer lokalen Kameradschaft noch Auflagen erteilen und ihre Demonstrationen verbieten, ist dies bei einer Partei, die sich formal im Bundestagswahlkampf befindet, sehr viel schwieriger.

Kerstin Wiedemann, Sprecherin der Antifaschistischen Union Dortmund, dazu: „Die neuerliche Demoanmeldung und das Auftreten der Nazis am vergangenen Samstag machen es deutlich: Verbote sind kein wirksames Mittel gegen Nazis.“ Die Antifaschistische Union Dortmund empfiehlt dagegen eine andere Strategie gegen Dortmunds Naziproblem: „Wie wir schon lange sagen, das Einzige was hilft, ist effektiver Widerstand auf der Straße. Es muss für Nazis unmöglich sein, ungestört in Erscheinung zu treten“, so Wiedemann weiter.

Das einzig positive an der Nachricht von einem neuerlichen „Antikriegstag“ ist der Fakt, dass die Nazis zu diesem nicht einmal öffentlich mobilisieren. Kerstin Wiedemann: „Die Nazis mobilisieren nur intern zum Aufmarsch und haben unter 100 Teilnehmer angemeldet.“ Ein weiterer Punkt für die interne Mobilisierung dürfte sein, dass die Nazis zu viele Debatten in der Dortmunder Stadtgesellschaft scheuen und Angst davor haben, dass der Aufmarsch bei einer öffentlichen Debatte doch verboten wird und mehrere Gerichtsinstanzen durchlaufen muss, bevor er stattfinden kann. Nun ist es an der Zivilgesellschaft in Dortmund, auch diesem Aufmarsch entgegenzutreten. Autonome Antifaschisten werden ihren Beitrag dazu leisten, dass der Aufmarsch nicht unkommentiert über die Bühne läuft.

Die Nazis versammeln sich ab 12 Uhr an der S-Bahnstation Stadthaus. Von da aus geht der Aufzug über die Ruhr-Allee und die Markgrafenstraße. Ein Zwischenkundgebung soll an der Kreuzung zur Hohen Straße stattfinden. Anschließend wollen die Rechten über Hiltropwall und Hohen Wall bis zum Hauptbahnhof laufen. Für antifaschistische Gegenproteste empfiehlt es sich, sich unauffällig und dezentral im Kreuzviertel zu sammeln, um dann an geeigneter Stelle auf die Route zu kommen.

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