Archiv für Dezember 2010

Naziaufmarsch musste wegen antifaschistischem Protest umgeleitet werden

Dem Aufruf zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch am heutigen Samstag folgten mehr als 200 Gegendemonstrant_innen. Es gelang, eine Umleitung des Aufmasches zu erzwingen und den Aufmarsch über weite Strecken mit Protest zu begleiten.

Proteste gegen den
Naziaufmarsch

Circa 120 Neonazis fanden gegen 13:00 den Weg zur S-Bahn-Haltestelle Stadthaus, um gegen die gegen sie gerichteten Polizeimaßnahmen der letzten Woche zu demonstrieren. Die Twitter-Meldung der Neonazis, drei (!) Antifaschisten befänden sich an der Saarlandstraße, stellte sich schnell als Trugschluss heraus. Denn eine Vielzahl von kleinen Gruppen war zu diesem Zeitpunkt bereits im Stadtviertel unterwegs und setzte die Polizei offenbar dermaßen unter Druck, dass sie den Aufmarsch der Rechten zunächst aufhalten musste. Auch repressive Maßnahmen der Polizei, unter anderem die Einkesselung von circa 40 Gegendemonstrant_innen an der Hohen Straße / Kreuzung Chemnitzer Straße, brachten der Polizei kaum Vorteile.

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Neonazi zu Geldstrafe verurteilt

Nach einer erfolgreichen Störaktion gegen einen pro NRW-Stand in der Innenstadt im Mai 2010, machten sich rund 100 AntifaschistInnen auf den Weg nach Dorstfeld. Dort angekommen stürmte der gestern Angelakte Dietrich Surmann auf die DemonstrantInnen zu und warf eine halbvolle Flasche in deren Richtung. Getroffen wurde allerdings niemand, die Flasche zersplitterte auf der Straße. Der 27-Jährige versuchte daraufhin zu fliehen, konnte aber kurz darauf von der Polizei gestellt werden und musste sich gestern wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Dortmund verantworten.

Nachdem sich der Neonazi allerdings bereit erklärt hatte, 1500 Euro an die Landeskasse zu zahlen, verzichtete der Richter auf eine förmliche Verurteilung. Der Angeklagte war bereits 2007 wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden.

Presse:
Neonazi muss 1500 Euro zahlen (RN)

Update zum morgigen Naziaufmarsch

Update:
Die EA-Nummer für die Aktionen morgen lautet: 0173 / 63 44 919

Wie bereits vermutet dürfen die Neonazis am Samstag (04.12.) ihre Demonstration nicht direkt am Dortmunder Hauptbahnhof starten. Nach ihrem Kooperationsgespräch mit der Polizei ist klar, dass die Neonazis vom Dortmunder Stadthaus (S/U-Bahn) starten müssen. Dort werden sie dann eine kurze Route durch das Kreuzviertel bis zum Polizeipräsidium laufen. Die Demo soll auf der gleichen Route wieder zurück zum Stadthaus laufen und dort enden. Anbei findet ihr eine Karte mit allen wichtigen Informationen.

Wir raten allen Antifaschisten_nnen sich direkt in das Viertel zu begeben, um einen Protest an der Route zu ermöglichen. Zudem rufen wir die Anwohner_nnen des Viertels dazu auf kreativ ihren Protest gegen die Neonazis auf die Straße zu tragen!