„Rassismus wird bestraft“

Wie der Lokalpresse [1, 2] zu entnehmen ist, wurde in der Nacht zu Mittwoch die Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für wohnungslose Menschen (betrieben vom Diakonischen Werk) zum Ziel eines Anschlags. Unbekannte sprühten die Parole „Rassismus wird bestraft“ an die Fassade des benachbarten Gebäudes der Vereinigten Kirchenkreise Dortmund, dem Verband der Evangelischen Kirchengemeinden und -kreise in Dortmund und Lünen. Polizisten entdeckten auch Kanister mit Salz- und Schwefelsäure am Tatort. Mit ihnen sollte wohl weiterer Schaden angerichtet werden, heißt es.

Die Beratungsstelle ist aufgrund eines ARD-Berichts in die Kritik geraten, weil Menschen aus Bulgarien und Rumänien dort pauschal abgewiesen werden. In dem Beitrag „Elend zweiter Klasse – Wie deutsche Kommunen osteuropäische Obdachlose im Stich lassen“ der Sendung Monitor vom 24. Januar heißt es:

[…] Von den anderen hat er gehört, dass die Diakonie Bulgaren und Rumänen wegscheucht. Das können wir uns nicht vorstellen. Wir begleiten ihn mit versteckter Kamera.
Mann: „Von welche Land sind Sie?“
Ercan: „Bulgarien.“
Mann: „Bulgaren dürfen hier nicht duschen. Aber das wissen die genau. Aber sie kommen immer wieder. Und ich muss immer wieder diesen Zettel hier zeigen. Können sie das lesen? Das ist ihre Sprache. Also nix duschen!“
Reporter: „Nix duschen. Also, Bulgaren und Rumänen dürfen hier nicht duschen. Alle anderen schon?“
Mann: „Ja.“ […]

Die Polizei vermutet „Linksextreme“ hinter dem Anschlag. Bisher bekannte sich allerdings niemand zu dieser Aktion.

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