Archiv für Januar 2013

Neue Fantifa-Gruppe in Dortmund

Am heutigen Tag ist Die Bande an die Öffentlichkeit getreten. Es handelt sich dabei um eine neue feministische Gruppe aus Dortmund, die sogleich zu einer Infoveranstaltung zu dem in Münster stattfindenden 1000-Kreuze-Marsch – einer von christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen organisierten Demo – einlädt. Wie jedes Jahr rufen AntifaschistInnen deswegen zum Protest auf. Bei der Veranstaltung könnt ihr euch über die Hintergründe und geplanten Aktion informieren sowie die Mitglieder der neuen Gruppe kennenlernen.

Montag, 4. Februar 2013, 19 Uhr, Taranta Babu
(Humboldtstr. Ecke Amalienstr, 44137 Dortmund)

WDR-Bericht zum gestrigen Prozess-Ende

Hier dokumentieren wir einen Bericht der WDR-Lokalzeit Dortmund vom 22.01. zum gestrigen Prozess-Ende gegen vier Mitglieder der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld.

Lotta #50 erschienen

Wir möchten hiermit noch einmal gesondert auf die vor genau einer Woche erschienene Jubiläumsausgabe #50 der Lotta, einer antifaschistischen Zeitung für NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz hinweisen. Seit nunmehr 13 Jahren dokumentiert und analysiert das Zeitungsprojekt die Aktivitäten und Entwicklungen der extremen Rechten in NRW – vom offen bekennenden Neonazi-Spektrum bis hin zur Grauzone zwischen der noch demokratischen und der extremen Rechten. Im Mai 2012 übernahm das Redaktionskollektiv darüber hinaus den Blog NRW rechtsaußen.

In der aktuellen Ausgabe findet sich auch ein ausführlicher Artikel zur Dortmunder Neonazi-Szene nach den Verboten des NRW-Innenministeriums im August vergangenen Jahres: „Der Widerstand ist eine Hydra!“ – Die Neonaziszene im Ruhrgebiet nach dem Verbot, geschrieben von Daniel Markgraf.

Wir sagen Danke und freuen uns auf die nächsten 50 Ausgaben! Unterstützt das Lotta-Projekt mit einem (Soli-)Abo!

Neonazi-Skins zu Haftstrafen verurteilt

Heute endete nach mehr als zwanzig Verhandlungstagen der Prozess gegen vier Mitglieder der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld, die unter anderem wegen des Übergriffs auf zwei türkischstämmige Jugendliche im November 2011 vor dem Landgericht Dortmund angeklagt waren. Drei Neonazis wurden zu Haftstrafen verurteilt.


Sven Kahlin, Tim Gehrmann und Jan Kahlin (v. l. n. r.) bei einem Aufmarsch im Jahr 2010 in Dortmund (Quelle: Antifaschistische Union Dortmund)

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Neonazi Timo K. war am Samstag an geplanten Ausschreitungen beteiligt

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, war offenbar der eng mit dem Nationalen Widerstand Dortmund verbundene Neonazi Timo K. an der geplanten Auseinandersetzung von BVB-Fans gegen Schalker Ultras am vergangenen Samstag beteiligt. Er soll die Dortmunder sogar angeführt haben.

Zu K. heißt es: „Der Rädelsführer auf Dortmunder Seite stammt aus Lünen – und gelangte auf der Südtribüne zu zweifelhaftem Ruhm. Beim ersten BVB-Heimspiel am 24. August 2012 hielt Timo K. (24) ein Transparent mit den vier Buchstaben „NWDO“ hoch – für diese Hommage an den vom Innenminister Ralf Jäger verbotenen Nationalen Widerstand kassierte K. kurzerhand ein Stadionverbot. Strafrechtlich kam er ungeschoren davon.

Wie am 24. August auf der Südtribüne stand der Lüner auch am Samstag in der ersten Reihe: Die Polizei hat ihn als Rädelsführer für einen Angriff auf die Schalker Fans ausgemacht. Er soll eine Gruppe von etwa 50 gewaltbereiten BVB-Fans angeführt haben, die teilweise vermummt an der Katharinentreppe vor dem Hauptbahnhof auf das entscheidende Kommando gewartet hatten.

Nazi-Outing bei Dennis Giemsch führt zu erfolgreicher Räumungsklage

Aufgrund eines im August 2012 von AntifaschistInnen durchgeführten Outings von Dennis Giemsch, der Führungsperson der hiesigen Neonaziszene und dem Landesvorsitzenden der extrem rechten Partei Die Rechte, in seiner Nachbarschaft, hatte sein Vermieter eine Räumungsklage angestrengt. Letzte Woche einigten sich der Vermieter und er im Amtsgericht auf einen Vergleich: Giemsch verlässt die Vier-Zimmer-Wohnung in Dortmund-Lütgendortmund mit seiner Familie bis zum 31. Januar und erhält dafür 1.500€.

Nazi-Kundgebung am heutigen Freitagabend

Der Dortmunder Kreisverband der Partei Die Rechte kündigt auf Facebook für den heutigen Freitagabend eine angemeldete Kundgebung an. Diese soll um 19:00 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof stattfinden.

Gestern Abend wurden der österreichische Neonazi Gottfried Küssel und zwei Mitangeklagte im Wiener Straflandesgericht wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung schuldig gesprochen. Küssel muss für neun Jahre ins Gefängnis. Diese Verurteilung nehmen die Dortmunder Neonazis zum Anlass, um sich unter dem Motto „Freiheit für alle politischen Gefangenen – für echte Meinungsfreiheit!“ in der Innenstadt zu versammeln.

Über Gegenaktivitäten halten wir euch auf dem Laufenden.

Stellungnahme des Alerta!-Bündnisses zum Offenen Brief der Beratungsstelle BackUp

Anlässlich eines Offenen Briefs der Beratungsstelle Backup hat das NRW-weite Antifa-Bündnis Alerta! folgende Stellungnahme veröffentlicht, die wir hier dokumentieren.

Als antifaschistische Gruppen aus Dortmund und NRW sehen wir die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Backup, als wichtigen Bestandteil im Kampf gegen die Neonazis. Die 116 Menschen, die im vergangenen Jahr die Dienste der Beratungsstelle in Anspruch nehmen mussten, unterstreichen die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. Der am Montag als “Offener Brief gegen die rechte Gewalt in NRW” von der Beratungsstelle Backup veröffentlichte Text enthält jedoch Passagen, die so nicht tragbar sind. In mehreren “Appellen” wendet sich Claudia Luzar, die wissenschaftliche Leiterin der Beratungsstelle, in dem Schreiben unter anderem an die Neonazis und ihre Gegner, aber auch an Politik, Behörden und Presse. Insbesondere die ersten beiden “Appelle” enthalten Aussagen, die unserer Ansicht nach im Gegensatz zu den Zielen einer unabhängigen, parteiischen Opferberatung stehen, die sich Backup auf die Fahnen schreibt.

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Saarlandstraßenviertel: Neonazi und Northside-Mitglied Paul P. geoutet

Laut einem indymedia-Bericht haben Unbekannte in der Nacht zu heute den Dortmunder Neonazi Paul P. in seiner Nachbarschaft geoutet. Der 28-jährige P. gehört zur Hooligan-Gruppe Northside und ist darüber hinaus bei den „Autonomen Nationalisten“ in Dortmund aktiv, heißt es in dem Artikel.

Der in Dortmund-Scharnhorst aufgewachsene Paul P. bewege sich seit rund zehn Jahren in der rechten Szene in Dortmund und nehme mindestens seit 2005 des Öfteren an regionalen und bundesweiten Naziaufmärschen teil. Er sei eng mit den Akteuren der Dortmunder Neonaziszene verbunden. Zudem trainiere der ehemalige Student der Wirtschaftswissenschaften seit mehreren Jahren mit anderen rechten Gewalttätern für so genannte Wald-und-Wiesen-Treffen mit gegnerischen Fan-Gruppen und für körperliche Übergriffe auf AntifaschistInnen. Weiter heißt es, P. fungiere „als ein ‚connective link‘ zwischen rechten Anhänger_innen der Fußball-Fankultur und der gewalttätigen Naziszene in Dortmund. Er ist ein neonazistischer Überzeugungstäter.“

Antifa Union Dortmund bei Facebook

Nach mehr als sieben Jahren ist unsere Gruppe nun auch im 21. Jahrhundert angekommen und hat sich einen Facebook-Account zugelegt. Wir freuen uns über eure Likes!


Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Dortmund-Brackel. Zwischen 1939-1945 wurden hier ca. 5.700 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beerdigt.

https://www.facebook.com/pages/Antifaschistische-Union-Dortmund/521803131174404