“pro-NRW”-Kundgebung erfolgreich gestört

Heute störten ca. 200 Menschen mit massivem Protest auch die letzte Station der für gestern geplanten „pro-NRW“-Wahlkampftour. Die ProtestiererInnen kamen überwiegend aus dem Antifa-Spektrum. Durch eine erfolgreiche Mobilisierung des Dortmunder Antifa-Bündnisses und einem entschlossenen Auftreten mussten die RechtspopulistInnen ihre Mini-Kundgebung schon nach rund 15 Minuten beenden und unter Polizeischutz den Platz oberhalb der Katharinentreppen verlassen.

Nachdem bekannt wurde, dass „pro-NRW“ bei ihrem „Kreuzzug“ am 4. Mai auch in Dortmund halten würden, mobilisierten das Dortmunder Antifa-Bündnis und andere Gruppen rund 200 Menschen zum Platz von Netanya, wo die Kundgebung stattfinden sollte. Als sich die Meldung verbreitete, dass der große Tourbus von „pro-NRW“ nach wie vor noch in Unna blockiert wird und sich die RechtspopulistInnen nun auf der Katharinenstr. treffen, machte sich eine große Gruppe von AntifaschistInnen auf den Weg dorthin. Somit gelang es „pro-NRW“ noch nicht einmal ihren eingeplanten Kundgebungsort zu erreichen. Es wurde schnell klar, was für einen Stand „pro-NRW“ an diesem Tag in Dortmund haben würde. Mehrere Transparente und Parolen machten die BürgerInnen auf die rassistische und xenophobe Propaganda von „pro-NRW“ aufmerksam. Durch ein entschlossenes Vorgehen der AntifaschistInnen war die Polizei darauf angewiesen, einen engen Kessel um den Stand von „pro-NRW“ zu ziehen, sodass von Seiten der RechtspopulistInnen keine Möglichkeit mehr bestand, mit den BürgerInnen in Kontakt zu treten. Nach zahlreichen Eier- und Wasserbombenwürfen beendeten sie schließlich ihre Kundgebung und verließen unter Polizeischutz nach nur 15 Minuten fluchtartig den Platz. Dabei wurde der Transporter zunehmend in Mitleidenschaft gezogen.

Nachdem die „pro-NRW“-Kundgebung von AntifaschistInnen beendet wurde, fuhren knapp 100 AntifaschistInnen Richtung Dorstfeld und meldeten eine Spontan-Demonstration an. Dabei versuchten einige Neonazis die Antifas zu attackieren, wobei schnell klar wurde, dass dieser Versuch nicht erfolgreich verlaufen würde. Der als Lautsprecherwagen der Nazis genutzte Kleinbus tauchte ebenfalls im Verlauf der Demo auf, musste aber auf der Straße wenden und das Weite suchen. Mit einer Kundgebung am Wilhelmplatz, bei der erneut über Pro NRW informiert wurde, endete die Spontandemo gegen 18:30. Auf dem Rückweg wurde noch das „Nationale Zentrum“ an der Rheinischen Str.135 besucht. Die anwesenden Nazis mussten daraufhin flüchten und sich in ihrem Laden verbarrikadieren. Wenig später, nachdem die AntifaschistInnen sich bereits entfernt hatten, wollten sie dann noch einmal – mit Besenstielen bewaffnet – nach dem Rechten sehen.

Es war also ein durchaus erfolgreicher Tag für die Dortmunder Antifa. Durch die breite und große Mobilisierung des Dortmunder Antifa-Bündnisses konnte eine Vielzahl an Menschen erreicht werden, welche sich den RechtspopulistInnen in den Weg stellten und auch den Nazis in Dortmund „contra“ gaben. Siehe dazu auch den Bericht der Kampagne „contra geben!.

Der Pro-NRW-Stand unter Bedrängnis
Der Pro-NRW-Stand unter Bedrängnis

Auch der Rückzug von Pro-NRW wird begleitet
Auch der Rückzug von Pro-NRW wird begleitet

Das Nazi-Zentrum wird besucht
Das Nazi-Zentrum wird besucht

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