Kundgebung zum Jahrestag des Nazi-Mordes


Am späten Nachmittag versammelten sich ab 18.30 Uhr mehrere AntifaschistInnen am U-Bahnhof Kampstraße und hielten eine Kundgebung für den Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz ab, der auf einer unteren Ebene dieser Station vor genau fünf Jahren von einem jugendlichen Neonazi ermordet wurde. Die Veranstaltung verlief störungsfrei.

Während sich die Nazis in ihrem angemieteten Laden an der Rheinischen Straße in der westlichen Innenstadt aufhielten, waren die AntifaschistInnen dem Aufruf eines antifaschistischen Bündnisses zur Mahnwache an der U-Bahnhaltestelle Kampstraße gefolgt. In den Redebeiträgen wurde auf den Stand der Diskussion zur dauerhaften Gedenktafel für Thomas, die am U-Bahnhof installiert werden soll, eingegangen und auf die neueren Aktivitäten der lokalen Neonaziszene hingewiesen. Zur Tatzeit, um 19.00 Uhr, als der Neonazi Sven Kahlin sein Messer mit erheblicher Wucht in die Brustvon Thomas rammte, hielten die AntifaschistInnen eine Gedenkminute ab, die mit lauten „Alerta, Alerta, Antifascista!“-Rufen beendet wurde.

Trotz der kleinen Regenschauer und den Aktionen gegen die Aufmärsche von pro NRW und NPD an diesem Tag in Duisburg, an denen auch zahlreiche AntifaschistInnen aus der Region teilnahmen, war die Veranstaltung mit mehr als 50 Personen gut besucht. Die Polizei war mit einem verhältnismäßig großen Aufgebot vor Ort, hielt sich aber ansonsten weitgehend zurück.

Nachdem noch auf die bevorstehende Gedenkdemonstration am nächsten Samstag, dem 03.04., hingewiesen wurde, lösten die VeranstalterInnen die Mahnwache nach einer Stunde auf.

Siehe auch:
Erinnern an Thomas Schulz (AID)
28.03.10: 5 Jahre nach dem Nazi-Mord (Kiezsport)

Fotos:

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