Archiv für März 2012

Letzte Infos zur morgigen Demonstration

+++ Samstag 11:00 beginnt die Demo am S-Bahnhof Universität +++ Danach Aktionen gegen den Naziaufmarsch +++ Aktionskarte hier herunterladen oder auf der Demo abholen +++ Nazikonzert ab 16h Dortmund HBF +++ Naziroute bekannt: ab 18h von Do HBF, Königswall, Rheinische Straße, Oswaldstraße, Beuthstr., Langestraße, S-Bahn Do-West +++ Der Ermittlungsausschuss ist während Demo und Aktionen erreichbar: 0176/98124391 +++ Infos gibt’s per Ticker für WAP und Internet und per Twitter +++ Infos zur Anreise +++ Polizei griff am Mittwoch Teilnehmer_innen der Gedenkkundgebung an. Bericht [1 | 2] | Video folgt!! +++ Viel Ärger bei den Nazis: Outings [1, 2, 3], Hausdurchsuchungen, zehn Skinfront-Mitglieder auf der Anklagebank und ein neuer Anstrich für ihr Zentrum +++ Am Samstag auch sonst viel los: M31-Demo gegen Kapitalismus in Frankfurt, Antifa-Action in Lübeck, Nürnberg und Brandenburg +++

Dortmunder Nazi Denise G. verliert Job

Laut einem Bericht, der auf linksunten.idnymedia.org veröffentlicht wurde, haben AntifaschistInnen den Arbeitgeber der Dortmunder Neonazi-Aktivistin Denise G. über deren rechtspolitischen Aktivitäten informiert, woraufhin diese gekündigt wurde. Sie soll bis zu ihrer Entlassung in einer Dortmunder Tierarztpraxis beschäftigt gewesen sein.

Den VerfasserInnen des Artikels zufolge: „zählt [Denise G.] zum Kern der hiesigen Kameradschaft ‚Nationaler Widerstand Dortmund‘. In den letzten Jahren nahm sie an zahlreichen Demonstrationen und Kundgebungen in ganz Deutschland teil. Dabei übernahm sie oft auch organisatorische Aufgaben wie zum Beispiel Ordner-Tätigkeiten (zuletzt beim „Nationalen Antikriegstag“ am 3.9.2011 in Dortmund.)“.

Hausdurchsuchung im „Nationalen Zentrum“

Gestern Abend durchsuchte ein Großaufgebot der Polizei das „Nationale Zentrum“ an der Rheinischen Straße 135 in Dorstfeld. Die Neonazis hielten dort gerade ihren „Kameradschaftsabend“ ab und planten just in diesem Moment die Durchführung ihres Naziaufmarsches am kommenden Samstag, als die Polizei die Räumlichkeiten stürmte. 53 Personen aus unter anderem aus Dortmund und Unna, die sich gerade in dem rechten Zentrum aufhielten, wurden daraufhin von der Polizei kontrolliert.

Die Beamten vollstreckten einen Durchsuchungsbeschluss, weil drei Dortmunder Neonazis im Alter von 19-28 Jahren in der Nacht zuvor Mobi-Material im Bereich Adlerstraße, Ecke Lange Straße angebracht hatten. Dabei wurden sie von einer Zivilstreife kontrolliert. Die Beamten stellten eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Nur kurze Zeit später, um 00.15 Uhr am 28.03.2012 hielt eine Streifenwagenbesatzung die drei Personen auf der Rheinischen Straße erneut an. Weil diese offenbar erneut Plakate verklebt hatten, beantragte die Staatsanwaltschaft Dortmund beim Amtsgericht die entsprechenden Durchsuchungsbeschlüsse. Davon betroffen war nicht nur das Nazi-Zentrum, sondern auch die Wohnungen der drei Plakatierer in der Thusneldastraße wurden durchsucht.

28.03.12 – Hausdurchsuchung im rechten Zentrum (RN)
28.03.12 – Polizei durchsucht Haus von Neonazis in Dortmund (WAZ)

PM: Polizeiübergriff sprengt Gedenkveranstaltung für Thomas Schulz

Pressemitteilung des Dortmunder Antifa-Bündnisses
vom 28.03.2012

Am 7. Jahrestag der Ermordung des Punks Thomas Schulz durch den Dortmunder Neonazi Sven Kahlin nahmen etwa 150 Menschen an einer Kundgebung zum Gedenken an den Ermordeten teil. Überschattet wurde das Gedenken durch Übergriffe der Dortmunder Polizeihundertschaft, bei denen sowohl Freunde des Opfers als auch Teilnehmende der Kundgebung verletzt wurden.

Gegen 18:30 Uhr versammelten sich die Kundgebungsteilnehmer an der U-Bahnhaltestelle Kampstraße, dem damaligen Tatort. Es wurde in Redebeiträgen dem Ermordeten gedacht und mehr gesellschaftliches Engagement gegen rechte Gewalt eingefordert. Zudem wurde zu Solidarität sowohl mit den Angehörigen als auch den Betroffenen rechter Gewalt aufgerufen. Eine Trommelgruppe begleitete die Veranstaltung musikalisch. Um 19:00 Uhr fand eine Schweigeminute statt, um an die Tat vor sieben Jahren zu erinnern.

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Letzte Infos zur Demo am 31.03.

Am 31.03. findet in Dortmund ab 11 Uhr die Demonstration “Rechte Gewalt unmöglich machen!” des Dortmunder Antifa-Bündnisses statt. Anschließend wollen wir uns alle gemeinsam dem Naziaufmarsch in Dortmund entgegenstellen. Dieser soll ab 16 Uhr vom Hauptbahnhof aus losgehen.

Eine gemeinsame Anreise wird empfohlen:

  • Aus Richtung Westen: mit der S-Bahn S1 9:37 Uhr ab Düsseldorf Hbf Richtung Dortmund Hbf. Ankunft 10:58 Uhr Dortmund Universität
  • Aus Dortmund: 10:53 Uhr ab Dortmund Hbf S-Bahn S1 Richtung Solingen Hbf. Ankunft 10:59 Uhr Dortmund Universität
  • Aus Münster: 9:15 Uhr HBF Münster
  • Den ganzen Tag über bekommt ihr Informationen via Twitter oder für ältere Handys per ticker.nadir.org (WAP/HTML)

    Weitere Infos zur Demo findet ihr hier: hier

    ACHTUNG: Die Uhrzeit hat sich geändert!
    Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
    31.03.2012 / 11:00 h / Dortmund / S-Bahnhof Universität


    Bitte denkt selbst daran, für geeigneten Schutz vor „Anti-Antifa-FotografInnen“ Sorge zu tragen!

    Wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hin, dass nur ausgewiesene oder uns bekannte JournalistInnen mit Pressebinden Film- und Fotoaufnahmen unserer Demonstration machen werden. Die Pressebinden gibt es nach einer kurzen Akkreditierung vor der Demo am Lautsprecherwagen. Alle anderen DemonstrationsteilnehmerInnen bitten wir das Fotografieren zu unterlassen. Wir möchten es damit zum einen Neonazis erschweren, Aufnahmen von den DemonstrantInnen anzufertigen und zum anderen verhindern, dass unvorsichtigerweise hinterher unverpixelte Bilder im Netz landen.

    Nach der Demo ist vor der Demo!

    Naziaufmarsch am 31.03.12 in Dortmund verhindern!

    Am 31.3. findet in Dortmund die Demonstration “Rechte Gewalt unmöglich machen!” statt. Das Dortmunder Antifa-Bündnis ruft dazu auf, in Dorstfeld gegen die dort wohnenden rechten Gewalttäter_innen, insbesondere die Mitglieder der rechten Kameradschaften “Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld” und “Nationaler Widerstand Dortmund” zu demonstrieren. Beginnen wird die Demo an der S-Bahn-Haltestelle Universität. Im Anschluss werden wir uns an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch beteiligen.

    Der Startzeitpunkt unserer Demonstration wurde auf 11:00 vorverlegt um danach Aktionen gegen die Nazidemo durchführen zu können. Wie schon in den letzten Jahren versuchen die Dortmunder Neonazis, die Gunst der Stunde zu nutzen, und organisieren an diesem Tag eine eigene Demonstration gegen die Kündigung ihres Treffpunkts in der Rheinischen Straße. Beginnen wollen sie um 16.00 am Dortmunder HBF. Alles deutet darauf hin, dass sie über den Wall und die Rheinische-Straße zum Wilhelmplatz ziehen wollen.

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    Morgen: Kundgebung in Gedenken an Thomas

    Am Mittwoch den 28.03. jährt sich nunmehr zum 7 Mal der Mord an dem Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz. Dieser wurde von dem damals 17-jährigen Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn Station Kampstraße niedergestochen. Sven Kahlin wurde nicht wegen Mordes sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von 7 Jahren verurteilt, kam aber bereits im Spätsommer 2010 auf Bewährung wieder auf freien Fuß.

    Danach beteiligte er sich an mehreren Übergriffen von Neonazis auf Migrant_innen und Linke. Wegen einer dieser Taten sitzt Sven Kahlin mittlerweile wieder in Haft. Dies macht seine Taten aber nicht ungeschehen und darum rufen wir dazu auf am 28.03. um 18:30 Uhr die Gedenkkundgebung des Bündnis Dortmund gegen Rechts zu besuchen und gemeinsam an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern!

    Darüber hinaus rufen wir die Stadt Dortmund erneut dazu auf, angemessen an die Opfer rechter Gewalt – unter ihnen u. a. fünf Todesopfer – zu erinnern und dies auch öffentlich zu unterstreichen! Bereits kurz nach dem Mord an Thomas Schulz sicherte die Stadt Dortmund zu, eine Gedenktafel einzurichten. Dies ist nun sieben Jahre her, passiert ist nichts!

    WDR-Lokalzeit: Polizei gegen Nazis in Dorstfeld

    WDR Lokalzeit Dortmund vom 23.03.2012:

    http://youtu.be/GzLiaOfBOFY

    DO-Dorstfeld: Nazi-Outing von Nadine K.

    Offenbar wurde in der Nacht zum heutigen Freitag die Neonazi-Aktivistin Nadine K. in ihrer Nachbarschaft geoutet. Aus einem Artikel, der bei linksunten.indymedia.org veröffentlicht wurde, geht hervor, dass die nähere Umgebung ihres Wohnorts in Dortmund-Dorstfeld „großzügig mit Outing-Plakaten und -Flugblättern versorgt“ wurde. Nadine K. gehört nach Angaben der AktivistInnen zu der neonazistischen Gruppierung Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld. Gegen zehn Mitglieder dieser „Kameradschaft“ wird demnächst ein Verfahren wegen des Überfalls auf die Kneipe Hirsch-Q im Dezember 2010 eröffnet.

    Bei Nadine K. soll es sich darüber hinaus um die Person handeln, die im Juni 2011, zusammen mit weiteren Mitgliedern der Skinhead-Front, mehrere Frauen aus rassistischen Motiven in einer U-Bahn in Dorstfeld angegriffen hatten. Später wurde die 25-jährige K. öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben, woraufhin sie sich der Polizei stellte.

    Haftbefehle gegen Dortmunder Neonazis

    Sieben Haftbefehle sollen gegen Dortmunder Neonazis vollstreckt worden seien. Das zumindest berichten aktuell die RuhrNachrichten. Den betroffenen „Autonomen NationalistInnen“ werden allerdings keine politisch motivierten Straftaten zur Last gelegt, sondern Delikte wie Diebstahl, Körperverletzung, Betrug oder Schwarzfahren.

    Dortmunder Staatsschutz und Polizei arbeiten seit Januar im Rahmen der 50-köpfigen Sonderkommission nun täter- und personenorientiert, das heißt, dass bekannte Neonazis immer auf denselben Staatsschutzbeamten treffen, der denn auch mit der Bearbeitung aller nicht politisch motivierten Straftaten beauftragt ist, sodass alle Informationen zu einer Person gebündelt werden. Über das Thema „kriminelle Vereinigung“ in Bezug auf die „Autonomen NationalistInnen“ des Nationalen Widerstands Dortmund äußerte sich der hiesige Polizeipräsident Norbert Wesseler: „Im einzelnen will ich dazu jetzt nichts sagen. Aber wir arbeiten daran.