Dortmunder Job-Center förderte Naziversandhandel

Seit Juni 2006 betreibt der Dortmunder Neonazi und Anmelder zahlreicher Aufmärsche, Dennis Giemsch, den extrem rechten Internetversandhandel resistore. Der Aufbau eines der wichtigsten Versandhandel der deutschen Neonaziszene wurde durch eine dreijährige Ich-AG-Förderung der Dortmunder Dependance der Bundesagentur für Arbeit Dortmund ermöglicht. Seit drei Jahren können Neonazis nun bundesweit auf ein Angebot zurückgreifen, dass von antisemitischen Propaganda-Aufklebern, über Sturmmasken bis hin zu Waffen, wie Steinschleudern mit Stahlkugelmunition und Pfefferspray reicht.

Kerstin Wiedemann, Pressesprecherin der Antifa Union Dortmund, erklärt dazu: „Angesichts der Gewaltbereitschaft der Dortmunder Neonazis, welche diese am 1. Mai erneut unter Beweis gestellt haben, erscheint es besonders brisant, dass sie sich mit Unterstützung der öffentlichen Hand mit potentiell tödlichen Waffen ausstatten können.“ Dass diese auch zum Einsatz kommen, beweisen die Anschläge vom 15. und 29. August 2008, als jeweils ein Geschoss die Frontscheibe des Wahlkreisbüros der Dortmunder Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke (DIE LINKE) traf. „Als Giemsch die Förderung beantragte, war er längst ein stadtbekannter Neonazi, der neonazistische Aufmärsche angemeldet, sowie sich für Flugblätter verantwortlich zeichnete und bereits bundesweit in den Medien als eine der Führungspersonen der ‚Autonomen Nationalisten‘ bekannt war“ so Wiedemann. Daher sei es vollkommen unverständlich, warum Giemsch die Förderung erhalten habe. Offenbar gebe es in der Stadt immer noch ein mangelndes Problembewusstsein, so Wiedemann.

Pressespiegel:
Arge förderte Ich-AG eines Neonazis (WR)

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