Gedenktafeln für Thomas “Schmuddel” Schulz


In den vergangenen Tagen wurden an der U-Bahnstation Kampstraße mehrere Gedenktafeln angebracht, die an die Ermordung des Punks „Schmuddel“ vor sechs Jahren auf einer unteren Ebene der Station Kampstraße erinnern. Er wurde von dem damals 17-jährigen Neonazi Sven Kahlin erstochen. Die Tafeln tragen folgende Aufschrift:

In Gedenken an Thomas „Schmuddel“ Schulz.
† 28.03.2005
Ermordet von einem Neo-Nazi!
Siempre Antifascista!

Ein Jahr nach der Tat, also bereits vor fünf Jahren, wurde das Anbringen einer Gedenktafel von der Bezirksvertretung Innenstadt-West beschlossen. Die Initiative ging damals von Antifaschist_innen und Bürger_innen aus und wurde gegen die Befürchtungen der CDU- Fraktion in der Bezirksvertretung durchgesetzt. Die geplante Gedenktafel soll die Aufschrift „In dieser U-Bahn-Haltestelle wurde am 28.3.2005 der Punk Thomas Schulz von einem Neo-Nazi erstochen.“ tragen. Allerdings möchte die Stadt Dortmund die Anbringung auf einen Zeitpunkt nach dem Umbau der Kampstraße zum „Boulevard Kampstraße“ hinauszögern. Das würde bedeuten, dass es am Ort des Geschehens bis circa 2016/17 keine dauerhafte Gedenktafel an den Mord geben würde.

Einige Antifaschist_innen wollten sich damit sechs Jahre nach der Tat wohl nicht mehr länger zufrieden geben und nahmen die Installation der Gedenktafeln selbst in die Hand. Damit wollen sie offenbar der Forderung nach einer dauerhaft installierten Gedenktafel erneut Nachdruck verleihen.

Wir begrüßen diese Aktion und sehen es als Notwendigkeit an, dass möglichst schnell eine fest installierte Gedenktafel in der U-Bahnstation Kampstraße angebracht wird, um tagtäglich und dauerhaft an die Ermordung von Thomas „Schmuddel“ Schulz zu erinnern.

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