Rechte Ausfälle bei Anti-PKK-Demo

Am vergangenen Samstag, dem 22.10.2011, demonstrierten in Dortmund, ebenso wie in anderen bundesdeutschen Städten, mehrere Hundert Personen „gegen den PKK-Terror in der Türkei“. Anlass für die Demonstration waren Anschläge der kurdischen Untergrundorganisation PKK auf einen Militärstützpunkt in der Türkei, bei dem 24 türkische Soldaten getötet wurden. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich bis zu 1.500 Menschen an der Demonstration. AugenzeugInnen und Polizei sprechen hingegen von rund 800 Personen. Im Anschluss an die Veranstaltung kam es in der Innenstadt seitens türkischer NationalistInnen zu vereinzelten Übergriffen auf mutmaßliche KurdInnen. In einem Redebeitrag beschwerte sich Özlem Daudov-Dermircan zudem über Anschuldigungen „der Antifa“, welche den DemonstrantInnen ungerechtfertigt faschistisches Gedankengut und die Nähe zu den Grauen Wölfen unterstellen würde. Abgesehen von den nationalistischen Manifestationen könnte man den OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen zumindest mangelnde Abgrenzung gegenüber türkischen UltranationalistInnen, die sich selbst Ülkücü oder Graue Wölfe nennen, zum Vorwurf machen. Auf der Demonstration zur Schau getragene einschlägige Symbolik (u. a. „Wolfsgruß“) sowie die anschließenden Übergriffe sprechen eine deutliche Sprache.

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