Archiv für Mai 2011

Neonazis kündigen Aufmarsch in Hamm an

Am 1. Oktober 2011 wollen Neonazis aus der Region unter dem Motto „Den deutschen Volkstod stoppen! Wir lassen uns nicht BRDigen!“ in Hamm einen Aufmarsch durchführen. Bereits im Oktober vergangenes Jahr versammelten sich rund 230 Neonazis zu einem thematisch ähnlich gelagerten Aufmarsch durch den Westen Hamms. Offenbar wollen die rechten OrganisatorInnen, die sich als „Freie Kräfte aus der Region“ bezeichnen, einen festen Termin im Kalender der extremen Rechten etablieren. Seit heute Abend haben die Neonazis nun eine als „Sonderseite“ deklarierte Mobi-Website geschaltet. Über antifaschistische Gegenaktionen werden wir euch auf dem Laufenden halten.

Siehe auch: Neonazis demonstrieren am 1. Oktober in Hamm (r-press)

Laser-Attacken gegen britische Piloten durch Dortmunder Neonazis?

Die britische Luftwaffe lässt einem Bericht des Dortmunder Lokalsenders „Radio 91,2“ zufolge Hubschrauberpiloten bis August nächtliche Tiefflüge über der Ruhrgebietsstadt üben. Auf einer Internetseite von Dortmunds Rechts-„Autonomen“ wird nun darüber nachgedacht, ob jene Piloten Ziel von Blendattacken per Laser werden könnten oder sollten.

Die Dortmunder Neonazis sehen in den Übungen den Beweis, dass die Bundesrepublik Deutschland nur angeblich souverän sei und tatsächlich unter einem „Besatzungszustand“ leide. Immer noch seien rund 95 000 Angehöriger „fremder Militärs“ in Deutschland stationiert, klagen sie – darunter jene britischen Hunschrauberpiloten.

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festival contre le racisme am DO-Campus

Vom 25. Mai bis 10. Juni findet das festival contre le racisme zum siebten mal am CampusDortmund statt. Das Festival wird vom AStA der TU Dortmund, dem AStA der FH Dortmund und dem Forum gegen Rassismus organisiert.

Das Programm besteht in diesem Jahr aus inhaltlichen Vorträgen (25./26. und 30. Mai), der Ausstellung „Residenzpflicht – Invisible borders“ und einem Party. Die thematischen Schwerpunkte sind die Neonaziszene und der alltägliche Rassismus in Dortmund, die Flüchtlings- und Asylpolitik, das Leben von Flüchtlingen in Deutschland und die Diskriminierung von homosexuellen und transsexuellen Menschen. Die Vorträge finden alle im Seminarraum des AStA der TU Dortmund in der Emil-Figge-Str. 50 statt.

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Neonazi-Outing in Dortmund-Marten

In Dortmund-Marten ist offenbar ein Mitglied der hiesigen Neonaziszene in seinem Wohnumfeld durch Flugblätter geoutet worden. Es handelt sich um den Dortmunder Neonazi Marc B. Dieser ist wegen Körperverletzung vorbestraft, weil er im Vorfeld eines Naziaufmarsches im September 2008 einen jungen Studenten niedergeschlagen hatte und ihm dabei einen Nasenbeinbruch sowie erhebliche Blessuren im Gesicht verpasste. Deswegen wurde er im Januar 2011 vom Landgericht Dortmund verurteilt.

Weiter heißt es in einem indymedia-Artikel, der die Aktion dokumentiert, der mittlerweile 33-jährige Neonazi betreibe „seit dem vergangenen Jahr die Firma ‚Sun Protect‘ (Münsterstr. 269), die sich auf die Installation von Autoglasfolien spezialisiert hat“.

Abschließend heißt es in dem Bericht: „Wir schließen uns mit dieser Aktion dem Aufruf an, Aktionen der Dortmunder Neonazis nicht unbeantwortet zu lassen und antifaschistisch motivierte ‚Vergeltungsaktionen‘ auch zu veröffentlichen. Wann, wo und wie wir antworten bestimmen wir. Die Neonazis sollten sich aber gewiss sein, dass die Antwort kommt. Ihr Handeln hat Konsequenzen. Jeder Schlag wird im Jahr 2011 gekontert.

Nordstadt: Farbanschlag auf Maklerbüro

Gestern Nacht markierten Unbekannte das Maklerbüro der Vorsitzenden der Nordstadt-SPD, Dr. Marita Hetmeier, mit Farbbeuteln. Laut einem Bekennerschreiben, das auf indymedia.linksunten.org veröffentlicht wurde, geriet das Büro an der Mallinckrodtstraße ins Visier, weil Frau Hetmeier in der Debatte um die Schließung des Straßenstrichs und die Ansiedlung der Roma in der Nordstadt „besonders aggressiv und rassistisch“ aufgetreten sei. Sie stehe „stellvertretend für die Politik des ‚eisernen Besens‘ der Dortmunder SPD, einerseits und für die Interessen eines Teils der Hausbesitzer_innen der Nordstadt, andererseits.

So finden sich auf der Website der Nordstadt-SPD beispielsweise Stellungnahmen, in denen Frau Hetmeier unter anderem rassistische Pauschalverdächtigungen ausspricht: „Schon jetzt leben 4.000 bis 5.000 Bulgaren aus kriminellen Milieus hier. […] Wenn wir den Straßenstrich nicht schließen, haben wir hier in zwei Jahren 15.000 bis 20.000 bulgarische Kriminelle.“ (Quelle)

Am Montag, dem 16. Mai, tritt das Generalverbot für Prostitution auf offener Straße im gesamten Stadtgebiet in Kraft tritt. Die Sicherheitsboxen, in denen die SexarbeiterInnen vergleichsweise geschützt ihrer Arbeit nachgehen konnten, sollen noch am selben Tag abgerissen werden.

Rassistischer Überfall im Dortmunder Süden?!

Wie erst heute durch verschiedene Presseartikel bekannt wurde, ereignete sich am Samstagabend im Saarlandstraßenviertel ein Überfall auf einen Schwarzen. Die Täter jagten den Mann an der Ecke Hohe Straße/Alter Mühlenweg über die Straße und bedrohten ihn mit einer Bierflasche. Er konnte offenbar flüchten. Im Rahmen einer Fahndung konnte die Polizei zwei Tatverdächtige, im Alter von 19 (aus Dortmund) und 25 (aus Hemer) festnehmen, die bereits schon mehrfach wegen ähnlicher Straftaten in Erscheinung getreten sein sollen. Ein rassistisch motivierter Übergriff kann deswegen derzeit noch nicht ausgeschlossen werden. Das Opfer konnte die Polizei bisher allerdings nicht ermitteln.

Presse:
10.05.11 – Duo jagt und bedroht Schwarzen in Dortmund (WAZ)
10.05.11 – Hetzjagd auf dunkelhäutigen Mann (RN)

Veranstaltung am 17. Mai: Kleine Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie

In unserer Veranstaltungsreihe „Was geht mich das an?!“ wenden wir uns am 17. Mai einem grundlegenden Thema linker Politik zu: Der Kritik des Kapitalismus und der Frage nach seiner Aufhebung.

„Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.“ schrieb Bertolt Brecht im Lob des Kommunismus über eben diesen. Während das Urteil des Dramatikers über die Vernünftigkeit so klar ist wie die Botschaft in seinen Stücken, ist es mit dem leicht verständlich so eine Sache. Nicht ohne Grund streiten Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Marx-Lesarten darüber, was denn nun der „richtige“ Marx ist. Die Marx-Rezeption außerhalb der Linken ist da zwar deutlich eindeutiger, reduziert ihn aber in der Regel auf das in jungen Jahren geschriebene Manifest. Das ist zwar einfach, aber nicht mehr vernünftig. Der Vortrag soll hier Abhilfe schaffen. Verständlich und ohne Vorkenntnisse vorauszusetzen gibt’s einen Überblick über die Marx‘sche Kritik der politischen Ökonomie und eine Erklärung der wichtigsten Kategorien. Ebenso wird der Frage nachgegangen, was es mit dem Kapital- und Warenfetisch auf sich hat und wie der Mehrwert in das G – W – G’ kommt.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 im Taranta Babu Neben dem Vortrag wird es auch diesmal natürlich wieder veganes Essen, Getränke und Infomaterial geben.

Kommende Veranstaltungsreihe des Freundeskreis Autonomie

Der Freundeskreis Autonomie, der ebenfalls mit dem Dortmunder Antifa-Bündnis assoziiert ist, organisiert von Mai bis Juni eine Veranstaltungsreihe zu den Aufständen in Nordafrika und zum Iran. Die erste Veranstaltung findet am kommenden Donnerstag, dem 06.05., um 19.00 Uhr im Taranta Babu statt. Mit einem Genossen von Wildcat soll über die Aufstände in Ägypten diskutiert werden.

Den vollständigen Ankündigungstext findet ihr hier.

Neonazi-Blogs sind derzeit offline

Im Rahmen der „Operation Blitzkrieg“ des NetzaktivistInnen-Kollektivs anonymous wurden seit Januar 2011 mehrere Server angegriffen, auf denen Neonazi-Seiten gehostet werden. Dabei wird jeweils eine große Anzahl von Anfragen generiert, sodass eine Serverüberlastung hervorgerufen wird, bis die Website nicht mehr zu erreichen ist.

Betroffen davon ist nun auch der Bloghoster logr.org, der vom Kopf der Dortmunder Neonaziszene betrieben wird und auf dem zahlreiche Neonazi-Gruppierungen ihre Internetpräsenz haben. Wer eine Website des Blog-Service aufrufen will, bekommt derzeit lediglich folgende Meldung zu lesen: „Unsere Server sind aufgrund eines Angriffs momentan leider überlastet. Bitte rufen Sie unsere Seite später wieder auf. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“

Presse:
Anonymous schießt Neonazi-Seiten ab

1000 Leute beim 2. Euromayday

Bis zu 1000 Teilnehmer fanden am heute den Weg zum Euromayday, der zum 2. Mal am Maifeiertag in Dortmund stattfand. Mit 3 Musikwagen und zahlreichen bunten und beachtenswerten Aktionen zog die Parade vom Nordmarkt in den Westpark.

Gegen 14:00 sammelten sich die zahlreichen Teilnehmer am Nordmarkt. Hier wie auch an allen weiteren Kundgebungsorten fanden Interviews mit politisch und künstlerisch Aktiven aus Dortmund statt. Am Nordmarkt waren vor allem die Zustände in der Nordstadt und die Hetze der bürgerlichen Politiker dagegen Thema. Mit Schildern, Sprechblasen und Transparenten ausgestattet ging es los in Richtung Innenstadt.

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