Archiv für Dezember 2012

Heute Morgen: Nazi-Angriff auf die Hirsch-Q

In der Nacht zum heutigen Samstag wurde die Kneipe Hirsch-Q im Brückstraßenviertel zum wiederholten Male (1, 2) von Neonazis angegriffen. Um kurz nach 1 Uhr hatten sich rund zehn Neonazis vor dem Eingang der Gaststätte aufgestellt und die Gäste bedroht und provoziert. Daraufhin sei es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, bei der ein Angreifer eine leichte Verletzung davontrug. Die Polizei konnte sechs Angreifer festnehmen. Bei ihnen wurden eine geladene Gas- oder Schreckschusswaffe, Quarzhandschuhe sowie zwei Faustmesser sichergestellt.

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95 Neonazis bei gestrigen Kundgebungen

Gestern versammelten sich rund 95 Neonazis zu drei aufeinanderfolgenden Kundgebungen in verschiedenen Dortmunder Stadtteilen. Zur ersten öffentlich beworbenen Versammlung der Dortmunder Neonazis nach dem Verbot des Nationalen Widerstands Dortmund vor genau vier Monaten, kamen zahlreiche Rechte auch aus dem Rheinland (u. a. Wuppertal und Aachen).

Nachdem die Neonazis in der Nähe des Wohnhauses der stellvertretenden Grünen-Landesvorsitzenden Daniela Schneckenburger auftraten, zogen sie weiter zum Haus von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Ihre Abschlusskundgebung hielten die Rechten ebenfalls im Dortmunder Süden nahe des Wohnhauses von NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider ab. Die Partei Die Rechte bezeichnete die Öffentlichkeitswirksamkeit als „enorm“, die Realität sah anders aus. Die Polizei untersagte den Rechten die Nutzung eines Lautsprecherwagens, weshalb sie auf die Nutzung eines Megaphons angewiesen waren. Laufpublikum war bei dem regnerischen Wetter auch nicht auf der Straße.

Bilder der Neonazis gibt es hier.

Neonazi-Kundgebungen am 23. Dezember

Für Ende der Woche rufen lokale Neonazis gleich zu drei Kundgebungen auf. Am Sonntag, dem 23. Dezember, plant die Partei Die Rechte drei aufeinanderfolgende stationäre Versammlungen in verschiedenen Stadtteilen Dortmunds abzuhalten – zwei in der südlichen Innenstadt und und eine im östlich gelegenen Brackel.

Die Veranstaltungen sollen jeweils nahe des Wohnorts der folgenden Politiker stattfinden, die die Neonazis exemplarisch für „Armut, Sozialabbau und Perspektivlosigkeit“ verantwortlich machen wollen: Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD), den ehemaligen DGB-Landesvorsitzenden und jetzigen NRW-Arbeits- und -Sozialminister Guntram Schneider (SPD) sowie die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen im Düsseldorfer Landtag, Daniela Schneckenburger.

Das Portal Blick nach Rechts erklärt mit Berufung auf die Polizei, dass die Neonazis für die drei Kundgebungen ein Zeitrahmen von 15:00 bis 20:00 Uhr angegeben hätten. Der Anmelder erwarte rund 30 TeilnehmerInnen. Es handelt sich hierbei um die erste Veranstaltung des hiesigen Kreisverbands der Rechten, zu der die Neonazis öffentlich mobilisieren. Nachdem die Gruppe Nationaler Widerstand Dortmund am 23. August vom Inneneinministerium nach dem Vereinsgesetz verboten worden war, organisierte sich ein Großteil der Neonazis nach nur rund drei Wochen in der Partei Die Rechte neu.