Archiv für Februar 2011

Löttringhausen: Aktion gegen das Kriegerehrenmal

Beschädigtes Kriegerdenkmal in LöttringhausenIn der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 20.02., beschädigten Unbekannte das Kriegerehrenmal im südlichen Dortmunder Stadtteil Löttringhausen. In einem Bekennerschreiben, das auf der linken Medienplattform linksunten.indymedia.org veröffentlicht wurde, heißt es: „Menschen, die solche Grausamkeiten möglich machten, und nach der Machtübernahme Hitlers diese Taten auch noch im Krieg verteidigten, sind nicht mehr als ehrbare Menschen anzusehen und verdienen kein Denkmal.“ Auf den angehängten Bildern sind neben dem pink angemalten Stahlhelm eines uniformierten Soldaten mehrere Schriftzüge mit der Losung „Deutsche Täter sind keine Opfer“ zu erkennen. Bereits im November 2010 kam es im Rahmen einer zweiwöchigen Kampagne gegen „das in Stein gehauene Geschichtsverständnis der Deutschen“ – so der Aufruf – zu mehreren Sachbeschädigungen an Kriegerdenkmälern im Ruhrgebiet.

Das Kriegerehrenmal wurde um 1935 von der Stadt Dortmund und einigen Bezirksvertretungen in Auftrag gegeben. Auch die Dortmunder Neonazis veranstalteten hier schön des Öfteren ihr „Heldengedenken“.

Thomas-Schulz-Gedenkdemo am 02.04.

Thomas-Schulz-Gedenkdemo am 02.04.2011
Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei.

Dortmunder AntifaschistInnen betreiben seit den Ereignissen am Ostermontag 2005 mit alljährlichen Kundgebungen, Demonstrationen und weiteren Aktionen wie Straßenumbenennungen aktive und erfolgreiche Gedenkpolitik, um auf den Mord und dessen politischen Kontext hinzuweisen. Nicht zuletzt auch der erneute Naziangriff auf die Kneipe Hirsch Q im Dezember 2010 gibt uns allen Anlass im Rahmen der Gedenkdemo auf die recht aktive Neonaziszene in Dortmund hinzuweisen und antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen.

Den ganzen Aufruf lesen. Weiteres Material gibt es hier.

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
02.04.2011 | 16:00 h | Dortmund | Hauptbahnhof (Vorplatz)

Es bleibt dabei: Nichts und niemand ist jemals vergessen!
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und rechte Gewalt!

Kundgebung in Gedenken an Thomas Schulz
28.03.2011 – 18.30 Uhr – Dortmund [U-Bahnstation Kampstraße]

Achtet auf Ankündigungen und mögliche Änderungen!
http://dab.nadir.org/

Nichts und niemand ist jemals vergessen!

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 02.04.2011 in Dortmund!

Nichts ist vergessen und nichts wird vergeben!

Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei.

Dortmunder AntifaschistInnen betreiben seit den Ereignissen am Ostermontag 2005 mit alljährlichen Kundgebungen, Demonstrationen und weiteren Aktionen wie Straßenumbenennungen aktive und erfolgreiche Gedenkpolitik, um auf den Mord und dessen politischen Kontext hinzuweisen. Nicht zuletzt auch der erneute Naziangriff auf die Kneipe Hirsch Q im Dezember 2010 gibt uns allen Anlass im Rahmen der Gedenkdemo auf die recht aktive Neonaziszene in Dortmund hinzuweisen und antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen.

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Broschüre liegt zur Mitnahme aus

Unser aktueller Reader zur extremen Rechten in Dortmund liegt nun auch in gedruckter Form im praktischen DIN A5-Format an mehren Stellen in Dortmund aus.

Die letzten Exemplare können dann bei unserer nächsten Veranstaltung im Taranta Babu zum Thema Rote Hilfe am 15.03.2011 um 19.30 Uhr mitgenommen werden.

Des Weiteren suchen wir noch SpenderInnen, die uns bei der Finanzierung einer zweiten Auflage des Dossiers unterstützen würden. Die 1. Auflage mit 500 Exemplaren ist aufgrund der hohen Nachfrage schon fast komplett vergriffen. Schreibt uns bei Fragen und Anmerkungen einfach eine E-Mail oder benutzt das verschlüsselte Kontaktformular.

Die extreme Rechte in Dortmund – Jahresbericht 2010

Dortmunder Zustände - Strukturen, AkteurInnen und Entwicklungen der extremen Rechten im Jahr 2010 Hiermit veröffentlichen wir unsere Broschüre „Dortmunder Zustände – Strukturen, AkteurInnen und Entwicklungen der extremen Rechten im Jahr 2010“.

Inhaltlich werden sowohl die „freie Kameradschaftsszene“ als auch die parlamentarische Rechte behandelt. Daneben haben wir mehrere Schwerpunktthemen gesetzt: Im Rahmen dieser Ausgabe befassen wir uns neben einer zusammenfassenden Beschreibung der Entwicklung der Dortmunder Neonaziszene in den letzten zehn Jahren außerdem tiefergehend mit deren Strukturen. Dazu gehört zum einen der lokale Neonazi-Treffpunkt, das „Nationale Zentrum“ an der Rheinischen Straße und zum anderen der rechte Versandhandel resistore, der vom Kopf der Dortmunder Neonaziszene, Dennis Giemsch, betrieben wird. Ein eigenes Kapitel widmen wir dem rechten Mörder Sven Kahlin. Dieser hatte im März 2005 den 32-jährigen Punker Thomas Schulz in der U-Bahnstation Kampstraße erstochen und wurde daraufhin zu sieben Jahren Jugendhaft verurteilt. Nach seiner vorzeitigen Haft-Entlassung vor rund drei Monaten hat er sich nun wieder vollends in die hiesige Neonaziszene integriert. Grund genug für uns, auch hier noch einmal die Hintergründe zu beleuchten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet schließlich ein Bericht über die diesjährigen Neonazi-Angriffe auf die alternative Kneipe Hirsch Q in der Dortmunder Innenstadt, die 2010 zwar nicht das erste Mal stattfanden, bei denen aber auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen verletzt wurden. Zudem blicken wir nochmal auf die Affäre zurück, die dem ehemaligen Chef der Dortmunder Feuerwehr, Klaus Schäfer, aufgrund seiner weitreichenden Kontakte in die militante Neonaziszene eine weiterhin anhaltende Suspendierung einbrachte.

Die Broschüre kann entweder hier im html-Format gelesen werden, steht aber auch als 64-seitige bebilderte Broschüre im pdf-Format zum Download verfügbar.

Am Ende der nächsten Woche wird der Jahresbericht auch als Printversion an verschiedenen Stellen in Dortmund ausliegen, welche wir dann zu gegebener Zeit auf unserer Seite öffentlich bekannt geben werden.

Dortmunder Zustände – 2010

Dortmunder Zustände – Strukturen, AkteurInnen und Entwicklungen der extremen Rechten im Jahr 2010
Eine Broschüre der Antifaschistischen Union Dortmund, Februar 2011

Die Broschrüre im pdf-Format zum >>Download< <

Editorial

Impressum

1. Einleitung

2. Neonazistische Gruppen
2.1 Nationaler Widerstand Dortmund
2.2 Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld
2.3 Nationale Front Eving

3. Parlamentarische Rechte
3.1 Nationaldemokratische Partei Deutschland
3.2 Deutsche Volksunion
3.3 Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen
3.4 Die Republikaner

4. Schwerpunkt
4.1 Historische Entwicklung der Neonaziszene seit 2000
4.2 Das „Nationale Zentrum“
4.3 Der „resistore“-Versand
4.4 In Freiheit: Der Mörder von Thomas Schulz
4.5 Nazi-Angriffe auf die „Hirsch Q“
4.6 Feuerwehrmann als Brandstifter

5. Chronologie 2010 und Aufmarsch-Splitter

6. Fazit und Ausblick

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NPD-Ratsherr wegen Körperverletzung verurteilt

Das Dortmunder NPD-Ratsmitglied Axel Thieme wurde wegen Körperverletzung zu 40 Tagessätzen á 30 Euro verurteilt. Der 61-jährige Neonazi hatte am Samstag vor der Kommunalwahl im Jahr 2009 einen Bochumer Antifaschisten im Dortmunder Hauptbahnhof angegriffen und verletzt. Ergebnis nach Aussage des Opfers: Verdacht auf Gehirnerschütterung und eine zertrümmerte Brille. Thieme hingegen beteuerte seine Unschuld. Das Gericht mochte ihm am Ende nicht glauben. Es sah den Vorwurf der Körperverletzung „in vollem Umfang bestätigt“.

Presse:
08.02.11 – Geldstrafe für NPD-Ratsherr Axel Thieme (RN)
08.02.11 – NPD-Ratsherr Axel Thieme nach Prügelei mit Linken verurteilt
08.02.11 – NPD-Ratsmitglied verurteilt (BILD)

Veranstaltung am 15.02.: „Recht extrem – die Extremismustheorie und ihre Auswirkungen“

Am 15. Februar ist es wieder so weit: Die Veranstaltungsreihe “WAS GEHT MICH DAS AN!?” des Dortmunder Antifa Bündnis (DAB) geht in die nächste Runde. An dem Dienstag wird ab 19:30 Uhr ein Referent des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland einen Vortrag über das Thema “Extremismus” halten.

Die Extremismus- bzw. Totalitarismustheorie erlebt seit den 1990er Jahren einen neuen Aufschwung. In der Wissenschaft ist sie höchst umstritten. Die Annahme, “Extremismen” auf der Rechten sowie auf der Linken hätten viele Gemeinsamkeiten und seien nur unterschiedliche Ausformungen eines “extremistischen” Kerns, wird von zahlreichen Fachleuten kritisiert – schließlich fasst sie völlig unterschiedlich strukturierte Weltanschauungen zusammen.

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Morgen: Prozess gegen NPD-Stadtrat

Morgen findet vor dem Amtsgericht Dortmund ein Prozess gegen den Dortmunder NPD-Abgeordneten Axel Thieme statt. Dieser hatte Ende August 2009 mit weiteren NPD-Mitgliedern Flugblätter verteilt. Gleichzeitig fand in Dortmund der Christopher-Street-Day (CSD) statt. Einige TeilnehmerInnen der Veranstaltung folgten der Gruppe um Thieme in den Hauptbahnhof. Dort schubste dieser plötzlich mehrere CSD-TeilnehmerInnen und griff einen von ihn besonders gewalttätig an: Er fügte dem Opfer eine Gehirnerschütterung zu und zertrümmerte seine Brille. Wenig später traf die Bundespolizei ein.

01.09.09 – Anzeige gegen NPD-Ratsmitglied (WAZ)

Deshalb:
Kommt zum Prozess gegen Axel Thieme! Tim B. wird bei dem Prozess als Nebenkläger aussagen und ist auf Eure Unterstützung angewiesen.

Dienstag, 8. Februar 2011, 09.30 Uhr

Amtsgericht Dortmund,
Gerichtsstraße 22, Dortmund (in der Nähe vom Ostentor),
2. Etage, Sitzungssaal 1.201

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Farbattacke wegen rassistischer Stimmungsmache

Farbattacke auf Wohnhaus des CDU-Sprechers Thomas Bahr Wie ein Bericht auf linksunten.indymedia verrät, haben in der Nacht zum heutigen Freitag Unbekannte das Wohnhaus des CDU-Fraktionssprechers in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord, Thomas Bahr, mit Farbbomben angriffen. Anlass für diese Attacke waren unter anderem Äußerungen des CDU-Sprechers über die Dortmunder Nordstadt, in denen er behauptete, diese dürfe nicht „Sammelbecken und Auffangstation für kriminelle Elemente und menschenverachtende Lebensformen von Randexistenzen aus ganz Europa […] werden“. Nachfolgend dokumentieren wir den diesbezüglichen Bericht der „kiezsportlichen nrdstkids“.

Zudem machen BürgerInnen aus Lütgendortmund und Hacheney sowie die örtlichen Neonazis in den letzten Wochen verstärkt gegen die Verlegung des Flüchtlingsheim vom Westfahlendamm mobil. Wir begrüßen jegliche Aktionen, die sich gegen die rassistische Stimmungsmache, die vor allem in den letzten Monaten von BürgerInnen, LokalpolitikerInnen, Neonazis und „Nordstadteltern“ betrieben wird, richten.

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