Neonazi zu Geldstrafe verurteilt

Ein 26-jähriger Neonazi wurde heute wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ zur Zahlung von 1050 Euro Strafe verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er beim Neonaziaufmarsch zum Antikriegstag im September 2008 das so genannte Horst-Wessel-Lied (benannt nach dem gleichnamigen SA-Mann) gesungen habe. Das Lied fungierte seit Ende der 1920er Jahre zunächst als Kampflied der SA und war dann zwischen 1930 und 1945 die NSDAP-Parteihymne. Seit 1945 ist es in Deutschland verboten.

Der Angelakte wurde durch den in der rechten Szene beliebten Anwalt André Picker verteidigt. Doch auch dieser konnte seinem Mandanten, den Picker als „demonstrationserfahren“ beschrieb, nicht zum geforderten Freispruch verhelfen. Ein Beamter hatte den Neonazi an seinen Demo-Accessoires („Kontakt“-Armbinde u. auffälliger Rucksack) im Auge behalten und eindeutig identifizieren können.

„Kontakt“-Armbinde und auffälliger Rucksack beim
„Kontakt“-Armbinde u. auffälliger Rucksack beim „Nationalen Antikriegstag“ 2008

Presse:
17.03.11 – Nazi muss 1050 Euro für Horst-Wessel-Lied zahlen (WAZ)

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1 Antwort auf „Neonazi zu Geldstrafe verurteilt“


  1. 1 Geldstrafe für Neonazi « Dortmunder Infoportal für (radikale) linke Politik Pingback am 18. März 2011 um 16:59 Uhr
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