Update: Neonaziroute und Polizeitaktik

Wenn am 06. September Neonazis aus ganz Europa durch Dortmund marschieren wollen, können sie sich auf die Unterstützung der Dortmunder Polizei verlassen. Schon im Vorfeld zeigt sich, dass die Polizei wieder alles daran setzt den Neonazis einen störungsfreien Tag zu bescheren. So wird die gesamte östliche Dortmunder Innenstadt zum Sperrgebiet für all jene Menschen, die den Neonazis eben keinen ruhigen Tag gönnen und sich ihnen aktiv entgegenstellen wollen.

Konkret heißt das, dass östlich einer Linie Hohe Straße – Bornstraße Antifaschistinnen und Antifaschisten, nach dem Willen der Polizei, am 06.09. nichts zu suchen haben. Wie die Einsatzleiter der Polizei diesen Plan realisieren wollen, bleibt jedoch bis zum 06. September ihr Geheimnis. Mit mehreren tausend Polizistinnen und Polizisten und schwerem Gerät muss wohl gerechnet werden.
Die Neonazis wollen sich ab 12 uhr am Platz hinter der S-Bahn Haltestelle DO-Stadthaus treffen und dort ihre Auftaktkundgebung abhalten. Von dort aus soll es ab ca. 14 Uhr über Saarlandstr., Ernst-Mehlich-Str., Feldstr., Karl-Marx-Str., Deggingstr., Im Defdahl, Von-der-Goltz-Str. und Franziskanerstr. zur Kaiserstr. gehen. Dort soll dann die erste Zwischenkundgebung der Neonazis stattfinden. Danach wollen sie weiter über die Kaiserstr. und den Körner Hellweg bis zur Kreuzung Am Zehnthof, wo gleich die nächste Zwischenkundgebung stattfinden soll. Schließlich soll es noch über Am Zehnthof, Paderbornerstr., Am Bertholdshof und Lange Reihe zur S-Bahn Haltestelle Körne-West gehen, an der dann die Abschlußkundgebung stattfinden soll. Die An- und Abreise der Neonazis wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder über die S-Bahn Linie S4 laufen. Informierte Antifaschistinnen und Antifaschisten erinnern sich noch gut an den 1. Mai 2007 in Dortmund…

Auf Grundlage der Route der Neonazis scheinen die Pläne der Dortmunder Polizei, die gesamte östliche Dortmunder Innenstadt abzuriegeln, reichlich übertrieben. Wie wenig Vertrauen die Polizei selbst in Ihre eigenen Kräfte hat, zeigt sich im Umgang mit der Antifa-Demonstration. So wurde die eigentlich angemeldete Route über den Ostwall und das Neutor, aufgrund der Nähe zur Auftaktkundgebung der Neonazis, kurzerhand verboten. 300 Meter Luftlinie und ein 4 Meter hoher Bahndamm scheinen für die Dortmunder Polizei nicht zu sichern zu sein.

Wie weit die Taktik der Dortmunder Polizei erfolgreich sein kann, wird der 06. September zeigen…

Karte mit Route der Neonazis (klicken für Großansicht):


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