Archiv für März 2008

Über 800 gedenken Schmuddel!

Heute haben sich über 800 Antifaschistinnen und Antifaschisten an der Demonstration unter dem Motto „…denn es ist unsere Stadt!“ beteiligt. Sie machten deutlich, dass wir nicht bereit sind den Mord an Schmuddel zu vergessen, genauso wie wir nicht bereit sind, dem Treiben der Neonazis einfach zuzuschauen. Diese lautstarke, energische und vor allem teilnehmerstarke Demonstration hat ein klares Signal an die Neonazis gesendet und ihnen einmal mehr deutlich vor Augen geführt, dass ihre Parole „Dortmund ist unsere Stadt!“ von der Realität genauso weit entfernt ist, wie der Glaube der Kandidaten bei „Deutschland sucht den Superstar“ tatsächlich ein ernstgenommener Popstar zu werden. (mehr…)

Nazis melden Spontandemo an!

Laut einer Pressemitteilung der Dortmunder Polizei haben Neonazis für morgen, den 29.03., eine Demonstration in Dortmund-Dorstfeld mit ca. 50 Teilnehmern angemeldet. Als Zeitraum wurde zwischen 12:45 und 16:30 angegeben. Wir werden unsere Demonstration selbstverständlich dennoch wie geplant durchführen. Alle, die morgen zu der antifaschistischen Demonstration k0mmen wollen, die am HBF um 13:00 beginnt, sollten bei ihrer Anreise allerdings entsprechend vorsichtig sein, da es möglich ist, dass auch Neonazis von außerhalb zu der Demonstration nach Dorstfeld anreisen.

Spontane Demonstration nach Nazianschlag

Nach den Anschlägen auf den linken Veranstaltungsort „Zone 10″ und den Buchladen „Taranta Babu“ in Dortmund, demonstrierten am Montag, den 10.03. über 200 AntifaschistInnen in der Dortmunder Innenstadt und bis nach Dorstfeld, um den dort ansässigen Neonazis deutlich zu machen, dass ihre Taten Konsequenzen nach sich ziehen. Obwohl die Dortmunder Polizei wieder mal durch ihre Provokationen einen geordneten Ablauf der Demonstration verhinderte, war dieser entschlossene und laute Protest ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. (mehr…)

Heute Spontandemo nach Nazianschlag!

Heute wurde in den frühen Morgenstunden im Dortmunder Klinikviertel das Cafe „Taranta Babu“ von Neonazis angegriffen. In den Eingangsbereich des Cafes wurde Buttersäure geschüttet, eine Scheibe wurde mit einem Stein attackiert und an die Hauswand wurde der Spruch: „KEIN FREIRAUM FÜR LINKSFASCHISTEN! – AZD“ gesprayt. Aus diesem Anlass findet heute abend eine Spontandemonstration statt. Der Treffpunkt ist um 18:30 Uhr an der U-Bahn Haltestelle Kampstraße in Dortmund.

Dies war nicht der erste Anschlag der Neonazis auf linke Räumlichkeiten in Dortmund. Schon in der Nacht auf den 6. März wurde die Hauswand der „Zone 10″ in der Nordstadt mit dem gleichen Slogan versehen wie jetzt das „Taranta Babu“. Anlass gab den Neonazis wohl das bis vor kurzem in der „Zone 10″ und jetzt im „Taranta Babu“ stattfindende „Cafe Move Ya“. Das vom AK Freiraum organisierte Cafe will einmal im Monat Raum für politische Diskussionen, vorträge, Filme etc schaffen. Durch den Anschlag der Neonazis kann das Cafe jedoch heute nicht stattfinden.

Stattdessen rufen die veranstaltenden und andere antifaschistische Gruppen aus Dortmund für heute Abend um 18:30 Uhr zu einer Spontandemonstration gegen die Dortmunder Zustände und diesen Anschlag im besonderen auf. Der Treffpunkt ist an der U-Bahn Haltestelle Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt.

Spontandemo // 10.03.08 // 18:30 Uhr // Dortmund Kampstraße

Scheiß Nazis!
Organisiert euch! Bildet Banden! Schlagt zurück!

…denn es ist unsere Stadt!

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas „Schmuddel“ Schulz am 29.03.2008 in Dortmund!

Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass am Abend des 28. März 2005 der Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz in der U-Bahn-Station Kampstraße von dem damals 17-jährigen Nazi-Skin Sven Kahlin brutal niedergestochen wurde und kurze Zeit später verstarb. „Schmuddel“ wollte die rechten Provokationen Kahlins nicht unkommentiert lassen und bezahlte seinen Mut und seine Zivilcourage letztendlich mit seinem Leben. Die organisierte Neonazisszene in Dortmund sprach in Bezug auf Kahlin von einem „Kameraden“ und nur wenige Tage nach dem Mord erschien auf einem bundesweiten Neonaziportal im Internet eine Erklärung in der es hieß: „Die Machtfrage wurde gestellt und wurde für uns befriedigend beantwortet: Dortmund ist unsere Stadt!“ Damit hatte die Gewalt der Neonazis in Dortmund ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. (mehr…)