Spontane Demonstration nach Nazianschlag

Nach den Anschlägen auf den linken Veranstaltungsort „Zone 10″ und den Buchladen „Taranta Babu“ in Dortmund, demonstrierten am Montag, den 10.03. über 200 AntifaschistInnen in der Dortmunder Innenstadt und bis nach Dorstfeld, um den dort ansässigen Neonazis deutlich zu machen, dass ihre Taten Konsequenzen nach sich ziehen. Obwohl die Dortmunder Polizei wieder mal durch ihre Provokationen einen geordneten Ablauf der Demonstration verhinderte, war dieser entschlossene und laute Protest ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Nur ein paar Stunden Mobilisierungszeit hatten gereicht um mehr als 200 AntifaschistInnen aus Dortmund und der näheren Umgebung zur Kampstraße zu mobilisieren, wo die Demonstration um ca. 18:50 startete. Über die Hansastraße ging es, vorbei am Platz der alten Synagoge, durch das Klinikviertel zum Taranta Babu. Danach zog der Demonstrationszug nach Dortmund-Dorstfeld. Die ganze Zeit über machten die TeilnehmerInnen der Demonstration ihrer Wut über die dreisten Aktionen der Neonazis Luft und sorgten mit vielen entschlossenen Parolen für eine kämpferische und gute Stimmung. Getrübt wurde diese jedoch wieder mal durch das dilettantische Vorgehen der Dortmunder Polizei, die zum wiederholten Male eindrucksvoll bewies, dass ihr der Begriff „Fingerspitzengefühl“ schlichtweg fremd ist. Obwohl vereinbart worden war, dass der Demonstrationszug bis auf Sichtweite an den alten Donnerschlag herankommen dürfe, versperrte die Polizei der Demonstration schon kurz hinter der Dorstfelder Brücke den Weg. Auf dem Rückweg in die Innenstadt zeigten sich die Beamten ferner unfähig zwei eindeutig als Neonazis erkennbare Personen von der Demonstration fernzuhalten, was verständlicherweise zu Tumulten führte.
Der Anmelder der Demonstration machte, kurz bevor er selbige auflöste, noch mal eindringlich auf den 29.03. aufmerksam. Anlässlich des dritten Todestages des Punkers Thomas „Schmuddel“ Schulz, der am 28.03.2005 von dem damals 17-jährigen Neonaziskin Sven Kahlin mit einem Messer erstochen wurde, findet dann unter dem Motto „…denn es ist unsere Stadt!“ eine antifaschistische Demonstration statt. Angesichts der vielen Übergriffe durch Neonazis und ihrer immer stärker wahrnehmbaren Präsenz in der Dortmunder City, soll diese Demonstration für eine organisierte antifaschistische Gegenwehr ein weiteres Signal an die Neonazis senden, dass wir ihnen, wo immer sie auch auftreten, entgegentreten.

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