Dortmunder Neonazi erneut veurteilt

Anfang Dezember wurde ein Prozess neu aufgerollt, bei dem der Dortmunder Neonazi Marc Brandt vor Gericht stand, weil er im Vorfeld des Antikriegstages einen jungen Studenten zu Boden schlug. Brandt war in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 2.800 Euro (80 Tagessätze) verurteilt worden. Außerdem sollte er weitere 800 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen, sowie für eventuelle Spätfolgen der Verletzung – Nasenbeinbruch und erhebliche Blessuren im Gesicht – aufkommen. Gegen dieses Urteil haben sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Obwohl der rechte Szene-Anwalt André Picker nach wie vor auf Freispruch plädierte, wurde der 32-jährige Neonazi heute in zweiter Instanz vor dem Landgericht Dortmund wegen Körperverletzung verurteilt. Zwar muss der Neonazi mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro zwar 1.800 Euro weniger zahlen als zuvor, da er zwischenzeitlich seinen Job in der Kfz-Branche verloren hatte. Allerdings wurden die Anzahl der Tagessätze von 80 auf 100 hochgesetzt, sodass Brandt damit nun als vorbestraft gilt.

Presse:
05.01.11 – Neonazi im Landgericht erneut verurteilt (WAZ)

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