UZ-Pressefest: Stellungnahme zur Absage des “Bandbreite”-Auftritts

Stellungnahme des Dortmunder Antifa-Bündnisses zur Absage des “Bandbreite”-Auftritts auf dem UZ-Pressefest
vom 24.06.2011

Die Organisator_innen des UZ-Pressefests haben nach den öffentlichen Aufforderungen, der Band “Die Bandbreite” auf dem UZ-Pressefest kein Forum zu bieten, den Auftritt abgesagt. Stattdessen wird jedoch eine Diskussion mit den Band-Mitgliedern stattfinden, an der neben der Band sowohl Befürworter_innen als auch (nicht näher genannte) Kritiker_innen zu Wort kommen sollen. Damit ist für uns jedoch nichts gewonnen. Schließlich wird der Band nach wie vor eine Plattform geboten, ihre sexistischen, antisemitischen und antiaufklärerischen Inhalte zu verbreiten.

Die Veranstalter_innen des UZ-Pressefestes haben leider nicht auf unseren Offenen Brief reagiert und scheinen auch nicht zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Band und der Kritik an ihr bereit. In ihrer Stellungnahme vom 21.06. weisen sie die veröffentlichte Kritik als eine von “sogenannten ‘Antideutschen’” initiierte “üble Kampagne” zurück, statt inhaltlich darauf einzugehen.

Dies alles zeugt nicht gerade von einem konstruktiven und offenen Umgang mit der angebrachten Kritik. Lediglich einzelne Ortsverbände der DKP, die dem Auftritt der Bandbreite ebenfalls kritisch gegenüberstanden, haben direkt auf unseren Offenen Brief geantwortet. An dieser Stelle bedanken wir uns für die Reaktion und die angebotene Unterstützung.

Der angemessene Umgang mit der Band wäre aus unserer Sicht eine konsequente Absage des Auftritts und jeglicher anderen Möglichkeit zur öffentlichen Darstellung gewesen. Und zwar nicht aus “Sicherheitsgründen”, sondern aus dem antifaschistischen Bewusstsein heraus, gegen reaktionäre Ideologien vorzugehen und ihnen nicht noch im Gegenteil den Weg zu ebnen.

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