Hausdurchsuchungen bei Neonazis

Wie soeben bekannt wurde haben Einsatzkräfte der Dortmunder Polizei mehrere „Wohnungen bzw. Geschäftsräume an der Rheinischen Straße, Thusneldastraße und Holtestraße“ von lokalen Neonazis durchsucht. Betroffen davon dürfte u.a. das „Nationale Zentrum“ an der Rheinischen Straße 135 sein, das von Neonazis als Lager- und Veranstaltungsraum sowie für allwöchentliche Kameradschaftsabende genutzt wird. Als Grund für die Durchsuchungen wird die „Auffindung von Beweismitteln“ angeführt. Gemeint sind Tonträger mit volksverhetzendem Inhalt.

Die Dortmunder Rechten führten in den letzten Tagen mehrere Aktionen durch, die ihre neonazistische und geschichtsrevisionistische Ideologie offenbarten: Am 9. November, dem Jahrestag der Reichpogromnacht, störten sie ähnlich wie im letzten Jahr eine Gedenkfeier am jüdischen Mahnmal für die Dorstfelder Synagoge. Am so genannten Volkstrauertag, wenige Tage später, glorifizierten nach Eigenangaben rund 45 Neonazis deutsche Soldaten an der Kriegsgräberstätte am Hauptfriedhof. Nach einem Aufmarsch in Remagen (Rheinland) am vergangenen Samstag veranstalteten hiesige Neonazis einen Vortrag mit der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck.

Über Hintergründe und aktuelle Entwicklungen in diesem Fall halten wir euch auf dem Laufenden.

Infos:
Durchsuchungsbeschlüsse gegen Rechtsextreme vollstreckt

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