Archiv für Dezember 2009

Danke für eure Unterstützung!

Das erste gedruckte Kontingent der Soli-Aufkleber für Dortmunder Antifa-Strukturen beim SchwarzeSocke-Versand ist bereits nach zwei Wochen fast komplett ausverkauft worden. Wir möchten euch hiermit für euren tatkräftigen Support danken. Das Geld wird nun für den Druck des Mobi-Materials für die anstehende Thomas-Schulz-Gedenkdemonstration genutzt werden. Einige Kiezsport-Aufkleber sind noch erhältlich, werden aber bald auch nachgedruckt. Neue Motive für weitere Soli-Aufkleber sind bereits in Arbeit.

Danke für die Solidarität!

Anmerkungen zur neuen Lotta #37

Seit dem 9. Dezember ist die neue Lotta erhältlich. Diese hatte kürzlich ihr zehnjähriges Jubiläum, wozu wir hiermit gratulieren möchten und der Redaktion alles Gute für die Zukunft wünschen. Nach den einleitenden wertschätzenden Worten möchten wir allerdings noch einige Anmerkungen zum Editorial in der aktuellen Ausgabe verlieren.

Dort heißt es, dass die Lotta-Redaktion versuchte, ein „konstruktives Streitgespräch darüber zu führen, wie sich die Gruppen vor Ort vorstellen, gemeinsam das Nazi-Problem in Dortmund in den Griff zu bekommen.“ Diese Gesprächsrunde sei aber nicht zu Stande gekommen, da „die Mehrheit der angefragten Gruppierungen absagte oder sich erst gar nicht meldete.“ Wir möchten darauf hinweisen, dass das Gespräch nicht an uns scheiterte und wir Gesprächsbereitschaft signalisiert hatten. Warum es in Dortmund „wieder einmal nicht gelungen ist“ gemeinsam etwas gegen Nazis zu unternehmen ist ein schwieriges Thema und ließe sich vermutlich nicht einmal überblicksweise auf wenige Seiten in der Lotta herunterbrechen. Zumal einige der eingeladen GesprächspartnerInnen sicherlich nicht die richtigen DisskutantInnen gewesen wären, zumindest wenn es um aktive und kontinuierliche Antifa-Arbeit vor Ort geht.

Nazi wegen Körperverletzung verurteilt

Der Dortmunder Neonazi-Schläger Marc Andre B.1 wurde heute vom Amtsgericht wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2800€ (80 Tagessätze à 35 Euro) und zur Zahlung von 800€ Schmerzensgeld verurteilt. Der heute 31-Jährige schlug am 4. Dezember 2008, im Vorfeld des Naziaufmarsches zum Antikriegstag, einem Antifaschisten brutal ins Gesicht, fügte seinem Opfer damit mehrere Prellungen zu und brach ihm das Nasenbein. Obwohl die Staatsanwaltschaft 100 Tagessätze ansetzte und der Angeklagte B. somit vorbestraft gewesen wäre, entschied sich der Richter letztlich gegen die geforderte Strafe.

Pressespiegel:
Neonazi wegen Körperverletzung verurteilt (WE)
Rechter Schläger brach Opfer das Nasenbein (Ruhr Nachrichten)

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Name bekannt. Siehe hier.

Soli-Aufkleber für Dortmund erhältlich!

Soli-Aufkleber

Ab sofort sind verschiedene Soli-Artikel beim befreundeten SchwarzeSocke-Mailorder erhältlich, mit denen ihr die dringend notwendige Antifa-Arbeit in Dortmund unterstützen könnt. Vorerst gibt es lediglich ein Aufkleber-Motiv, allerdings sind weitere in Planung.

Mit dem Kauf zeigt ihr euch solidarisch mit der Arbeit der Dortmunder Antifa-Strukturen. Das Geld wird vor allem zur Planung und Durchführung der alljährlichen antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas Schulz verwendet werden, aber auch zur Finanzierung der Aktivitäten gegen den großen Neonaziaufmarsch Anfang September zum Antikriegstag.

Zu unserer Arbeit gehören das Recherchieren und Dokumentieren von neonazistischen Strukturen, die Aufklärung über extrem rechte und nationalkonservative Organisationen und Bewegungen, intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Organisieren von Veranstaltungen und Demonstrationen. Das alles kostet uns viel Zeit und Geld. Deswegen sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Stärkt mit dem Erwerb des Soli-Materials linke Strukturen in Dortmund!

Den Aufkleber könnt ihr hier bestellen.

Zeigt Solidarität mit den Dortmunder Antifas!

Aktuelles zum Dortmunder Naziproblem

Gleich mit mehreren Fällen ist Dortmunds Naziproblem wieder in den Medien präsent. Die von der Stadt vor gut einem Jahr beim Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung in Auftrag gegeben Studie zur „Analyse des Rechtsextremismus in Dortmunder Stadtbezirken” wurde nun fertiggestellt und soll demnächst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Schon jetzt heißt es allerdings, dass die Studie „keine neuen Erkenntnisse“ gebracht habe und „nur zu einem Drittel aus der Analyse der rechstextremen Szene“ bestünde. Der Fokus von Prof. Wilhelm Heitmeyer und seiner Forschungsgruppe läge auf den Stadtbezirken Innenstadt-West und Eving und den „Autonomen Nationalisten“, deren Szene er im Bundesvergleich als „sehr bemerkenswert“ charakterisierte. Zahlen könne er aber nicht nennen, „da sie keine Vereinsstrukturen aufweisen.“ Wie viel man sich also von dieser 200-Seiten-Studie erwarten kann, bleibt abzuwarten.

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