Archiv für Januar 2011

Veranstaltungsreihe “WAS GEHT MICH DAS AN!?” erfolgreich gestartet

Am 18. Januar begann die Vortragsreihe “WAS GEHT MICH DAS AN!?” des Dortmunder Antifa-Bündnisses (DAB). Zum Auftakt hielt ein Referent der Antifaschistischen Bildungsinitiative Münsterland den Vortrag “Vertrieben, verfolgt, vergessen – die Kontinuität des Antiziganismus” im Kulturcafé Taranta-Babu im Dortmunder Klinikviertel. Inhaltlich setzte sich der Vortrag mit den Stereotypen und der Geschichte des Antiziganismus auseinander und versuchte, deren Funktionsweisen und Kontinuitäten aufzuzeigen.

Wir freuen uns, dass die Veranstaltung so gut angenommen wurde und wünschen uns weiterhin eine spannende Diskussionskultur zu antifaschistischen Themen.

Weiter geht es am 15. Februar mit dem Vortrag “Recht extrem – Die Extremismustheorie und ihre Auswirkungen” des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland. Zudem findet am morgigen Freitag um 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Dresden statt, wo ihr auch noch Tickets für die Busse nach Dresden erwerben könnt.

Antifa-Veranstaltungsreihe 2011 in Dortmund

Neues Jahr und gleich geht es los! Das Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) wird im ersten Quartal des Jahres 2011 eine antifaschistische Vortragsreihe unter dem Motto „Was Geht mich das an?“ veranstalten, bei der jeweils am dritten Dienstag im Monat ein Vortrag stattfinden soll. Veranstaltungsort ist das Kulturcafé Taranta Babu.

Die ersten drei Themen (Januar bis März) sind:

  • Vertrieben, verfolgt, vergessen – die Kontinuität des Antiziganismus (18.01.2011)
  • Recht extrem – Die Extremismustheorie und ihre Auswirkungen (15.02.2011)
  • Solidarität als Waffe: Arbeit und Hintergründe der Roten-Hilfe
    (15.03.2011)

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  • Dortmunder Neonazi erneut veurteilt

    Anfang Dezember wurde ein Prozess neu aufgerollt, bei dem der Dortmunder Neonazi Marc Brandt vor Gericht stand, weil er im Vorfeld des Antikriegstages einen jungen Studenten zu Boden schlug. Brandt war in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 2.800 Euro (80 Tagessätze) verurteilt worden. Außerdem sollte er weitere 800 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen, sowie für eventuelle Spätfolgen der Verletzung – Nasenbeinbruch und erhebliche Blessuren im Gesicht – aufkommen. Gegen dieses Urteil haben sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

    Obwohl der rechte Szene-Anwalt André Picker nach wie vor auf Freispruch plädierte, wurde der 32-jährige Neonazi heute in zweiter Instanz vor dem Landgericht Dortmund wegen Körperverletzung verurteilt. Zwar muss der Neonazi mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro zwar 1.800 Euro weniger zahlen als zuvor, da er zwischenzeitlich seinen Job in der Kfz-Branche verloren hatte. Allerdings wurden die Anzahl der Tagessätze von 80 auf 100 hochgesetzt, sodass Brandt damit nun als vorbestraft gilt.

    Presse:
    05.01.11 – Neonazi im Landgericht erneut verurteilt (WAZ)

    Nazi-Angriff auf Linken-Büro in Hamm

    Die Polizei hat in der Nacht zum heutigen Dienstag in Hamm zwei Männer stellen können, die für eine neuerliche Sachbeschädigung am Partei-Büro der Linken verantwortlich sein könnten. Mit einem Pflasterstein wurde Scheibe eingeworfen und rassistische Parolen hinterlassen. Der Sachschaden beläuft sich diesmal auf rund 1.500 Euro. Schon mehrfach wurde das Partei-Büro von Neonazis angegriffen. Laut einer ergänzenden Mitteilung der Lokalpresse, handelt es sich bei den beiden Männern neben einem 19-Jährigen aus Hamm auch um einen 21-jährigen Dortmunder. Beide seien schon polizeilich aufgefallen.

    Bestätigung: Stadt hat „Nazi-Haus“ gekauft

    Lange hat man auf ein eindeutiges Statement der Stadt warten müssen. Nach fünf Monaten ist nun aber klar: Die Stadt hat das Haus an der Rheinischen Straße 135 gekauft und damit auch das Ladenlokal, das den örtlichen Neonazis u. a. als allwöchentlicher Treffpunkt dient und ein wichtiger Stützpfeiler der rechten Szene in Dortmund ist.

    Ende Juni hatte unsere Gruppe über Pläne der Nazis berichtet, das gesamte Haus an der Rheinischen Straße kaufen zu wollen. Die Stadt entschied sich daraufhin, die Immobilie zu kaufen und so den eventuellen Aufbau eines „nationalen Schulungs- und Kulturzentrums“ zu verhindern. Die Stadt als neuer Eigentümer ist allerdings dazu verpflichtet, die bestehenden Mietverträge weiterzuführen. Der Mietvertrag der Neonazis, der Anfang April 2010 geschlossen wurde, läuft noch bis zum 31. März 2015. Über mögliche Gründe, die eine außerordentliche Kündigung rechtfertigten, werde nachgedacht.

    Ziel der Stadt ist es, einen Bürger- oder Jugendtreff in dem Haus einzurichten, erläutert Stadtsprecher Udo Bullerdieck. Bis dahin habe eine externe Verwalterin ein Auge auf das Gebäude“, so die Ruhr Nachrichten.

    Dortmund goes Dresden!

    Von Dortmund nach Dresden, einen Naziaufmarsch verhindern.

    Wie schon 2010 mobilisieren auch im Februar 2011 antifaschistische Gruppen aus NRW gemeinsam nach Dresden. Dort wollen wir das wiederholen, was schon einmal funktioniert hat: Europas größten Naziaufmarsch mit vielfältigen Blockaden verhindern.

    Aus Dortmund wird ein vom Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) organisierter Bus nach Dresden fahren. An dieser Stelle gibt es in Kürze mehr Informationen über die Anreise, den Ticketverkauf und Infoveranstaltungen in Dortmund und den umliegenden Städten.

    Auf der Internetseite des „No Pasaran NRW“ – Bündnis findet Ihr weitere Informationen zu Bussen aus anderen Städten. Dort könnt Ihr auch den Aufruf „Nazis blockieren – Extremismusquatsch und Opfermythen bekämpfen“ lesen.