Nächste Wendung im Fall Klaus Schäfer

Klaus Schäfer am 30.04.2010 auf der Kundgebung der Rechten. (links im Bild; mit Brille)
Klaus Schäfer, der seit rund 4 Monaten suspendierte Leiter des Instituts für Feuerwehr- und Rettungstechnologie, bekundete nun gegenüber den Ruhr Nachrichten, dass er wieder an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren möchte. Die Suspendierung war vor einem Vierteljahr ausgesprochen worden, als seine Nähe zur Neonaziszene bekannt geworden war. Die Stadt habe auf Grund seiner hohen beruflichen Qualifikationen auch gar keine andere Wahl, als ihn an dieser Stelle der Forschungsarbeit wieder einzusetzen, so Schäfer. Im Zweifel wolle er auch vor der höchsten Instanz, dem Europäischen Gerichtshof, klagen. Seine Kontakte zur hiesigen Neonaziszene will der mittlerweile 55-Jährige unterdessen abgebrochen haben. „Die linke Szene hat das Gerücht gestreut, dass ich Agent des Verfassungsschutzes sei. Das war keine gute Empfehlung“, behauptet Schäfer.

Dass solche Behauptungen nie Gegenstand der Auseinandersetzung um seine Person waren, dessen wird sich Dortmunds Ex-Feuerwehrchef Schäfer bewusst sein. In einem ausführlichen Bericht legten wir bereits vor einigen Monaten dar, dass sich Schäfer aus tiefster Überzeugung an den Aktionen der rechten Szene beteiligte: „Schäfers Teilnahme an dem Naziaufmarsch am 30.04. war also keinem losen Interesse an ‚neuen Argumenten‘ geschuldet, sondern resultierte aus einer ideologisch gefestigten extrem rechten Einstellung heraus. Der langjährige SPDler ist aktiv in die neonazistischen Strukturen der gewaltbereiten ‚Autonomen Nationalisten‘ aus Dortmund integriert. Er nimmt an deren Treffen teil und macht auch sonst keinen Hehl aus seiner neonazistischen Gesinnung.“ Gerüchte über V-Person-Aktivitäten hat es in Bezug auf den Fall Klaus Schäfer also nie gegeben. Offenbar versucht Schäfer mit dieser unhaltbaren Behauptung seiner Distanzierung von der rechten Szene Glaubhaftigkeit zu verleihen.

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1 Antwort auf „Nächste Wendung im Fall Klaus Schäfer“


  1. 1 Neues von Klaus Schäfer « Dortmunder Infoportal für (radikale) linke Politik Pingback am 22. Oktober 2010 um 15:57 Uhr
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