Archiv für Juli 2012

250 fordern im Rahmen einer Demo Aufklärung: Warum starb Ousman Sey?

Dortmund, 20.7. Am heutigen Freitagabend haben 250 Menschen auf einer Demonstration durch die Innenstadt die Aufklärung der Todesumstände von Ousman Sey gefordert. Unter dem Motto “Warum starb Ousman Sey?” gedachten sie des aus Gambia stammenden Ousman Sey, der am 7. Juli im Polizeigewahrsam gestorben ist. Zuvor hatte er zwei Mal einen Krankenwagen gerufen, weil er sich schlecht fühlte.

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Nazis aus der Nordstadt jagen!

Keine NPD-Kundgebung am Nordmarkt!

Am heutigen Samstag will die NPD mit ihrem Wahlkampfmobil „Flaggschiff Deutschland“ in der Dortmunder Nordstadt auftreten. Ausgerechnet auf dem Nordmarkt will der legale Arm des „NSU“ ab 11 Uhr seine rassistische Propaganda verbreiten. Ihr Ziel ist es offenbar in der migrantische geprägten Nordstadt und unweit des Tatorts des Mordes an Mehmet Kubaşık zu provozieren. Wähler werden sie durch ihren Auftritt wohl kaum überzeugen.

Auch aus historischen Gründen ist es unerträglich, dass die NPD auf dem Nordmarkt eine Kundgebung abhalten darf. Ein Gedenkstein auf dem Nordmarkt erinnert an „mutigen Männer und Frauen … die den Kampf für die Weimarer Republik gegen die Nationalsozialisten führten“. Bei der „Schlacht am Nordmarkt“ am 16. Oktober 1932 starben zwei Menschen durch die SA.

Flaggschiff Deutschland? Versenken!

Vorab Treffpunkt: Heute um 10:30 Uhr an der Münsterstraße / Kirchplatz

Demo: Warum starb Ousman Sey? Wir fordern Aufklärung!

call for demonstration

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Warum starb Ousman Sey? – Aufruf zur Demonstration am 20.07.2012, 18 Uhr Dortmund HBF-Nord

Am Morgen des 7. Juli 2012 starb der aus Gambia stammende Ousman Sey im Dortmunder Polizeigewahrsam. Zuvor hatte Sey zwei Mal vergebens einen Krankenwagen gerufen, weil er sich schlecht gefühlt hatte. Nach dem ersten Eintreffen diagnostizierten die Rettungskräfte ein Herzrasen und attestierten ihm, noch kein Fall für das Krankenhaus zu sein. Als Sey eine halbe Stunde später erneut einen Krankenwagen rief, litt er Angaben seines Bruders zufolge bereits unter Krampfanfällen. Außerdem begann er angeblich, in seiner Wohnung zu „randalieren“, weshalb Einsatzkräfte der Polizei gleichzeitig mit den Rettungskräften eintrafen. Diese attestierten Sey erneut, nicht ins Krankenhaus zu müssen – eine Untersuchung durch den Polizeiarzt im Gewahrsam reiche aus. Dies geschah, obwohl eine im selben Haus wohnende Krankenschwester den Einsatzkräften klarzumachen versuchte, dass Ousman Sey dringend ins Krankenhaus gebracht werden müsse.

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PM: Dortmunder Antifa-Bündnis kritisiert Behörden im Todesfall Ousman Sey

Am Morgen des 7. Juli 2012 starb der aus Gambia stammende Ousman Sey im Dortmunder Polizeigewahrsam. Das Dortmunder Antifa-Bündnis kritisiert den Umgang von Polizei und Behörden mit dem Fall.

Zuvor hatte Sey zwei Mal vergebens einen Krankenwagen gerufen, weil er sich schlecht gefühlt hatte. Nach dem ersten Eintreffen diagnostizierten die Rettungskräfte ein Herzrasen und attestierten ihm, noch kein Fall für das Krankenhaus zu sein. Als Sey eine halbe Stunde später erneut einen Krankenwagen rief, litt er Angaben seines Bruders zufolge bereits unter Krampfanfällen. Außerdem begann er angeblich in seiner Wohnung zu „randalieren“, weshalb Einsatzkräfte der Polizei gleichzeitig mit den Rettungskräften eintrafen. Diese attestierten Sey erneut, nicht ins Krankenhaus zu müssen – eine Untersuchung durch den Polizeiarzt in Gewahrsam reiche aus.

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Alerta! – Aufruf zum Protest am 01.09.2012

Fast ein Jahr ist es her, dass es bei Protesten in Dortmund zu den seit Jahren schwersten Ausschreitungen zwischen der Polizei und DemonstrantInnen kam. Grund dafür war der jährliche Naziaufmarsch zum sogenannten „Nationalen Antikriegstag“, der in diesem Jahr zum nunmehr achten Mal stattfinden soll. Hunderte Neonazis aus ganz Deutschland und den umliegenden Ländern wollen in Dortmund „ein Zeichen gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege setzen“ und so ihre kruden Vorstellungen von Volk und Nation propagieren.

Doch auch dieses Jahr wird dies nicht ohne massiven antifaschistischen Widerstand geschehen. So mobilisiert das Alerta!-Bündnis als Zusammenschluss zahlreicher Antifa-Gruppen aus NRW sowie Einzelpersonen und dem Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) gegen den Naziaufmarsch.

Doch damit nicht genug, auch in 2012 werden weitere Dortmunder Bündnisse zu Blockaden und Aktionen gegen den vom „NW-Dortmund“ um Dennis Giemsch und Alexander Deptolla organisierten Aufmarsch aufrufen.

Darüber hinaus wird es vom 24. August 2012 bis zum 2. September 2012 ein von autonomen und antifaschistischen Gruppen geplantes Bundesweites Antifa-Camp in Dortmund (BAD) stattfinden. Dieses hat es sich zum Ziel gemacht, die Aktionswochen der Neonazis zu stören, eigene Akzente in der antifaschistischen Arbeit vor Ort und ein Aufbruchsignal gegen die Dortmunder Verhältnisse zu setzen. Somit stellt sich dem letzten bundesweiten „Nazi-Event“ in Deutschland ein weiterer Akteur in den Weg.

Haltet Euch ab jetzt auf dem Laufenden, besucht unsere Mobilisierungsveranstaltungen oder macht selbst eine und unterstützt uns!

Kommt am 1. September 2012 nach Dortmund, bringt die Crew, einen Bus mit – oder einfach nur Euch und Eure Entschlossenheit!

NO MORE MAYBE! – Am 1. September 2012 nach Dortmund kommen – den Naziaufmarsch sabotieren, blockieren, verhindern!

| Web: alerta.noblogs.org | E-mail: alerta@nadir.org | Twitter: alerta_do | Daily-News aus Dortmund: DAB |

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