Laser-Attacken gegen britische Piloten durch Dortmunder Neonazis?

Die britische Luftwaffe lässt einem Bericht des Dortmunder Lokalsenders „Radio 91,2“ zufolge Hubschrauberpiloten bis August nächtliche Tiefflüge über der Ruhrgebietsstadt üben. Auf einer Internetseite von Dortmunds Rechts-„Autonomen“ wird nun darüber nachgedacht, ob jene Piloten Ziel von Blendattacken per Laser werden könnten oder sollten.

Die Dortmunder Neonazis sehen in den Übungen den Beweis, dass die Bundesrepublik Deutschland nur angeblich souverän sei und tatsächlich unter einem „Besatzungszustand“ leide. Immer noch seien rund 95 000 Angehöriger „fremder Militärs“ in Deutschland stationiert, klagen sie – darunter jene britischen Hunschrauberpiloten.

„Für die Dortmunder Polizei könnten die Flugübungen womöglich neue Arbeit mit sich bringen“, wird auf der Internetseite spekuliert. In der Vergangenheit sei es schließlich immer wieder zu „Laserpointer“-Attacken auf Flugzeuge und Helikopter gekommen, heißt es dort. Erst vor zwei Wochen sei ein Hubschrauber-Pilot über der Nordstadt geblendet worden. Praktischerweise wird auf der Neonazi-Seite dann auch gleich per Link zu Angeboten bei „ebay“ verwiesen: Dort seien entsprechende Laserpointer „bereits für kleines Geld erhältlich“.

„Nicht über deutsch bewohntem Gebiet“
Direkt zu solchen Aktionen aufgefordert wird in dem Text nicht. Zu Straftaten aufrufen will man nicht – jedenfalls nicht direkt. Statt dessen heißt es etwas unverbindlicher: „Vor dem Hintergrund der britischen Beteiligung an Kriegen auf dem gesamten Kontinent, insbesondere den seit Jahren andauernden Konflikten in Afghanistan und dem Irak, kann nicht ausgeschlossen werden, dass deutsche Kriegsgegner oder aus den dortigen Ländern nach Deutschland Vertriebene ihrem Unmut auf diesem Wege bekunden könnten.“

In der Kommentarspalte der Seite rät freilich ein Neonazi explizit von derartigen Laser-Attacken gegen die britischen Hubschrauber ab. Zwei Gründe nennt er für seine Position in dieser Frage: Zum einen würden Militärpiloten über Blendschutzsysteme verfügen; sie könnten mit Nachtsichtzielerfassungsgeräten zudem „sehr leicht die Quellen orten, verfolgen und genaue Positionsangaben machen“. Die Gefahr, erwischt zu werden, ist ihm also zu groß. Zum anderen scheinen ihm auch Ort und Zeit solcher Blendattacken falsch: Wenn man im Extremfall den Hubschrauber sogar zum Absturz bringe, würde er „auf bewohntes deutsches Gebiet fallen“, stellt er fest. Über nicht-deutschem Gebiet würde sich die Frage für ihn wohl ganz anders stellen… (ts)

Quelle: NRW-Rechtsaußen

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