Archiv für Juni 2011

Auswertung zum Nazi-Angriff auf die Hirsch-Q

Auswertungspapier des Dortmunder Antifa-BündnissesEin halbes Jahr nach dem Überfall rechter Skinheads auf die Kneipe Hirsch-Q veröffentlicht das Dortmunder Antifa-Bündnis mit diesem Text eine ausführliche Auswertung eines Überwachungsvideos.

Warum erst jetzt? Im Grunde sehen wir es nicht als unsere Aufgabe an, kriminalistische Analysen von Beweismitteln zu erstellen. Die absehbare Verschleppung des Verfahrens durch die zuständige Staatsanwaltschaft aber lässt uns befürchten, dass die Tat einmal mehr von den Ermittlungsbehörden unter den Tisch gekehrt wird. Wir wollen klar machen, dass es durchaus Beweise gibt, dass die Polizei längst hätte ermitteln können, wer vor Ort war, als beinahe ein Mensch erstochen wurde.

In diesem Sinne findet sich im Folgenden eine ausführliche Beschreibung des Ablaufs des Angriffs, eine Aufschlüsselung der einzelnen Teilnehmer_innen und ihrer konkreten Taten sowie eine Einordnung des Geschehens in die Historie von Naziangriffen und eine Kommentierung des Versagens der Ermittlungsbehörden.

Auswertungspapier des Dortmunder Antifa-Bündnisses:
http://antifaunion.blogsport.de/images/DABAuswertungspapierzumHirschQAngriffimDezember2010.pdf

Überarbeitetes Überwachungsvideo:
http://www.youtube.com/watch?v=569NAyqhSMY

Pressespiegel:
16.06.11 – Antifa-Bündnis kritisiert langsame Ermittlungen (RN)
15.06.11 – Neonazi-Frau stellt sich nach Angriff in Stadtbahn (RN)
15.06.11 – Antifa veröffentlicht Überwachungsvideo (SPON)
15.06.11 – Antifa zeigt Video vom Überfall auf Hirsch-Q (WAZ)
14.06.11 – Kritik an Ermittlungsbehörden nach Nazi-Angriff auf Szenekneipe Hirsch-Q (WAZ)
14.06.11 – DO: Neues Video zum „HirschQ“-Überfall (NRW rechtsaußen)
13.06.11 – Ausgewertetes Video eines Nazi-Angriffs auf Dortmunder Szene-Kneipe setzt Staatsanwaltschaft unter Druck (Ruhrbarone)

Dortmunder Antifa-Bündnis zum Antikriegstag

Dortmunder Antifa-Bündnis zum AntikriegstagZum siebten Mal in Folge mobilisieren Dortmunder Neonazis in diesem Jahr für Anfang September zum „Nationalen Antikriegstag“. Der Aufmarsch hat sich zu einem der zentralen Events der deutschen Neonaziszene entwickelt, wenngleich er von der Polizeiführung in den letzten beiden Jahren kurzfristig verboten und zu einer stationären Kundgebung umgewandelt wurde. Mit dieser Strategie machte die Dortmunder Polizei nicht nur den Neonazis, sondern auch den tausenden linken Gegendemonstrant_innen einen Strich durch die Rechnung. Ihr Protest verpuffte weitgehend wirkungslos fernab der Öffentlichkeit.

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Info-Veranstaltung zur Demo gegen die IMK

Am 22. Juni findet in Frankfurt am Main die Innenministerkonferenz (IMK) 2011 statt, an der die Innenminister aller Bundesländer teilnehmen. Dagegen ruft u. a. das …umsGanze!-Bündnis auf. Denn die IMK ist eine zentrale Institution, um festzulegen wie und zu welchen Bedingungen die „Integration“ in das „Team Deutschland“ bewerkstelligt werden kann. Integration bedeutet dabei: Wer in den Genuss sozialer und bürgerlicher Rechte kommen will, muss dem Staat auf die eine oder andere Art und Weise seine Nützlichkeit unter Beweis stellen.

Die Aufdringlichkeit dieses Angebotes zeigt ein Blick auf die Flüchtlinge im Mittelmeer: Es gibt etwas schlimmeres, als die Forderung nach der Einpassung ins nationale Kollektiv: Nämlich diese Aufgabe gar erst nicht gestellt zu bekommen. Hier bereits wird deutlich, dass Integration und Ausgrenzung zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Deswegen ist klar: Integration ist eine vergiftete Einladung, die wir gerne ausschlagen.

Das Dortmunder Antifa-Bündnis lädt daher in Zusammenarbeit mit der Kommunistischen Gruppe Bochum zu einer Informationsveranstaltung zur Demo ein. Bei der Veranstaltung wird ein Referent des …umsGanze!-Bündnisses über den Stand und die Hintergründe des Protestes gegen die Innenministerkonferenz berichten.

Datum: 14. Juni 2011, 19:30 Uhr
Ort: Langer August, Braunschweiger Straße 22, 44145 Dortmund

Veranstaltung des Freundeskreises Autonomie am 10.06.: Iranische Revolten

Am kommenden Freitag, den 10.06., veranstaltet der Freundeskreis Autonomie eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu den Hintergründen und Perspektiven der iranischen Revolte.

Der Iran gehört mit seinen großen Ölvorkommen und verhältnismäßig viel Industrie zu den bedeutendsten Staaten in der Region. In ihm leben 74 Millionen Menschen und die Schere zwischen Arm und Reich ist extrem. Die dort herrschende islamistische Diktatur war Ergebnis der Revolution von ’79. Seitdem wirkt das System erschreckend stabil. Allerdings waren die Proteste anlässlich der Präsidentschaftswahl 2009 eins der ersten Anzeichen davon, dass sich in der Region etwas bewegen könnte.

Für uns stellen sich deswegen folgende Fragen:
Was war die Revolution 79, was war ihre Bedeutung und was können wir daraus lernen? Was ist aktuell die Situation im Iran? Was für Entwicklungen sind möglich? Gibt es emanzipatorische Perspektiven?

Diese Fragen wollen wir zusammen mit einem Genossen der Antifa Teheran Köln diskutieren.

Freitag, den 10.06 um 19:00 Uhr
Taranta Babu (Humboldtstr. 44) Dortmund

Vortrag am 21.06.: Die Naziszene in Dortmund

In unserer Veranstaltungsreihe „Was geht mich das an?!“ wird es beim nächsten Vortrag am 21. Juni um die Dortmunder Neonaziszene gehen.

In Dortmund hat sich in den letzten Jahren eine extrem gewaltbereite und aktionistische Neonaziszene entwickelt, die ihr Hauptaugenmerk darin sieht, vermeintliche und tatsächliche politische Gegner_innen zu bekämpfen. Deswegen prägen regelmäßige Anschläge auf alternative Cafés und Wohnprojekte und linke Parteibüros das Szenario der Nazibedrohung in Dortmund. Erst im Dezember letzten Jahres überfiel eine Gruppe Neonazis die Kneipe Hirsch-Q und verletzte dabei mehrere Gäste mit Hieb- und Stichwaffen. Immer wieder verteilen Nazis in der Innenstadt oder vor Schulen Flugblätter und führen zahlreiche Aufmärsche und Kundgebungen durch. Der von Dortmunder Neonazis organisierte Aufmarsch zum Antikriegstag lockt jedes Jahr Anfang September knapp 1.000 Neonazis in Die Ruhrstadt.
Der Vortrag soll eine Bestandsaufnahme über die bestehenden Strukturen der militanten Neonaziszene in Dortmund liefern und über deren Akteur_innen, Strukturen und Entwicklungen informieren.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 im Taranta Babu Neben dem Vortrag wird es auch diesmal wieder veganes Essen, Getränke und Infomaterial geben.

Antifa-Camp 2011 im Ruhrgebiet

Antifa-Camp 2011 im Ruhrgebiet [Druckluft | Oberhausen] - 03.08. - 07.08.2011
Bereits zum elften Mal findet in diesem Jahr vom 03. – 07. August das Antifa-Camp in Oberhausen [Ruhrgebiet] statt. Auf dem Gelände des mittlerweile komplett renovierten und umgebauten Kulturzentrums Druckluft bieten wir euch neben Vorträgen, Seminaren, Workshops und Diskussionen in gewohnter Spitzenqualität auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten, vegane Vollverpflegung und ein kulturelles Rahmenprogramm.

Der Teilnahmebeitrag liegt bei 20,00 €. Schlafsack und Isomatte solltet ihr selbst mitbringen, für alles andere ist gesorgt.

Ein vollständiges Programm des diesjährigen Antifa-Camps werden wir erst in ein paar Wochen vorstellen können. Eine kurze Übersicht der geplanten Themen und bereits zugesagten Veranstaltungen findet ihr aber schon jetzt auf unserer Website.

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