Neonazi erneut zu Haftstrafe verurteilt

Der Dortmunder Neonazi Markus Nikolaus wurde gestern zu einer sechsmonatigen Haftstrafe wegen Volksverhetzung verurteilt. Nikolaus hatte zusammen mit einem weiteren Neonazi am Rande einer antifaschistischen Demo im August letzten Jahres in Witten Opfer des Nationalsozialismus verunglimpft. Damals hatten die Zwei lautstark gelacht und sich lustig gemacht, als die VeranstalterInnen der Demo Namen von ZwangsarbeiterInnen vorlasen. Zum Verhängnis wurden dem 27-Jährigen seine auffälligen Tätowierungen, an denen ihn eine Zeugin wiedererkannte.

Der Lagerist aus Dortmund hat bereits eine Vorstrafe wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruch, da er zusammen mit anderen Neonazis am 01.09.2007 die linskalternative Kneipe „Hirsch Q“ überfiel und dafür am 15.04.2008 zu einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Er saß seine Haft in der JVA Bielefeld-Brackwede ab. Als Neonazis aus der Region im März 2010 schließlich seine Entlassung im „Nationalen Zentrum“ an der Rheinischen Straße feierten, hatten sie sicherlich nicht damit gerechnet, dass seine Zeit außerhalb der Gefängnismauern nur von so kurzer Dauer sein würde. Vielleicht gibt es dann in Zukunft eine Neuauflage des „Solidaritäts-T-Hemd“ für den 27-jährigen Gewalttäter.

Infos:
Rechter Hetzer muss hinter Gitter (WR)
Detaillierter Prozessbericht bzgl. „Hirsch-Q“ (aAD)
Und wieder einer weg! (Archiv)

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1 Antwort auf „Neonazi erneut zu Haftstrafe verurteilt“


  1. 1 Kein Ende im Prozess gegen Nikolaus « antifaschistische union dortmund Pingback am 08. März 2011 um 18:37 Uhr
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