Archiv für September 2012

Sat1-NRW: Nach Verboten: Dortmunder Neonazis gründen Partei

Sat1-NRW-Bericht vom 18.09.2012:

http://youtu.be/3xJRVaHq3Is

WDR: Dortmunder Neonazis und der BVB

Im Folgenden dokumentieren wir den Filmbeitrag „Wehret den Anfängen“, der gestern bei WDR Sport Inside ausgestrahlt wurde.

http://youtu.be/_4yM-bnLbeI

Offizielle Beschreibung: „Während Borussia Dortmunds Fußballer fast ausschließlich für positive Schlagzeilen sorgen, werden die Tribünen mit den BVB-Fans bei den Spielen der Bundesliga und der Drittligamannschaft als Plattform für Rechtsradikale missbraucht. Bei mehreren Partien wurden Fahnen und Banner mit Neonazi-Parolen bzw. Symbolen hochgehalten, rechtsradikale Sprechchöre skandiert und T-Shirts einer seit Jahrzehnten verbotenen Neonazi-Gruppe getragen.

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Weitere Infos zum Neonazi Frank A.

Eine Gruppe mit dem Pseudonym Antifa-Rollschuhbrigade BO-DO, die auch schon für das Outing im Wohnumfeld des in Dortmund aktiven Neonazis Frank A. verantwortlich zeichnete, publizierte heute einen weiteren indymedia-Bericht. In diesem veröffentlichen die AktivistInnen weitere Informationen über den seit 30 Jahren aktiven Neonazi, der derzeit in Bochum wohnt.

Demnach ist A. schon seit den 1980er-Jahren in der Neonaziszene aktiv – damals noch in Zusammenhängen der extrem rechten Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei. Weiter heißt es: „Auch wenn [A.] die letzten Jahre von der Bildfläche verschwunden schien, war er nach wie vor in der regionalen Neonaziszene aktiv. In den letzten Jahren fiel er insbesondere durch seine Verbindungen zu den ‚Autonomen Nationalisten‘ des ‚Nationalen Widerstands Dortmund‘ (NWDO) auf. Regelmäßig besuchte er zusammen mit Siegfried Borchardt die wöchentlichen Treffen, die die vergangenen Jahre (seit Juli 2009) im ‚Nationalen Zentrum‘ an der Rheinischen Straße 135 in Dortmund-Dorstfeld stattfanden. Von öffentlichen Versammlungen der regionalen Neonaziszene hingegen hielt sich [A.] offenbar ganz bewusst fern – wohl aus Angst erkannt zu werden. […] Dass die Beamten am 23. August 2012 seine Wohnung durchsuchten zeigt, dass auch die Ermittlungsbehörden ihn nach wie vor als aktiven Neonazi wahrnehmen und ihn zu den vom NRW-Innenministerium ausgemachten 62 Neonazis des NWDO zählen.

Darüber hinaus veröffentlichte die Gruppe ein Foto, das den Neonazi zeigt, wie er zusammen mit Siegfried Borchardt in das Dorstfelder Nazi-Zentrum geht.

Neonazis der „Freien Kräfte“ gründen nach Verboten neue Vereinigung

Nach Informationen des Blogs Ruhrbarone haben mit Dennis Giemsch und Sascha Krolzig die zwei führende Köpfe der kürzlich der verbotenen Neonazi-Gruppierungen aus Dortmund und Hamm den NRW-Landesverband der angehenden Partei Die Rechte gegründet. Nach den Verboten scheint sich die Neonaziszene langsam wieder zu reorganisieren. Eigentlich wurde den Mitgliedern der beiden verbotenen Kameradschaften in den Verbotsverfügungen untersagt, eine Nachfolgeorganisation zu gründen. Ob der nun gegründete NRW-Landesverband rechtlich als eine solche gewertet werden kann, wird demnach die spannende Frage der kommenden Tage und Wochen sein.

Erst vor wenigen Tagen wies das Dortmunder Antifa-Bündnis in einer Pressemitteilung auf die Gründung eines Kreisverbandes der Vereinigung „Die Rechte“ hin.

Nach NRW-Verboten: Gewalttätige Neonazis vor Gericht

Wie Back Up, die Dortmunder Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt im Raum Westfalen, in einer Pressemitteilung erklärt, sind ab kommenden Dienstag drei Neonazis aus Dortmund und Essen vor dem Amtsgericht Dortmund angeklagt, weil sie zusammen mit weiteren unbekannt gebliebenen Rechten mit einem Messer, mit Baseballschlägern, Steinen und Glasflaschen auf eine Gruppe junger Erwachsener im Dortmunder Stadtteil Wellinghofen losgegangen sind und ihre Opfer mit dem Tode bedroht haben.

Die drei Neonazis Robert P., Christoph D. und Julian E. müssen sich am 18. September wegen des Versuchs der gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung und wegen Bedrohung vor dem Amtsgericht Dortmund verantworten. Der Prozess beginnt um 9.30 Uhr.

Worch-Partei als neues Sammelbecken für Neonazis in Dortmund?

Pressemitteilung des Dortmunder Antifa-Bündnisses
vom 14.09.2012

Wenige Wochen nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ durch den nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger taucht im Internet nun die Präsenz eines angeblichen Dortmunder Ablegers der Partei „Die Rechte“ auf.

Die Partei wurde im Mai dieses Jahres unter Federführung des bekannten Neonazis Christian Worch in Hamburg gegründet. Worch ist nicht nur eine seit den 1970er-Jahren aktive Führungsfigur der deutschen Neonaziszene, sondern auch für seine guten Kontakte nach Dortmund bekannt. Als rechtlicher Beistand führte er die Klage der Dortmunder Neonazis gegen das Verbot der „Antikriegstags“-Demonstration am 1. September. Auch zuvor trat Worch regelmäßig als Redner bei Demonstrationen und Kundgebungen in Dortmund auf.

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Jan K. auch weiterhin ohne Führerschein

Die Stadt Dortmund hatte dem 20-jährigen Jan K. den Führerschein entzogen, „da aufgrund des von ihm ausgehenden hohen Aggressionspotenzials nicht zu erwarten sei, dass er sich im Straßenverkehr hinreichend angepasst und an den Regeln orientiert verhalte“. Dieser legte dagegen Rechtsmittel ein – vergebens: Gestern wurde bekannt, dass das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Anordnung der zuständigen Verkehrsbehörde gegen das junge Mitglied der Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld bestätigte. Die Richter sind der Überzeugung, dass eine Fahrerlaubnis nach Straftaten auch dann entzogen werden kann, wenn der Inhaber bislang nicht negativ im Straßenverkehr aufgefallen ist.

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NWDO-Anwalt André P. geoutet

Laut einem indymedia-Bericht, wurde in der Nacht zu Freitag der Dortmunder Anwalt André P. in Bochum geoutet und sein Wohnhaus markiert.

P. ist ein wichtiger Akteur für die Rechtshilfestruktur der vergangenen Woche verbotenen Neonazi-Gruppe des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO) sowie für die gesamte aktionsorientierte Neonaziszene im Ruhrgebiet. Während seiner beruflichen Tätigkeit als Anwalt hat P. schon mehrere Neonazis vertreten und dabei keinen Hehl aus seiner Sympathie für die Szene gemacht.

Darüber hinaus ist P. schon seit mehreren Jahren im rechten Parteien-Spektrum aktiv. In dem Flugblatt heißt es dazu: „Früher war er bei den ‚Republikanern‘ im NRW-Landesvorstand. Heute ist er Beisitzer des Parteivorstands der rassistischen und rechtspopulistischen Partei ‚Pro NRW‘. Für ‚Pro NRW‘ ist er darüber hinaus der Ansprechpartner für den Bezirksverband des Ruhrgebiets und des Kreisverbands im Ennepe Ruhr-Kreis.